Haut-Lexikon A–Z
Verständlich erklärte Fachbegriffe rund um Haut, Diagnostik und Behandlung – aus der HautarztPraxis Hannover Dr. med. Anthony Arayesh. Tippen Sie auf einen Begriff, um die Erklärung zu öffnen.
Acanthosis nigricans
Acanthosis nigricans klären wir in unserer Praxis ab und behandeln sie; wichtig ist dabei, mögliche zugrunde liegende Ursachen wie eine Insulinresistenz mit zu berücksichtigen.
Acanthosis nigricans ist eine gutartige Hautveränderung, die sich durch samtartig verdickte, bräunlich bis dunkel verfärbte Hautareale bemerkbar macht. Die Erkrankung tritt bevorzugt in Hautfalten auf und ist häufig ein Hinweis auf zugrunde liegende Stoffwechselstörungen. Sie ist weder ansteckend noch bösartig, sollte jedoch dermatologisch abgeklärt werden.
Die häufigste Ursache ist eine Insulinresistenz. Dabei reagiert der Körper vermindert auf Insulin, wodurch erhöhte Insulinspiegel die Hautzellen zur Vermehrung anregen. Daneben kommen hormonelle Erkrankungen, genetische Faktoren oder bestimmte Medikamente als Auslöser infrage.
In seltenen Fällen kann eine plötzlich auftretende und ausgeprägte Acanthosis nigricans mit inneren Tumorerkrankungen in Zusammenhang stehen.
- Übergewicht
- Diabetes mellitus Typ 2
- Insulinresistenz
- Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
- Familiäre Veranlagung
- Hormonelle Erkrankungen
- Bestimmte Medikamente
Typisch sind:
- Braun-graue Hautverfärbungen
- Samtartige Hautoberfläche
- Verdickung der Haut
- Unscharfe Begrenzung
- Gelegentlich leichter Juckreiz
- Kosmetische Beeinträchtigung
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische Untersuchung. Ergänzend können Blutuntersuchungen sinnvoll sein, um Diabetes, Insulinresistenz oder hormonelle Störungen auszuschließen.
Entscheidend ist die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache. Bei Insulinresistenz kann bereits eine Gewichtsreduktion zu einer deutlichen Verbesserung führen. Zusätzlich können spezielle Cremes zur Verbesserung der Hautstruktur eingesetzt werden.
- Neu auftretende Hautverfärbungen
- Rasche Ausbreitung
- Zusätzliche Allgemeinsymptome
- Verdacht auf hormonelle Störungen
- Unsicherheit bezüglich der Diagnose
Ist Acanthosis nigricans ansteckend?
Nein.
Ist die Erkrankung gefährlich?
Meist nicht, sie kann jedoch auf eine Stoffwechselstörung hinweisen.
Kann die Haut wieder normal werden?
In vielen Fällen verbessert sie sich nach Behandlung der Ursache deutlich.
Akne inversa Hidradenitis suppurativa
Akne inversa ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Haarfollikel. Typisch sind schmerzhafte Knoten, Abszesse, Fistelgänge und Narbenbildungen. Die Erkrankung tritt bevorzugt in Körperregionen auf, in denen Haut auf Haut liegt.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Ausgangspunkt sind Verhornungsstörungen im Bereich der Haarfollikel. Dadurch entstehen Entzündungen, die zu wiederkehrenden Knoten und Abszessen führen.
- Rauchen
- Übergewicht
- Familiäre Veranlagung
- Hormonelle Faktoren
- Chronische Entzündungsprozesse
- Schmerzhafte Knoten
- Wiederkehrende Abszesse
- Fistelgänge
- Eitrige Sekretion
- Narbenbildung
- Eingeschränkte Lebensqualität
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Die typischen Lokalisationen und wiederkehrenden Entzündungen sind meist wegweisend.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad.
Mögliche Therapien:
Eine frühzeitige Therapie kann Narbenbildung und Krankheitsaktivität reduzieren.
- Antiseptische Maßnahmen
- Antibiotika
- Biologika
- Operative Verfahren
- Lebensstiländerungen
Bereits bei wiederkehrenden schmerzhaften Knoten in Achseln oder Leisten sollte eine dermatologische Abklärung erfolgen.
Ist Akne inversa heilbar?
Nicht immer vollständig, aber oft gut kontrollierbar.
Ist die Erkrankung ansteckend?
Nein.
Hilft Gewichtsreduktion?
Ja, häufig verbessert sich der Verlauf.
Ist Rauchen ein Risikofaktor?
Ja, Rauchen zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren.
Akne vulgaris
Akne behandeln wir in unserer Praxis in Hannover-Mitte regelmäßig – von der medizinischen Aknetherapie über die IPL-/Blitzlampentherapie bei entzündlicher Akne und Rötungen bis zur Lasertherapie zurückbleibender Aknenarben.
Akne vulgaris ist eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit. Sie entsteht durch Entzündungen der Talgdrüsen und Haarfollikel. Typisch sind Mitesser, Papeln, Pusteln und in schweren Fällen Knoten und Narben.
Die Erkrankung entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
- Erhöhte Talgproduktion
- Verhornungsstörungen
- Bakterielle Besiedlung
- Entzündungsreaktionen
- Hormonelle Einflüsse
- Pubertät
- Familiäre Veranlagung
- Hormonelle Schwankungen
- Stress
- Bestimmte Medikamente
- Mitesser
- Papeln
- Pusteln
- Knoten
- Fettige Haut
- Aknenarben
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung.
Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad und Ausprägung.
Mögliche Verfahren:
- Medizinische Cremes
- Antibiotika
- Isotretinoin
- Chemische Peelings
- IPL-/Blitzlampentherapie
- Laserbehandlung von Aknenarben
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Schmerzhafte Akne
- Narbenbildung
- Fehlende Besserung
- Psychische Belastung
Ist Akne nur eine Jugendkrankheit?
Nein, auch Erwachsene können betroffen sein.
Hilft Sonnenlicht?
Kurzfristig scheinbar ja, langfristig häufig nicht.
Können Narben entstehen?
Ja, insbesondere bei schweren Verläufen.
Hilft IPL?
Bei ausgewählten Akneformen und verbleibenden Rötungen kann IPL sinnvoll sein.
Sollte man Mitesser ausdrücken?
Nein, dies kann Entzündungen und Narben fördern.
Aktinische Keratose
Hautkrebsvorstufen wie aktinische Keratosen klären wir in unserer Praxis ab. Bei flächigem Befall steht unter anderem die photodynamische Therapie (PDT) zur Verfügung, ebenso die Lasertherapie.
Die aktinische Keratose ist eine durch UV-Strahlung verursachte Hautkrebsvorstufe. Sie entsteht vor allem an chronisch sonnenexponierten Hautarealen und kann sich unbehandelt zu einem Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) entwickeln.
Langjährige UV-Belastung führt zu Schäden der Hautzellen. Besonders betroffen sind Menschen mit hellem Hauttyp.
- Sonnenbäder
- Solariumbesuche
- Heller Hauttyp
- Höheres Lebensalter
- Berufliche UV-Belastung
- Raue Hautstellen
- Schuppung
- Rötung
- Krustenbildung
- Tastbare Verhornungen
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung und Dermatoskopie.
Mögliche Therapien:
- Vereisung
- Cremetherapie
- Kürettage
- Laserverfahren
- Photodynamische Therapie (PDT)
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
Bereits bei rauen, nicht abheilenden Hautstellen sollte eine Abklärung erfolgen.
Ist eine aktinische Keratose Hautkrebs?
Nein, sie gilt als Vorstufe.
Kann daraus Hautkrebs entstehen?
Ja.
Ist eine PDT schmerzhaft?
Die Behandlung wird unterschiedlich empfunden, ist aber gut durchführbar.
Wie viele Behandlungen sind notwendig?
Dies hängt von Ausdehnung und Befund ab.
Alopecia areata
Bei kreisrundem Haarausfall setzen wir in unserer Praxis unter anderem die PRP-Eigenbluttherapie sowie den Erbium-Glass-Laser ein.
Alopecia areata, auch kreisrunder Haarausfall genannt, ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Haarwurzeln angreift. Dadurch entstehen plötzlich auftretende kahle Areale.
Die Erkrankung wird durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems verursacht. Genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle.
- Familiäre Veranlagung
- Autoimmunerkrankungen
- Schilddrüsenerkrankungen
- Atopische Erkrankungen
- Kreisrunde kahle Stellen
- Plötzlicher Haarausfall
- Bartbefall
- Augenbrauenbefall
Die Diagnose erfolgt klinisch und gegebenenfalls durch Dermatoskopie.
Je nach Ausprägung kommen verschiedene Behandlungsverfahren zum Einsatz. Die Therapie richtet sich nach Größe und Aktivität der betroffenen Areale.
Bei plötzlich auftretendem Haarausfall sollte immer eine dermatologische Abklärung erfolgen.
Ist Alopecia areata ansteckend?
Nein.
Wachsen die Haare wieder nach?
Häufig ja.
Kann Stress die Erkrankung auslösen?
Stress gilt als möglicher Trigger.
Ist die Erkrankung gefährlich?
Nein, sie ist jedoch oft psychisch belastend.
Altersflecken Lentigo solaris
Störende Altersflecken behandeln wir in unserer Praxis mit dem Pigmentlaser – nach dermatoskopischer Abklärung, dass keine bösartige Pigmentveränderung vorliegt.
Altersflecken, auch Sonnenflecken oder Lentigines solares genannt, sind gutartige Pigmentveränderungen der Haut. Sie entstehen durch langjährige UV-Belastung und treten bevorzugt an sonnenexponierten Hautarealen auf. Altersflecken sind harmlos, werden jedoch häufig als kosmetisch störend empfunden.
Die Ursache ist eine über viele Jahre angesammelte UV-Strahlung. Durch die Sonneneinstrahlung produzieren bestimmte Hautzellen vermehrt Melanin, wodurch sich sichtbare Pigmentflecken entwickeln.
- Intensive Sonnenexposition
- Wiederholte Sonnenbrände
- Solariumbesuche
- Heller Hauttyp
- Höheres Lebensalter
- Genetische Veranlagung
Typisch sind:
- Hell- bis dunkelbraune Flecken
- Scharf begrenzte Hautveränderungen
- Flache Oberfläche
- Langsame Größenzunahme
- Keine Schmerzen oder Beschwerden
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Vor einer Laserbehandlung sollte ausgeschlossen werden, dass es sich um eine bösartige Pigmentveränderung wie eine Lentigo maligna handelt.
Altersflecken müssen medizinisch nicht behandelt werden.
Mögliche Therapien:
- Bleichende Cremes
- Chemische Peelings
- Kryotherapie
- Pigmentlaser
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Schnelle Größenzunahme
- Unregelmäßige Begrenzung
- Mehrfarbigkeit
- Blutung
- Unsicherheit bezüglich der Diagnose
Sind Altersflecken gefährlich?
Nein, Altersflecken sind gutartig.
Können Altersflecken wiederkommen?
Behandelte Flecken verschwinden häufig dauerhaft, neue Flecken können jedoch entstehen.
Wie viele Behandlungen sind notwendig?
Meist 1–3 Sitzungen.
Ist die Laserbehandlung schmerzhaft?
Die meisten Patienten empfinden die Behandlung als gut tolerierbar.
Alterswarzen Seborrhoische Keratosen
Störende Alterswarzen entfernen wir in unserer Praxis schonend, unter anderem mit dem ablativen Laser.
Alterswarzen sind sehr häufige gutartige Hautveränderungen. Trotz ihres Namens handelt es sich nicht um echte Viruswarzen. Sie entstehen mit zunehmendem Alter und können einzeln oder in großer Anzahl auftreten.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Neben dem Alter spielt die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle.
- Höheres Lebensalter
- Familiäre Veranlagung
- Heller Hauttyp
- UV-Belastung
Typisch sind:
- Bräunliche bis schwarze Hautveränderungen
- Raue oder warzige Oberfläche
- Erhabene Hautareale
- Langsames Wachstum
- Gelegentlicher Juckreiz
Die Diagnose erfolgt durch die klinische Untersuchung und Dermatoskopie.
Alterswarzen sind gutartig und müssen nicht entfernt werden.
Eine Entfernung kann erfolgen bei:
Mögliche Verfahren:
- Kosmetischer Beeinträchtigung
- Juckreiz
- Wiederkehrender Reizung
- Unsicherheit bezüglich der Diagnose
- Kürettage
- Vereisung
- Lasertherapie
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Schnelles Wachstum
- Blutungen
- Farbveränderungen
- Wiederkehrende Entzündungen
Sind Alterswarzen ansteckend?
Nein.
Können Alterswarzen bösartig werden?
Nein.
Wie viele Alterswarzen können entfernt werden?
Dies hängt von Anzahl und Größe ab.
Entstehen Narben?
Bei fachgerechter Behandlung meist nicht oder nur minimal.
Angiokeratom
Angiokeratome sind gutartige Gefäßveränderungen der Haut. Sie erscheinen als dunkelrote bis bläulich-schwarze kleine Knötchen und können gelegentlich mit schwarzen Hauttumoren verwechselt werden.
Die Veränderungen entstehen durch eine Erweiterung oberflächlicher Blutgefäße und eine Verdickung der darüberliegenden Haut.
- Höheres Lebensalter
- Genetische Faktoren
- Lokale Gefäßveränderungen
- Dunkelrote bis schwarze Knötchen
- Raue Oberfläche
- Gelegentliche Blutungen
- Langsames Wachstum
Die Diagnose erfolgt dermatologisch und gegebenenfalls mittels Dermatoskopie.
Eine Behandlung ist meist nicht notwendig.
Bei Beschwerden oder kosmetischer Beeinträchtigung kommen infrage:
- Lasertherapie
- Elektrochirurgie
- Operative Entfernung
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Unsicherheit bezüglich der Diagnose
- Blutungen
- Größenzunahme
Sind Angiokeratome gefährlich?
Nein.
Können sie bluten?
Ja, insbesondere nach mechanischer Reizung.
Können sie entfernt werden?
Ja.
Angiom
Störende Angiome behandeln wir in unserer Praxis mit dem Gefäßlaser.
Angiome sind gutartige Gefäßneubildungen der Haut. Sie bestehen aus kleinen Blutgefäßen und erscheinen meist als rote bis dunkelrote Hautveränderungen.
Die Entstehung ist überwiegend genetisch bedingt. Mit zunehmendem Alter treten Angiome häufiger auf.
- Familiäre Veranlagung
- Höheres Lebensalter
- Hormonelle Veränderungen
- Kleine rote Hautknötchen
- Glatte Oberfläche
- Langsames Wachstum
- Gelegentliche Blutungen nach Verletzungen
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung.
Eine Behandlung ist medizinisch meist nicht notwendig.
Bei kosmetischer Beeinträchtigung können Angiome entfernt werden.
Mögliche Verfahren:
- Gefäßlaser
- Elektrochirurgie
- Operative Entfernung
- Unsicherheit bezüglich der Diagnose
- Wiederkehrende Blutungen
- Schnelles Wachstum
Können Angiome von alleine verschwinden?
Meist nicht.
Sind Angiome gefährlich?
Nein.
Ist eine Laserbehandlung möglich?
Ja, häufig können Angiome sehr gut mit Gefäßlasern behandelt werden.
Atherom Grützbeutel
Atherome entfernen wir in unserer Praxis im Rahmen ambulanter Operationen vollständig mitsamt der Kapsel.
Ein Atherom ist eine gutartige, mit Talg gefüllte Zyste der Haut. Umgangssprachlich wird häufig von einem Grützbeutel gesprochen. Atherome wachsen meist langsam und können über Jahre bestehen.
Atherome entstehen durch einen Verschluss von Ausführungsgängen der Talgdrüsen. Dadurch sammelt sich Talg in einer Kapsel unter der Haut an.
- Veranlagung
- Starke Talgproduktion
- Vorangegangene Entzündungen
- Tastbarer Knoten unter der Haut
- Langsames Wachstum
- Verschiebliche Schwellung
- Gelegentliche Entzündung
- Druckgefühl
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische Untersuchung.
Kleine beschwerdefreie Atherome können beobachtet werden.
Bei Beschwerden oder Entzündungen empfiehlt sich die Entfernung.
Mögliche Verfahren:
- Operative Entfernung
- Exzision mit Entfernung der gesamten Kapsel
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Rasches Wachstum
- Entzündung
- Schmerzen
- Wiederkehrende Schwellungen
Kann ein Atherom von alleine verschwinden?
Meist nicht.
Sollte man ein Atherom ausdrücken?
Nein.
Ist ein Atherom gefährlich?
In der Regel nicht.
Muss jedes Atherom operiert werden?
Nein, nur bei Beschwerden oder Wunsch des Patienten.
Balanitis
Die Balanitis ist eine Entzündung der Eichel des Penis. Häufig ist zusätzlich die Vorhaut betroffen, wodurch von einer Balanoposthitis gesprochen wird.
Die Ursachen sind vielfältig:
- Pilzinfektionen
- Bakterielle Infektionen
- Reizungen
- Allergien
- Hauterkrankungen
- Diabetes mellitus
- Vorhautverengung
- Ungenügende Intimhygiene
- Häufige Feuchtigkeit
- Pilzinfektionen
- Rötung
- Brennen
- Juckreiz
- Schmerzen
- Nässen
- Beläge
Die Diagnose erfolgt durch die klinische Untersuchung und gegebenenfalls Abstriche.
Je nach Ursache:
- Antimykotische Cremes
- Antibiotika
- Entzündungshemmende Cremes
- Optimierung der Intimhygiene
Bei anhaltender Rötung, Schmerzen oder wiederkehrenden Beschwerden.
Ist eine Balanitis ansteckend?
Das hängt von der Ursache ab.
Kann Diabetes eine Rolle spielen?
Ja.
Muss immer ein Pilz vorliegen?
Nein.
Ist die Erkrankung gefährlich?
In der Regel nicht.
Basalzellkarzinom Basaliom
Weißen Hautkrebs wie das Basalzellkarzinom erkennen und behandeln wir in unserer Praxis – von der dermatoskopischen Früherkennung bis zur operativen Entfernung im Rahmen ambulanter Operationen.
Das Basalzellkarzinom, häufig auch Basaliom genannt, ist die häufigste Form von Hautkrebs in Mitteleuropa. Es entsteht aus Zellen der Basalschicht der Haut und wächst meist langsam. Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs bildet das Basalzellkarzinom nur äußerst selten Metastasen, kann jedoch unbehandelt tief in das umliegende Gewebe einwachsen und dort erhebliche Schäden verursachen.
Die wichtigste Ursache ist die langjährige Belastung der Haut durch ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung). Dabei summieren sich die Sonnenschäden über Jahrzehnte hinweg.
- Heller Hauttyp
- Häufige Sonnenbrände
- Solariumbesuche
- Höheres Lebensalter
- Berufliche UV-Exposition
- Familiäre Belastung
- Immunsuppression
Basalzellkarzinome können sehr unterschiedlich aussehen.
Typische Anzeichen sind:
- Kleine hautfarbene Knötchen
- Perlschnurartiger Rand
- Sichtbare kleine Blutgefäße
- Nicht heilende Wunden
- Wiederkehrende Krustenbildung
- Blutungen
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung, Dermatoskopie und eine Gewebeprobe.
Die Behandlung richtet sich nach Größe, Lokalisation und Tumortyp.
Mögliche Verfahren:
- Operative Entfernung
- Mikroskopisch kontrollierte Chirurgie
- Kürettage
- PDT bei ausgewählten oberflächlichen Formen
- Strahlentherapie in Einzelfällen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Nicht heilende Hautstelle
- Wiederkehrende Blutungen
- Neu auftretende Knötchen
- Veränderung bestehender Hautbefunde
Ist ein Basaliom gefährlich?
Ja. Es wächst lokal zerstörend und sollte behandelt werden.
Bildet ein Basaliom Metastasen?
Nur sehr selten.
Muss jedes Basaliom operiert werden?
In den meisten Fällen ist die Operation die Therapie der Wahl.
Kann ein Basaliom wiederkommen?
Ja, daher sind regelmäßige Kontrollen wichtig.
Wie erkenne ich ein Basaliom?
Typisch sind langsam wachsende Knötchen, sichtbare Gefäße oder nicht heilende Wunden.
Becker-Nävus
Der Becker-Nävus ist eine gutartige, meist einseitig auftretende Pigmentstörung der Haut. Charakteristisch sind eine bräunliche Verfärbung und häufig eine verstärkte Behaarung innerhalb des betroffenen Hautareals.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber männlichen Geschlechtshormonen.
- Männliches Geschlecht
- Familiäre Veranlagung
- Beginn während der Pubertät
- Braun pigmentierte Hautfläche
- Verstärkte Behaarung
- Langsames Wachstum
- Kosmetische Beeinträchtigung
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung.
Eine medizinische Behandlung ist meist nicht notwendig.
Eine Entfernung ist nur bei medizinischer Notwendigkeit oder unklarem Befund sinnvoll und erfolgt dann operativ.
Eine Laserbehandlung des Becker-Nävus wird nicht empfohlen.
- Unsicherheit bezüglich der Diagnose
- Neu auftretende Pigmentveränderungen
- Kosmetischer Leidensdruck
Ist ein Becker-Nävus gefährlich?
Nein.
Kann er bösartig werden?
Nein.
Kann man ihn entfernen?
Eine vollständige Entfernung ist meist nicht erforderlich. Wenn nötig, erfolgt sie operativ – eine Laserbehandlung wird nicht empfohlen.
Borreliose
Bei Verdacht auf eine Borreliose – etwa nach einem Zeckenstich mit Wanderröte – klären wir die Hautveränderung in unserer Praxis zeitnah ab.
Die Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Auslöser sind Borrelien, die beim Stich infizierter Zecken auf den Menschen übertragen werden können.
Die Erkrankung entsteht durch eine Infektion mit Borrelia-Bakterien nach einem Zeckenstich.
- Aufenthalte in Waldgebieten
- Gartenarbeit
- Wandern
- Zeckenkontakt
- Fehlende Zeckenkontrolle
Das typische Frühzeichen ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans).
Weitere Symptome:
- Müdigkeit
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Gelenkbeschwerden
- Muskelschmerzen
Die Wanderröte tritt meist an der Einstichstelle auf.
Die Diagnose erfolgt häufig anhand des klinischen Bildes.
Bei typischer Wanderröte ist eine Blutuntersuchung oft nicht erforderlich.
Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.
Früh erkannt lässt sich die Erkrankung meist vollständig ausheilen.
- Wanderröte
- Zeckenstich mit Hautveränderungen
- Unklare ringförmige Rötungen
Wie sieht eine Wanderröte aus?
Typisch ist eine ringförmige, sich ausbreitende Rötung.
Muss jede Zecke entfernt werden?
Ja, möglichst frühzeitig.
Ist jede Zecke mit Borrelien infiziert?
Nein.
Kann man Borreliose mehrfach bekommen?
Ja.
Gibt es eine Impfung?
Aktuell gibt es keine allgemein verfügbare Schutzimpfung gegen Borreliose.
Botulinumtoxin Faltenbehandlung & Hyperhidrose
In unserer Praxis kommt Botulinumtoxin nach ärztlicher Untersuchung, Indikationsstellung und Aufklärung durch unsere dermatologische Fachärztin und unseren Facharzt zum Einsatz – sowohl bei mimischen Falten als auch bei medizinischen Indikationen wie starkem Schwitzen. Ob eine Behandlung im Einzelfall infrage kommt, klären wir in einem persönlichen Gespräch.
Botulinumtoxin ist ein natürlich vorkommendes Eiweiß, das vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird. In der Medizin wird ausschließlich Botulinumtoxin Typ A verwendet – bekannt unter anderem unter dem Handelsnamen Botox®. Es handelt sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das in sehr geringer, genau dosierter Menge gezielt in einen Muskel oder in die Haut injiziert wird. Dort schwächt es vorübergehend die Muskelaktivität ab oder hemmt die Schweißproduktion. Botulinumtoxin wird sowohl in der ästhetischen Dermatologie – etwa zur Behandlung mimischer Falten – als auch bei medizinischen Beschwerden wie übermäßigem Schwitzen eingesetzt.
Botulinumtoxin Typ A hemmt vorübergehend die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel. Der behandelte Muskel kann sich dadurch für eine gewisse Zeit weniger stark anspannen und entspannt sich. Bei mimischen Falten werden so die Muskelbewegungen abgeschwächt, die zur Faltenbildung beitragen. Bei starkem Schwitzen blockiert Botulinumtoxin die Nervenfasern, die die Schweißdrüsen ansteuern, sodass die Schweißbildung im behandelten Bereich nachlässt. Die Wirkung ist reversibel: Nach einiger Zeit wird sie vom Körper wieder abgebaut.
Botulinumtoxin wird in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt – ästhetisch vor allem bei mimisch bedingten Falten, medizinisch unter anderem bei fokalem starkem Schwitzen. Im ästhetischen Bereich ist insbesondere die Behandlung der Zornesfalte (Glabellafalten) zugelassen (on-label); weitere ästhetische Anwendungen erfolgen off-label, also außerhalb der formalen Zulassung, aber auf Basis langjähriger Erfahrung.
- Zornesfalte / Glabellafalten – zugelassene ästhetische Indikation
- Stirnfalten
- Krähenfüße (Fältchen seitlich der Augen)
- Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose), vor allem im Achselbereich
- Zähneknirschen (Bruxismus) über den Kaumuskel (Musculus masseter)
Die Injektion erfolgt ambulant mit sehr feinen Nadeln und dauert meist nur wenige Minuten; eine Betäubung ist in der Regel nicht erforderlich. Die Wirkung setzt üblicherweise nach einigen Tagen ein und erreicht ihr Maximum nach etwa ein bis zwei Wochen. In der Regel hält der Effekt mehrere Monate an; danach kann die Behandlung bei Bedarf wiederholt werden.
Botulinumtoxin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und darf nur nach ärztlicher Aufklärung angewendet werden. Nicht geeignet ist die Behandlung zum Beispiel in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei bestimmten Muskel- und Nervenerkrankungen. Vorübergehend können Nebenwirkungen wie kleine Blutergüsse, Kopfschmerzen, ein Schwere- oder Spannungsgefühl oder – selten – eine vorübergehende Asymmetrie auftreten. Ob eine Behandlung sinnvoll und geeignet ist, wird individuell ärztlich beurteilt.
Ist Botulinumtoxin dasselbe wie Botox®?
Botox® ist ein Handelsname für Botulinumtoxin Typ A. Es gibt weitere Präparate mit demselben Wirkstoff.
Wie lange hält die Wirkung an?
In der Regel einige Monate. Danach lässt sie nach, weil der Körper das Botulinumtoxin abbaut.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Injektion wird meist gut vertragen; spürbar ist in der Regel nur ein kurzer Einstich mit einer feinen Nadel.
Bleibt die Mimik erhalten?
Ziel ist eine natürliche Abschwächung der Muskelbewegung, keine vollständige Bewegungslosigkeit. Bei geeigneter Dosierung bleibt die Mimik in der Regel erhalten.
Wird Botulinumtoxin nur gegen Falten eingesetzt?
Nein. Es wird auch bei medizinischen Beschwerden verwendet, etwa bei starkem Schwitzen oder bei Zähneknirschen.
Bromhidrose
Bei starkem Körpergeruch in Verbindung mit übermäßigem Schwitzen kann in unserer Praxis eine Behandlung mit Botulinumtoxin infrage kommen.
Die Bromhidrose bezeichnet einen unangenehm starken Körpergeruch, der durch den Abbau von Schweißbestandteilen durch Hautbakterien entsteht. Die Erkrankung wird häufig mit einer Hyperhidrose kombiniert beobachtet.
Der Geruch entsteht nicht durch den Schweiß selbst, sondern durch den bakteriellen Abbau bestimmter Schweißbestandteile.
- Hyperhidrose
- Dichte Körperbehaarung
- Übergewicht
- Stoffwechselstörungen
- Ungünstige Hautflora
- Starker Körpergeruch
- Wiederkehrende Geruchsbildung trotz Hygiene
- Psychische Belastung
- Sozialer Leidensdruck
Die Diagnose erfolgt anhand der Beschwerden und der klinischen Untersuchung.
Mögliche Maßnahmen:
- Medizinische Antitranspirantien
- Antibakterielle Waschlösungen
- Entfernung der Achselbehaarung
- Behandlung einer Hyperhidrose
- Botulinumtoxin bei übermäßigem Schwitzen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
Wenn der Geruch trotz konsequenter Körperpflege bestehen bleibt.
Ist Bromhidrose mangelnde Hygiene?
Nein.
Hilft Botox?
Ja, insbesondere wenn gleichzeitig eine Hyperhidrose besteht.
Ist Bromhidrose ansteckend?
Nein.
Kann Ernährung Einfluss haben?
Ja, bestimmte Lebensmittel können den Geruch verstärken.
Bruxismus Zähneknirschen
Bei Bruxismus mit ausgeprägter Beteiligung des Kaumuskels kann in geeigneten Fällen eine Behandlung mit Botulinumtoxin infrage kommen. Ob dies sinnvoll ist, beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt individuell – häufig ergänzend zur zahnärztlichen Behandlung.
Bruxismus bezeichnet das meist unbewusste Knirschen oder Pressen der Zähne – häufig nachts im Schlaf, teilweise auch tagsüber. Dabei werden die Kaumuskeln, vor allem der große Kaumuskel (Musculus masseter), stark und wiederholt angespannt. Das kann zu Beschwerden an Zähnen, Kiefer und Muskulatur führen.
Die genaue Ursache ist oft nicht eindeutig. Häufig spielen Stress und innere Anspannung eine Rolle; auch schlafbezogene Faktoren, Kieferfehlstellungen oder bestimmte Gewohnheiten können beteiligt sein. Bruxismus ist keine seltene Erscheinung und bleibt oft lange unbemerkt.
Mögliche Beschwerden und Folgen sind:
- Knirschen oder Pressen der Zähne (oft nachts)
- Schmerzen an Kiefer, Gesicht oder Schläfen
- Kopf- und Nackenverspannungen
- Morgendliche Muskelverspannung im Kieferbereich
- Kieferknacken oder eingeschränkte Mundöffnung
- Abrieb und Schäden an den Zähnen
- Mögliche Vergrößerung des Kaumuskels (Masseterhypertrophie)
Die Diagnose erfolgt meist im Rahmen der zahnärztlichen bzw. ärztlichen Untersuchung – anhand der Schilderung der Beschwerden sowie der Beurteilung von Zähnen, Kiefer und Kaumuskulatur. Dabei wird unter anderem auf Zahnabrieb und die Ausprägung des Kaumuskels geachtet.
Im Vordergrund steht in der Regel die zahnärztliche Behandlung, insbesondere eine Aufbissschiene, sowie Maßnahmen zur Stressreduktion und gegebenenfalls Physiotherapie. Reichen diese nicht aus – vor allem bei starker Anspannung oder ausgeprägter Vergrößerung des Kaumuskels – kann ergänzend eine Behandlung mit Botulinumtoxin in den Kaumuskel infrage kommen. Botulinumtoxin schwächt die überaktive Muskulatur vorübergehend ab; die normale Kaufunktion bleibt dabei in der Regel erhalten. Diese Anwendung erfolgt off-label.
- Bei anhaltenden Kiefer-, Gesichts- oder Kopfschmerzen
- Bei morgendlichen Verspannungen der Kaumuskulatur
- Bei Kieferknacken oder eingeschränkter Mundöffnung
- Bei erkennbarem Zahnabrieb oder Zahnschäden
Ist Botulinumtoxin die Erstbehandlung bei Bruxismus?
Nein. An erster Stelle stehen meist die Aufbissschiene und Maßnahmen zur Stressreduktion. Botulinumtoxin kann ergänzend infrage kommen, wenn diese nicht ausreichen.
Wie lange hält die Wirkung von Botulinumtoxin am Kaumuskel?
In der Regel einige Monate. Danach kann die Behandlung bei Bedarf wiederholt werden.
Verschwindet das Zähneknirschen dauerhaft?
Bruxismus ist meist nicht dauerhaft heilbar, lässt sich aber häufig gut kontrollieren.
Was ist eine Masseterhypertrophie?
Eine Vergrößerung des großen Kaumuskels, die durch dessen dauerhafte Überaktivität entstehen kann.
Bullöses Pemphigoid
Das bullöse Pemphigoid ist eine seltene Autoimmunerkrankung der Haut. Dabei bildet das Immunsystem Antikörper gegen Bestandteile der Haut, wodurch große, pralle Blasen entstehen.
Die Erkrankung wird durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems ausgelöst.
- Höheres Lebensalter
- Autoimmunerkrankungen
- Bestimmte Medikamente
- Starker Juckreiz
- Rötungen
- Große pralle Blasen
- Hautentzündungen
Die Diagnose erfolgt durch:
- Hautbiopsie
- Immunfluoreszenz
- Blutuntersuchungen
Die Behandlung erfolgt meist mit:
- Kortisonpräparaten
- Immunsuppressiven Medikamenten
- Entzündungshemmenden Therapien
Bei neu auftretenden Blasenbildungen sollte umgehend eine dermatologische Untersuchung erfolgen.
Ist bullöses Pemphigoid ansteckend?
Nein.
Ist die Erkrankung heilbar?
Sie kann häufig gut kontrolliert werden.
Warum entstehen die Blasen?
Durch eine Autoimmunreaktion gegen Bestandteile der Haut.
Café-au-lait-Fleck
Café-au-lait-Flecken sind gutartige, hell- bis mittelbraune Pigmentflecken der Haut. Ihren Namen verdanken sie ihrer typischen kaffeebraunen Farbe. Einzelne Café-au-lait-Flecken sind häufig und meist harmlos.
Die Flecken entstehen durch eine erhöhte Melaninproduktion in den betroffenen Hautarealen. Meist sind sie angeboren oder entwickeln sich in den ersten Lebensjahren.
- Genetische Veranlagung
- Angeborene Pigmentstörungen
- Bestimmte seltene Erbkrankheiten
- Gleichmäßig braune Hautflecken
- Glatte Oberfläche
- Keine Beschwerden
- Langsame Größenzunahme mit dem Körperwachstum
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung.
Eine Behandlung ist medizinisch meist nicht notwendig.
Eine Laserbehandlung wird bei Café-au-lait-Flecken nicht empfohlen.
Wenn die Flecken als störend empfunden werden, lassen sie sich allenfalls mit Camouflage (abdeckende Spezialkosmetik) kaschieren.
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Mehrere neu auftretende Flecken
- Sehr große Flecken
- Zusätzliche Hautveränderungen
Sind Café-au-lait-Flecken gefährlich?
Nein.
Können sie Hautkrebs verursachen?
Nein.
Kann man sie entfernen?
Eine Laserbehandlung wird nicht empfohlen. Störende Flecken können allenfalls mit Camouflage abgedeckt werden.
Candidose Hefepilzinfektion
Hefepilzinfektionen klären wir in unserer Praxis ab – unter anderem mit moderner PCR-Pilzdiagnostik in unserer Pilzsprechstunde.
Die Candidose ist eine Infektion mit Hefepilzen der Gattung Candida. Am häufigsten ist Candida albicans. Die Erkrankung kann Haut, Schleimhäute und Hautfalten betreffen.
Candida-Pilze kommen natürlicherweise auf Haut und Schleimhäuten vor. Unter bestimmten Bedingungen vermehren sie sich übermäßig.
- Diabetes mellitus
- Antibiotikatherapie
- Immunschwäche
- Feucht-warmes Hautmilieu
- Übergewicht
- Rötung
- Juckreiz
- Brennen
- Nässen
- Weißliche Beläge
Die Diagnose erfolgt klinisch und kann durch Pilznachweise bestätigt werden.
- Antimykotische Cremes
- Antimykotische Tabletten
- Behandlung begünstigender Faktoren
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
Bei anhaltenden Beschwerden oder wiederkehrenden Infektionen.
Ist Candida ansteckend?
In der Regel nur begrenzt.
Kann Diabetes Candida fördern?
Ja.
Hilft eine PCR-Diagnostik?
Bei unklaren Befunden kann sie hilfreich sein.
Cherry-Angiom Rubinangiom
Störende Rubinangiome behandeln wir in unserer Praxis mit dem Gefäßlaser.
Cherry-Angiome, auch Rubinangiome genannt, sind sehr häufige gutartige Gefäßveränderungen der Haut. Sie erscheinen als kleine rote Punkte oder Knötchen.
Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Genetische Faktoren und das Alter spielen eine wichtige Rolle.
- Höheres Lebensalter
- Familiäre Veranlagung
- Kleine rote Hautknötchen
- Glatte Oberfläche
- Langsames Wachstum
Die Diagnose erfolgt dermatologisch.
Eine Behandlung ist medizinisch nicht erforderlich.
Mögliche Verfahren:
- Gefäßlaser
- Elektrochirurgie
- Blutungen
- Unsicherheit bezüglich der Diagnose
- Rasches Wachstum
Sind Rubinangiome gefährlich?
Nein.
Können sie bluten?
Ja.
Können sie entfernt werden?
Ja.
Chlamydien
Chlamydien sind bakterielle Erreger, die zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen weltweit gehören.
Die Übertragung erfolgt meist durch sexuellen Kontakt.
- Ungeschützter Geschlechtsverkehr
- Häufig wechselnde Sexualpartner
- Frühere Geschlechtskrankheiten
Männer:
Frauen:
- Brennen beim Wasserlassen
- Ausfluss
- Entzündungen
- Unterbauchschmerzen
- Ausfluss
- Blutungsstörungen
- Abstrich
- Urinuntersuchung
- PCR-Diagnostik
Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.
Bei Verdacht auf eine sexuell übertragbare Erkrankung.
Sind Chlamydien heilbar?
Ja.
Können Chlamydien unbemerkt verlaufen?
Ja.
Ist eine Partnerbehandlung wichtig?
Ja.
Chronische Lichtschädigung
Die Folgen jahrelanger UV-Belastung – von Pigmentflecken über Äderchen bis zu Hautkrebsvorstufen – behandeln wir in unserer Praxis individuell, unter anderem mit Hautkrebsvorsorge, PDT und Laserverfahren.
Die chronische Lichtschädigung beschreibt die langfristigen Folgen wiederholter UV-Belastung der Haut. Sie ist eine der häufigsten Ursachen vorzeitiger Hautalterung und erhöht das Risiko für Hautkrebsvorstufen sowie Hautkrebs.
Langjährige UV-Strahlung führt zu Veränderungen der Hautstruktur und zu Schäden im Erbgut der Hautzellen.
- Sonnenbäder
- Solariumbesuche
- Heller Hauttyp
- Berufliche Tätigkeit im Freien
- Wiederholte Sonnenbrände
- Faltenbildung
- Pigmentstörungen
- Altersflecken
- Erweiterte Äderchen
- Lederartige Hautstruktur
- Hautkrebsvorstufen
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung und Dermatoskopie.
Die Behandlung richtet sich nach den vorhandenen Hautveränderungen.
Mögliche Verfahren:
- Konsequenter Sonnenschutz
- PDT bei Hautkrebsvorstufen
- Pigmentlaser
- Gefäßlaser
- Hautkrebsvorsorge
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Neue Hautveränderungen
- Nicht heilende Stellen
- Auffällige Pigmentflecken
- Sichtbare Hautalterung mit Leidensdruck
Kann sich chronische Lichtschädigung zurückbilden?
Teilweise, viele Schäden sind jedoch dauerhaft.
Führt UV-Strahlung zu Hautkrebs?
Ja, sie ist der wichtigste Risikofaktor.
Helfen Laserbehandlungen?
Ja, bei bestimmten UV-bedingten Hautveränderungen können Laser sinnvoll sein.
Wie wichtig ist Sonnenschutz?
Sonnenschutz ist die wichtigste Präventionsmaßnahme überhaupt.
Chronisches Handekzem
Das chronische Handekzem ist häufig berufsbedingt. In unserer Praxis bieten wir die berufsdermatologische Abklärung und das Hautarztverfahren an.
Das chronische Handekzem ist eine langanhaltende entzündliche Hauterkrankung der Hände. Es zählt zu den häufigsten berufsbedingten Hauterkrankungen und kann die Lebensqualität sowie die berufliche Tätigkeit erheblich beeinträchtigen.
Die Erkrankung entsteht häufig durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren.
Mögliche Ursachen:
- Häufiges Händewaschen
- Kontakt mit Reinigungsmitteln
- Desinfektionsmittel
- Berufliche Belastungen
- Kontaktallergien
- Neurodermitis
- Genetische Veranlagung
- Pflegeberufe
- Friseurhandwerk
- Reinigungstätigkeiten
- Handwerksberufe
- Neurodermitis
- Allergien
- Trockene Haut
- Rötungen
- Schuppung
- Juckreiz
- Rhagaden (Einrisse)
- Nässen
- Bläschenbildung
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung.
Zusätzlich können erforderlich sein:
- Allergietestungen
- Berufsdermatologische Abklärung
- Hautarztverfahren
- Epikutantest
Je nach Ursache kommen unterschiedliche Therapien zum Einsatz.
Mögliche Maßnahmen:
- Hautschutzprogramme
- Rückfettende Pflege
- Entzündungshemmende Cremes
- Lichttherapie
- Vermeidung von Auslösern
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Beschwerden länger als vier Wochen
- Wiederkehrende Schübe
- Berufliche Einschränkungen
- Tiefe Hautrisse
Ist ein Handekzem ansteckend?
Nein.
Kann Händewaschen ein Handekzem auslösen?
Ja, insbesondere bei häufiger Belastung.
Ist ein Handekzem eine Berufskrankheit?
Unter bestimmten Voraussetzungen kann es als Berufskrankheit anerkannt werden.
Muss ich meinen Beruf wechseln?
In den meisten Fällen nicht. Häufig helfen Schutzmaßnahmen und eine gezielte Therapie.
Condylome Feigwarzen
Feigwarzen (Condylome) behandeln wir in unserer Praxis – unter anderem mit dem Laser oder im Rahmen ambulanter Operationen.
Condylome, auch Feigwarzen genannt, sind durch humane Papillomaviren (HPV) verursachte Haut- und Schleimhautveränderungen. Sie zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen.
Verursacht werden Feigwarzen überwiegend durch HPV Typ 6 und 11.
- Ungeschützter Geschlechtsverkehr
- Geschwächtes Immunsystem
- Rauchen
- Häufig wechselnde Sexualpartner
- Hautfarbene Knötchen
- Warzenartige Wucherungen
- Juckreiz
- Brennen
Die Diagnose erfolgt durch die klinische Untersuchung.
Mögliche Verfahren:
- Spezielle Cremes
- Vereisung
- Elektrochirurgie
- Lasertherapie
- Operative Entfernung
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
Bei neu auftretenden warzenartigen Veränderungen im Genitalbereich.
Sind Feigwarzen ansteckend?
Ja.
Können Feigwarzen von selbst verschwinden?
Ja, jedoch nicht immer.
Ist eine Laserbehandlung möglich?
Ja.
Couperose
Sichtbare Äderchen bei Couperose behandeln wir in unserer Praxis mit dem Gefäßlaser.
Couperose bezeichnet dauerhaft sichtbare erweiterte Blutgefäße im Gesicht. Sie gilt häufig als frühes Stadium einer Rosacea.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle.
- Heller Hauttyp
- UV-Strahlung
- Alkohol
- Heiße Getränke
- Rosacea
- Sichtbare rote Äderchen
- Wiederkehrende Gesichtsrötungen
- Empfindliche Haut
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung.
- Triggervermeidung
- Hautpflege
- Gefäßlaser
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
Bei zunehmenden Rötungen oder störenden Gefäßerweiterungen.
Ist Couperose Rosacea?
Nicht immer, kann aber eine Vorstufe sein.
Können die Äderchen verschwinden?
Durch Lasertherapie häufig deutlich.
Kommen die Gefäße wieder?
Neue Gefäße können sich im Laufe der Zeit bilden.
Dellwarzen Mollusca contagiosa
Störende oder ausgedehnte Dellwarzen entfernen wir in unserer Praxis schonend – gerade bei Kindern achten wir auf ein möglichst sanftes Vorgehen.
Dellwarzen, medizinisch Mollusca contagiosa, sind gutartige, durch Viren verursachte Hautveränderungen. Es handelt sich um kleine, hautfarbene bis rosige Knötchen mit einer typischen zentralen Eindellung, weshalb sie als „Dellwarzen" bezeichnet werden. Besonders häufig treten sie im Kindesalter auf, können aber auch Erwachsene betreffen.
Auslöser sind sogenannte Molluscum-contagiosum-Viren. Die Übertragung erfolgt durch direkten Hautkontakt oder indirekt über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Handtücher, Schwimmbadoberflächen oder Sportmatten. Kinder mit empfindlicher Haut oder Neurodermitis sind besonders anfällig.
- Häufiger Hautkontakt in Gemeinschaftseinrichtungen
- Schwimmbadbesuche
- Neurodermitis
- Geschwächte Hautbarriere
- Immunschwäche
- Rasieren oder Kratzen an bestehenden Dellwarzen
Typisch sind:
- Kleine hautfarbene bis rosige Knötchen
- Zentrale Delle in der Mitte
- Glatte, glänzende Oberfläche
- Teilweise gruppiertes Auftreten
- Gelegentlich Juckreiz oder Entzündung
- Kosmetische Beeinträchtigung
Bei Kindern vor allem:
Bei Erwachsenen zusätzlich:
Die Diagnose erfolgt meist bereits durch die klinische Untersuchung. Das typische Erscheinungsbild mit zentraler Delle ist oft wegweisend. In unklaren Fällen kann eine zusätzliche dermatologische Abklärung sinnvoll sein.
Dellwarzen können sich grundsätzlich auch spontan zurückbilden. Da sie jedoch ansteckend sind, sich ausbreiten können und häufig über viele Monate bestehen bleiben, ist eine Behandlung oft sinnvoll.
Mögliche Therapien:
- Mechanische Entfernung
- Kürettage
- Lokale Therapien
- Laserbehandlung in ausgewählten Fällen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei rascher Ausbreitung
- Bei vielen gleichzeitig auftretenden Dellwarzen
- Bei Entzündungen oder Kratzen
- Bei Befall im Gesicht oder Genitalbereich
- Bei Unsicherheit, ob es sich wirklich um Dellwarzen handelt
Sind Dellwarzen ansteckend?
Ja. Dellwarzen sind virusbedingt und können durch direkten Hautkontakt oder gemeinsam benutzte Gegenstände übertragen werden.
Müssen Dellwarzen immer behandelt werden?
Nicht zwingend. Da sie sich aber ausbreiten können und oft lange bestehen bleiben, ist eine Behandlung häufig sinnvoll.
Darf mein Kind mit Dellwarzen ins Schwimmbad?
Grundsätzlich ja, allerdings sollten die betroffenen Stellen möglichst abgedeckt werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.
Können Dellwarzen Narben hinterlassen?
In der Regel nicht. Entzündungen, starkes Kratzen oder unsachgemäße Manipulation können jedoch das Risiko erhöhen.
Dermatofibrom
Dermatofibrome entfernen wir in unserer Praxis bei Bedarf im Rahmen ambulanter Operationen, mit anschließender feingeweblicher Untersuchung.
Ein Dermatofibrom ist ein gutartiger Bindegewebsknoten der Haut. Es handelt sich um eine häufige, meist harmlose Hautveränderung, die als derber, rundlicher Knoten tastbar ist. Dermatofibrome treten bevorzugt an Armen und Beinen auf und bleiben häufig über viele Jahre unverändert bestehen.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Vermutet wird, dass Dermatofibrome als überschießende Reaktion des Bindegewebes auf kleine Verletzungen, Insektenstiche oder Entzündungen entstehen können.
- Kleine Hautverletzungen
- Insektenstiche
- Frühere Entzündungen der Haut
- Weibliches Geschlecht
- Jüngeres bis mittleres Erwachsenenalter
Typisch sind:
- Fester, derber Hautknoten
- Braunrote bis hautfarbene Färbung
- Langsames Wachstum
- Meist wenige Millimeter bis etwa 1 cm groß
- Gelegentlich Druckempfindlichkeit oder Juckreiz
- Typisches Einsinken bei seitlichem Zusammendrücken (Dimple sign)
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung und Dermatoskopie. In unklaren Fällen oder bei auffälligen Veränderungen kann eine operative Entfernung mit feingeweblicher Untersuchung sinnvoll sein.
Ein Dermatofibrom ist gutartig und muss medizinisch meist nicht entfernt werden.
Eine Entfernung kann sinnvoll sein bei:
Mögliche Verfahren:
- Unsicherheit bezüglich der Diagnose
- Wiederkehrender Reizung
- Kosmetischer Beeinträchtigung
- Juckreiz oder Schmerzen
- Operative Entfernung
- Exzision mit feingeweblicher Untersuchung
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei neu auftretenden derben Hautknoten
- Bei schnellem Wachstum
- Bei Blutung, Juckreiz oder Schmerzen
- Bei Unsicherheit, ob die Veränderung gutartig ist
Ist ein Dermatofibrom gefährlich?
Nein, es handelt sich um eine gutartige Hautveränderung.
Kann ein Dermatofibrom von alleine verschwinden?
In der Regel nicht. Es bleibt häufig über viele Jahre bestehen.
Muss ein Dermatofibrom entfernt werden?
Nein, nur bei Beschwerden, Unsicherheit oder kosmetischer Beeinträchtigung.
Kann man ein Dermatofibrom lasern?
In der Regel ist die operative Entfernung sinnvoller, wenn eine Behandlung gewünscht ist.
Dermatoskopie Auflichtmikroskopie
Die Dermatoskopie gehört zu den Standardmethoden unserer Praxis. Im Rahmen der Hautkrebsvorsorge beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt auffällige Muttermale und Hautveränderungen dermatoskopisch, um harmlose von kontrollbedürftigen Befunden zu unterscheiden.
Die Dermatoskopie (auch Auflichtmikroskopie, Dermoskopie oder Epilumineszenzmikroskopie) ist eine schmerzarme Untersuchungsmethode, mit der Hautveränderungen stark vergrößert und beleuchtet betrachtet werden. Dadurch werden Strukturen sichtbar, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Die Methode wird vor allem zur Beurteilung von Muttermalen und Pigmentflecken sowie in der Hautkrebsvorsorge eingesetzt.
Bei der Untersuchung wird ein Dermatoskop – eine beleuchtete Lupe mit starker Vergrößerung – direkt auf die Haut aufgesetzt. Damit störende Reflexionen der Hautoberfläche wegfallen, wird entweder eine Kontaktflüssigkeit aufgetragen oder polarisiertes Licht verwendet. So lassen sich Farbe, Aufbau und Gefäßmuster einer Hautveränderung in den oberen Hautschichten deutlich genauer beurteilen.
Die Dermatoskopie unterstützt die Einschätzung, ob eine Hautveränderung eher gutartig ist oder weiter kontrolliert bzw. entfernt und feingeweblich untersucht werden sollte. Sie kann die Treffsicherheit bei der Erkennung von Hautkrebs und seinen Vorstufen erhöhen. Häufig eingesetzt wird sie unter anderem bei:
- Muttermalen und Pigmentmalen
- neu aufgetretenen oder veränderten Hautflecken
- der Unterscheidung gutartiger Veränderungen wie Alterswarzen von auffälligen Befunden
- der Verlaufskontrolle bekannter Muttermale
- der Beurteilung heller Hautkrebsformen und ihrer Vorstufen
Die Untersuchung ist schnell und in der Regel schmerzarm. Auffällige Areale können zusätzlich fotografisch dokumentiert werden, um sie im Verlauf zu vergleichen. Die Dermatoskopie ersetzt jedoch nicht die feingewebliche Untersuchung: Besteht der Verdacht auf einen bösartigen Befund, ist in der Regel die Entnahme und mikroskopische Untersuchung des Gewebes erforderlich.
Tut die Dermatoskopie weh?
Nein. Die Untersuchung ist in der Regel schmerzarm; es wird lediglich eine Lupe auf die Haut aufgesetzt.
Ersetzt die Dermatoskopie eine Gewebeprobe?
Nein. Bei Verdacht auf einen bösartigen Befund ist in der Regel eine feingewebliche Untersuchung nötig.
Wie oft sollte man Muttermale kontrollieren lassen?
Das hängt von individuellen Risikofaktoren ab und wird im Rahmen der Hautkrebsvorsorge besprochen.
Dyshidrotisches Ekzem Dyshidrose, Pompholyx
Hartnäckige Hand- und Fußekzeme klären wir in unserer Praxis umfassend ab – einschließlich Allergie- und Pilzdiagnostik sowie möglicher Trigger wie übermäßigem Schwitzen.
Das dyshidrotische Ekzem ist eine entzündliche Hauterkrankung, die typischerweise mit stark juckenden, tief sitzenden Bläschen an Händen und/oder Füßen einhergeht. Besonders häufig betroffen sind die Handflächen, Fingerseiten und Fußsohlen. Die Erkrankung kann akut auftreten, in Schüben verlaufen oder chronisch bestehen bleiben. Im Alltag wird häufig auch von Dyshidrose gesprochen, wobei dieser Begriff nicht ganz präzise ist, aber in der Patientensprache sehr gebräuchlich ist.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Das dyshidrotische Ekzem entsteht vermutlich durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Häufig besteht eine Veranlagung zu Ekzemen, zusätzlich können Reizstoffe, Allergien oder starkes Schwitzen eine Rolle spielen.
Mögliche Auslöser und begünstigende Faktoren:
- Neurodermitische Veranlagung
- Kontaktallergien, z. B. auf Metalle, Duftstoffe oder Konservierungsmittel
- Reizungen durch Wasser, Seifen oder Desinfektionsmittel
- Starkes Schwitzen
- Stress
- Vorbestehende Pilzinfektionen an Händen oder Füßen
- Häufige Feuchtarbeit
- Neurodermitis oder empfindliche Haut
- Berufliche Belastung der Hände
- Kontaktallergien
- Hyperhidrose
- Chronisches Handekzem
- Häufiges Händewaschen oder Desinfizieren
Typisch sind:
- Kleine, tief sitzende Bläschen an Händen oder Füßen
- Starker Juckreiz
- Brennen oder Spannungsgefühl
- Rötung
- Schuppung nach dem Abheilen
- Wiederkehrende Schübe
- Bei schweren Verläufen schmerzhafte Einrisse oder nässende Areale
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Wichtig ist die Abgrenzung gegenüber anderen Erkrankungen, die ähnlich aussehen können, zum Beispiel Hautpilz, Kontaktallergien, Psoriasis oder ein anderes Handekzem.
Je nach Befund können zusätzlich sinnvoll sein:
- Allergietestung (Epikutantest)
- Pilzdiagnostik
- Berufsdermatologische Abklärung
- Beurteilung möglicher Trigger wie starkes Schwitzen oder berufliche Feuchtarbeit
Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad, Ausdehnung und möglichen Auslösern. Ziel ist es, akute Schübe zu beruhigen, Rückfälle zu verhindern und die Hautbarriere langfristig zu stabilisieren.
Mögliche Behandlungsbausteine:
- Entzündungshemmende Cremes oder Salben
- Rückfettende Hautpflege
- Vermeidung von Reizstoffen und Feuchtarbeit
- Behandlung einer zugrunde liegenden Kontaktallergie
- Therapie begleitender Pilzinfektionen
- Maßnahmen gegen starkes Schwitzen, wenn dies ein wesentlicher Trigger ist
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei wiederkehrenden juckenden Bläschen an Händen oder Füßen
- Wenn die Haut schmerzhaft einreißt
- Bei fehlender Besserung trotz Pflege und Cremes
- Wenn der Beruf oder Alltag stark beeinträchtigt sind
- Wenn unklar ist, ob nicht doch Hautpilz, Psoriasis oder eine Kontaktallergie vorliegt
Ist das dyshidrotische Ekzem ansteckend?
Nein. Es handelt sich nicht um eine Infektion, sondern um eine entzündliche Hauterkrankung.
Kommen die Bläschen vom Schwitzen?
Nicht direkt. Starkes Schwitzen kann die Erkrankung jedoch verschlechtern oder Schübe begünstigen.
Ist das ein Hautpilz?
Nicht unbedingt. Hautpilz kann ähnlich aussehen, deshalb ist die dermatologische Abklärung wichtig.
Warum kommt das dyshidrotische Ekzem immer wieder?
Oft bestehen individuelle Trigger wie Feuchtarbeit, Allergien, Stress, Schwitzen oder eine empfindliche Hautbarriere.
Kann eine Allergie dahinterstecken?
Ja. Besonders bei wiederkehrenden oder chronischen Verläufen sollte an eine Kontaktallergie gedacht werden.
Dysplastischer Nävus
Auffällige Muttermale beurteilen wir in unserer Praxis dermatoskopisch im Rahmen der Hautkrebsvorsorge und entfernen unklare Pigmentmale bei Bedarf ambulant, mit feingeweblicher Untersuchung.
Ein dysplastischer Nävus ist ein auffälliges Muttermal mit unregelmäßiger Form, ungleichmäßiger Färbung oder unscharfer Begrenzung. Dysplastische Nävi sind nicht automatisch Hautkrebs, gelten aber als sogenannte atypische Pigmentmale und können in Einzelfällen schwer von einem frühen Melanom zu unterscheiden sein. Sie spielen deshalb eine wichtige Rolle in der dermatologischen Hautkrebsvorsorge.
Die Entstehung wird durch genetische Faktoren und UV-Belastung beeinflusst. Manche Menschen haben nur einzelne atypische Pigmentmale, andere entwickeln zahlreiche dysplastische Nävi.
- Heller Hauttyp
- Viele Muttermale
- Familiäre Belastung mit Melanom
- Starke UV-Exposition
- Wiederholte Sonnenbrände
- Bereits bekannte atypische Pigmentmale
Dysplastische Nävi können sehr unterschiedlich aussehen. Typische Merkmale sind:
- Unregelmäßige Form
- Unscharfe oder verwaschene Begrenzung
- Unterschiedliche Brauntöne innerhalb eines Muttermals
- Größerer Durchmesser als bei gewöhnlichen Leberflecken
- Flache oder leicht erhabene Struktur
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung und Dermatoskopie. Gerade bei dysplastischen Nävi ist die Erfahrung in der Beurteilung pigmentierter Hautveränderungen entscheidend.
Je nach Befund kann sinnvoll sein:
- Fotodokumentation
- Verlaufskontrolle
- Operative Entfernung mit feingeweblicher Untersuchung
Nicht jeder dysplastische Nävus muss entfernt werden. Entscheidend ist, ob die Hautveränderung klinisch und dermatoskopisch stabil und unauffällig erscheint oder ob der Verdacht auf ein frühes Melanom besteht.
Mögliche Vorgehensweisen:
- Regelmäßige Kontrolle
- KI-gestützte Fotodokumentation
- Operative Entfernung bei Verdacht oder Veränderung
- Histologische Untersuchung des entfernten Gewebes
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei neu auftretenden auffälligen Muttermalen
- Wenn ein Muttermal wächst, dunkler wird oder seine Form verändert
- Bei Juckreiz, Blutung oder Krustenbildung
- Wenn in der Familie schwarzer Hautkrebs vorkommt
- Wenn sehr viele oder unregelmäßige Pigmentmale vorhanden sind
Ist ein dysplastischer Nävus Hautkrebs?
Nein. Ein dysplastischer Nävus ist zunächst ein atypisches Muttermal, aber kein Melanom. Er sollte jedoch dermatologisch kontrolliert werden.
Muss ein dysplastischer Nävus immer entfernt werden?
Nein. Viele atypische Muttermale können kontrolliert werden. Eine Entfernung ist sinnvoll, wenn sich der Befund verändert oder dermatoskopisch unklar ist.
Woran erkennt man, ob ein Muttermal gefährlich ist?
Warnzeichen sind Veränderungen in Form, Farbe, Größe, Begrenzung oder Beschwerden wie Juckreiz und Blutung. Die sichere Beurteilung erfolgt durch den Hautarzt.
Warum ist die Hautkrebsvorsorge hier so wichtig?
Weil dysplastische Nävi einem frühen Melanom ähnlich sehen können und Menschen mit vielen atypischen Muttermalen oft ein erhöhtes Hautkrebsrisiko haben.
Kann ein dysplastischer Nävus bösartig werden?
Einzelne atypische Pigmentmale können sich verändern. Deshalb sind Verlaufskontrollen und eine fachärztliche Beurteilung wichtig.
Ekzem
Akute und chronische Ekzeme klären wir in unserer Praxis umfassend ab – einschließlich Allergie-Diagnostik mit Epikutantest sowie Pilz- und berufsdermatologischer Mitbeurteilung.
Ein Ekzem ist eine entzündliche, nicht ansteckende Reaktion der Haut, die mit Rötung, Juckreiz, Trockenheit, Schuppung oder Nässen einhergehen kann. Der Begriff „Ekzem" beschreibt dabei kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine Gruppe entzündlicher Hauterkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen. Zu den häufigsten Formen gehören das atopische Ekzem (Neurodermitis), das allergische oder irritative Kontaktekzem sowie das seborrhoische Ekzem.
Ekzeme entstehen durch eine Störung der Hautbarriere und/oder durch eine überschießende Entzündungsreaktion der Haut. Je nach Ekzemform kommen unterschiedliche Ursachen infrage.
Mögliche Ursachen und Auslöser:
- Veranlagung zu trockener und empfindlicher Haut
- Neurodermitische Hautbarrierestörung
- Kontakt mit Reizstoffen wie Reinigungsmitteln oder Desinfektionsmitteln
- Kontaktallergien, zum Beispiel auf Duftstoffe, Nickel oder Konservierungsmittel
- Feuchtarbeit und berufliche Belastung der Hände
- Hautpilz oder bakterielle Superinfektionen als Verstärker
- Stress, Schwitzen oder klimatische Faktoren
- Neurodermitis oder familiäre Atopie
- Häufiges Händewaschen
- Pflege-, Reinigungs- oder Friseurberufe
- Kontakt zu Chemikalien oder Reizstoffen
- Kontaktallergien
- Trockene Haut
- Vorbestehende chronische Hauterkrankungen
Je nach Ekzemform und Stadium können die Beschwerden unterschiedlich ausgeprägt sein. Typische Symptome sind:
- Rötung der Haut
- Juckreiz
- Trockene, schuppige Haut
- Brennen oder Spannungsgefühl
- Nässen
- Krustenbildung
- Kleine Bläschen
- Hautverdickung bei chronischen Verläufen
- Schmerzende Einrisse bei stark trockener Haut
Die Lokalisation hängt stark von der jeweiligen Ekzemform ab. Häufig betroffen sind:
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Entscheidend ist, die Ekzemform korrekt einzuordnen und andere Erkrankungen wie Hautpilz, Psoriasis oder bakterielle Infektionen auszuschließen.
Je nach Befund können zusätzlich sinnvoll sein:
- Allergologische Testung, z. B. Epikutantest
- Pilzdiagnostik bei schuppenden oder randbetonten Herden
- Berufsdermatologische Abklärung bei chronischen Handekzemen
- Gezielte Anamnese zu Pflegeprodukten, Beruf, Medikamenten und Auslösern
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, der Lokalisation und dem Schweregrad. Ziel ist es, die Entzündung zu beruhigen, den Juckreiz zu lindern und die Hautbarriere langfristig zu stabilisieren.
Mögliche Therapiebausteine:
- Rückfettende und barrierestärkende Hautpflege
- Entzündungshemmende Cremes oder Salben
- Vermeidung von Reizstoffen und bekannten Triggern
- Behandlung einer Kontaktallergie oder begleitenden Infektion
- Hautschutzmaßnahmen im beruflichen Alltag
- Individuelle Therapie bei chronischen oder wiederkehrenden Verläufen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei starkem oder dauerhaftem Juckreiz
- Wenn die Haut nässt, verkrustet oder schmerzhaft einreißt
- Bei wiederkehrenden Schüben
- Wenn Cremes aus der Apotheke nicht helfen
- Wenn Hände, Gesicht oder Augenlider betroffen sind
- Bei Verdacht auf eine beruflich bedingte Hauterkrankung
Ist ein Ekzem ansteckend?
Nein. Ein Ekzem ist nicht ansteckend.
Was ist der Unterschied zwischen Ekzem und Hautpilz?
Ein Ekzem ist eine entzündliche Hauterkrankung, Hautpilz eine Infektion. Beide können ähnlich aussehen, weshalb die richtige Diagnose wichtig ist.
Kann Stress ein Ekzem verschlechtern?
Ja. Stress kann bei vielen Patienten Schübe verstärken.
Muss hinter jedem Ekzem eine Allergie stecken?
Nein. Es gibt viele Ekzemformen, und nicht jede ist allergisch bedingt.
Warum kommt ein Ekzem immer wieder?
Oft bleibt die Hautbarriere empfindlich oder es bestehen wiederkehrende Auslöser wie Reizstoffe, Allergene oder Feuchtarbeit.
Epheliden Sommersprossen
Epheliden, umgangssprachlich Sommersprossen, sind kleine, hell- bis mittelbraune Pigmentflecken der Haut. Sie sind gutartig und treten vor allem bei hellen Hauttypen auf. Typisch ist, dass sie sich unter Sonneneinstrahlung verstärken und in den sonnenarmen Monaten wieder blasser werden.
Sommersprossen entstehen durch eine genetisch bedingte erhöhte Pigmentbildung in der Haut. Im Gegensatz zu Muttermalen liegt keine Vermehrung der Pigmentzellen vor, sondern eine gesteigerte Melaninproduktion in einzelnen Hautarealen. UV-Strahlung verstärkt diese Pigmentbildung deutlich.
- Heller Hauttyp
- Rote oder blonde Haare
- Familiäre Veranlagung
- UV-Exposition
- Häufige Sonnenbelastung im Kindes- und Jugendalter
Typisch sind:
- Kleine, flache, hellbraune bis mittelbraune Flecken
- Meist mehrere gleichzeitig
- Deutlich sichtbarer im Sommer
- Rückbildung oder Aufhellung im Winter
- Keine Schmerzen oder Beschwerden
Die Diagnose erfolgt in der Regel klinisch durch die dermatologische Untersuchung. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Pigmentveränderungen wie Altersflecken, Lentigines, Muttermalen oder in seltenen Fällen auffälligen pigmentierten Hautveränderungen.
Sommersprossen sind gutartig und müssen medizinisch nicht behandelt werden. Häufig steht eher der kosmetische Aspekt im Vordergrund.
Mögliche Maßnahmen:
Wichtig: Da Sommersprossen Ausdruck einer UV-empfindlichen Haut sind, sollte der Fokus vor allem auf Sonnenschutz und Hautkrebsvorsorge liegen.
- Konsequenter Sonnenschutz
- Pigmentregulierende Hautpflege
- Aufhellende topische Präparate in ausgewählten Fällen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn einzelne Pigmentflecken deutlich dunkler, größer oder unregelmäßig werden
- Bei Unsicherheit, ob es sich wirklich nur um Sommersprossen handelt
- Bei vielen Pigmentflecken und sehr heller, sonnenempfindlicher Haut
- Wenn zusätzliche auffällige Muttermale vorhanden sind
Sind Sommersprossen gefährlich?
Nein. Sommersprossen sind gutartig.
Warum werden Sommersprossen im Sommer dunkler?
UV-Strahlung regt die Melaninproduktion an und macht die Flecken dadurch sichtbarer.
Können Sommersprossen zu Hautkrebs werden?
Nein. Sie sind selbst nicht bösartig, zeigen aber häufig einen hellen, UV-empfindlichen Hauttyp an.
Was ist der Unterschied zwischen Sommersprossen und Altersflecken?
Sommersprossen entstehen meist schon in jungen Jahren und verändern sich mit der Sonne. Altersflecken entwickeln sich eher später durch chronische UV-Schäden.
Erysipel Wundrose
Unklare, schmerzhafte Hautrötungen an Bein oder Gesicht klären wir in unserer Praxis ab – und behandeln begleitende Eintrittspforten wie Fußpilz mit, um Rückfälle zu vermeiden.
Das Erysipel, umgangssprachlich auch Wundrose, ist eine akute bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und der oberflächlichen Lymphbahnen. Typisch ist eine plötzlich auftretende, scharf begrenzte, überwärmte und schmerzhafte Rötung der Haut, häufig begleitet von Fieber und einem deutlichen Krankheitsgefühl. Das Erysipel ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die zeitnah ärztlich behandelt werden sollte.
Auslöser sind meist Streptokokken, seltener andere Bakterien. Die Erreger dringen über kleine Verletzungen oder vorgeschädigte Haut in die Haut ein. Häufig reichen schon winzige Eintrittspforten, die im Alltag kaum bemerkt werden.
Typische Eintrittspforten sind:
- Kleine Risse zwischen den Zehen
- Fußpilz
- Schürfwunden oder Kratzer
- Insektenstiche
- Ekzeme
- Chronische Hautschäden
- Wunden nach Operationen oder Verletzungen
- Fußpilz oder andere Pilzinfektionen
- Lymphstau oder Lymphödem
- Chronische Venenschwäche
- Diabetes mellitus
- Übergewicht
- Chronische Wunden
- Ekzeme oder gestörte Hautbarriere
- Immunschwäche
Typisch sind:
In manchen Fällen können zusätzlich auftreten:
- Plötzlich auftretende, scharf begrenzte Rötung
- Überwärmung der betroffenen Haut
- Schwellung
- Druck- oder Berührungsschmerz
- Spannungsgefühl
- Fieber
- Schüttelfrost
- Deutliches Krankheitsgefühl
- Streifenförmige Rötungen entlang von Lymphbahnen
- Blasenbildung
- Lymphknotenschwellung
- Wiederkehrende Schübe an derselben Körperstelle
Am häufigsten betroffen sind:
Seltener:
Die Diagnose erfolgt in erster Linie durch die klinische Untersuchung. Das typische Erscheinungsbild mit scharf begrenzter, schmerzhafter Rötung und Allgemeinsymptomen ist häufig wegweisend.
Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen, zum Beispiel:
Je nach Verlauf können zusätzlich sinnvoll sein:
- Thrombose
- Stauungsekzem
- Kontaktdermatitis
- Borreliose / Wanderröte
- anderen bakteriellen Hautinfektionen
- Blutuntersuchungen
- Abklärung möglicher Eintrittspforten, z. B. Fußpilz
- Beurteilung begleitender Lymph- oder Venenerkrankungen
Ein Erysipel muss frühzeitig antibiotisch behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Zusätzlich ist es wichtig, die Eintrittspforte zu finden und mitzubehandeln, damit es nicht zu Rückfällen kommt.
Zur Behandlung gehören je nach Situation:
- Antibiotikatherapie
- Schonung und Hochlagerung
- Schmerz- und Entzündungsbehandlung
- Behandlung von Fußpilz, Ekzemen oder chronischen Wunden als Eintrittspforte
- Hautpflege und Rückfallprophylaxe bei wiederkehrenden Erysipelen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei plötzlich auftretender schmerzhafter Hautrötung
- Bei Fieber in Kombination mit einer entzündeten Hautstelle
- Wenn eine Rötung am Bein oder Gesicht schnell zunimmt
- Bei wiederkehrenden Entzündungen an derselben Körperstelle
- Wenn zusätzlich Fußpilz, Hautrisse oder chronische Hautprobleme bestehen
Ist eine Wundrose ansteckend?
Direkt im Alltag meist nicht in dem Sinne, dass man sich „einfach so" ansteckt. Entscheidend ist vielmehr, ob Bakterien über eine Eintrittspforte in die Haut gelangen.
Ist ein Erysipel dasselbe wie eine Thrombose?
Nein. Beide können mit Schwellung und Rötung einhergehen, sind aber unterschiedliche Erkrankungen. Die Unterscheidung ist wichtig.
Warum kommt eine Wundrose immer wieder?
Häufig bestehen bleibende Risikofaktoren wie Fußpilz, Lymphstau, chronische Hautschäden oder kleine Risse in der Haut.
Kann Fußpilz wirklich eine Wundrose auslösen?
Ja. Gerade kleine Risse zwischen den Zehen sind eine sehr häufige Eintrittspforte für Bakterien.
Muss ich mit einer Wundrose ins Krankenhaus?
Nicht immer. Das hängt von Ausdehnung, Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen und Schweregrad ab.
Erythema migrans Wanderröte
Eine Wanderröte nach Zeckenstich klären wir in unserer Praxis kurzfristig ab und leiten bei Bedarf zügig die Behandlung ein.
Das Erythema migrans, umgangssprachlich Wanderröte, ist die typische frühe Hautmanifestation einer Borreliose nach einem Zeckenstich. Es handelt sich um eine sich ausbreitende Rötung der Haut, die meist Tage bis Wochen nach dem Stich auftritt und ein wichtiges Warnsignal für eine Infektion mit Borrelien sein kann.
Ursache ist eine Infektion mit Borrelia-Bakterien, die durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen werden können. Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Borreliose, und nicht jede Zecke ist infiziert. Entwickelt sich jedoch eine typische Wanderröte, sollte zeitnah eine ärztliche Behandlung erfolgen.
- Aufenthalt in Wäldern, Wiesen oder hohem Gras
- Gartenarbeit
- Wandern, Joggen oder Spielen im Freien
- Zeckenstich in Borreliose-Risikogebieten
- Fehlende oder verspätete Zeckenkontrolle nach Outdoor-Aktivitäten
Typisch ist:
Zusätzlich können auftreten:
- Ringförmige oder flächige Rötung um die Einstichstelle
- Langsame Ausbreitung über Tage
- Oft zentrale Aufhellung, aber nicht immer
- Meist wenig Schmerzen
- Gelegentlich Wärmegefühl oder leichtes Brennen
- Müdigkeit
- Kopf- oder Gliederschmerzen
- Krankheitsgefühl
- Leichtes Fieber
Die Wanderröte entsteht an der Stelle des Zeckenstichs oder in deren Umgebung, häufig an:
Die Diagnose wird bei typischer Wanderröte klinisch gestellt. Das bedeutet: Wenn das Hautbild und die Vorgeschichte zu einem Zeckenstich passen, ist häufig keine Blutuntersuchung notwendig, um die Behandlung einzuleiten.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Lokalen Hautreaktionen nach Insektenstichen
- Allergischen Reaktionen
- Ringförmigen Pilzinfektionen
- Anderen entzündlichen Hautveränderungen
Eine Wanderröte sollte frühzeitig antibiotisch behandelt werden, um eine weitere Ausbreitung der Borreliose zu verhindern. Die genaue Wahl des Antibiotikums und die Behandlungsdauer richten sich nach Alter, Begleiterkrankungen und individueller Situation.
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei ringförmiger oder sich ausbreitender Rötung nach Zeckenstich
- Wenn die Rötung größer wird statt zu verschwinden
- Bei zusätzlichem Krankheitsgefühl, Kopf- oder Gliederschmerzen
- Wenn unklar ist, ob es sich um eine normale Reaktion oder um eine Wanderröte handelt
Wie schnell tritt eine Wanderröte nach einem Zeckenstich auf?
Meist einige Tage bis wenige Wochen nach dem Stich.
Ist jede Rötung nach einem Zeckenstich eine Borreliose?
Nein. Kleine lokale Rötungen direkt nach dem Stich sind häufig nur Reizreaktionen. Verdächtig ist vor allem eine sich ausbreitende, größer werdende Rötung.
Muss eine Blutuntersuchung gemacht werden?
Nicht zwingend. Bei typischer Wanderröte wird die Diagnose oft klinisch gestellt.
Kann die Wanderröte von alleine verschwinden?
Sie kann im Verlauf verblassen, trotzdem kann eine Borreliose vorliegen und behandelt werden müssen.
Ist Borreliose ansteckend?
Nein, nicht von Mensch zu Mensch.
Erythrasma
Hartnäckige rötlich-braune Veränderungen in Hautfalten grenzen wir in unserer Praxis vom Hautpilz ab – bei Bedarf mit PCR-Pilzdiagnostik – und behandeln begünstigende Faktoren mit.
Das Erythrasma ist eine oberflächliche bakterielle Hautinfektion, die vor allem in Hautfalten auftritt. Typisch sind bräunlich-rötliche, fein schuppende Areale, die häufig mit einem Pilz verwechselt werden. Verursacht wird das Erythrasma meist durch das Bakterium Corynebacterium minutissimum. Besonders häufig betroffen sind Erwachsene mit vermehrtem Schwitzen, Übergewicht oder Diabetes mellitus.
Die Erkrankung wird durch eine Vermehrung von Corynebakterien in einem feucht-warmen Hautmilieu begünstigt. Hautfalten, Schwitzen und Reibung schaffen ideale Bedingungen für die Entstehung.
- Starkes Schwitzen
- Übergewicht
- Diabetes mellitus
- Enge, luftundurchlässige Kleidung
- Feucht-warmes Klima
- Unzureichende Belüftung von Hautfalten
- Geschwächte Hautbarriere
Typisch sind:
Im Gegensatz zu vielen Pilzinfektionen fehlen oft die deutlich randbetonten ringförmigen Veränderungen.
- Bräunlich-rötliche Hautverfärbungen
- Fein schuppende Areale
- Meist scharf begrenzte Herde
- Oft nur leichter oder gar kein Juckreiz
- Gelegentlich Brennen oder Reibungsgefühl
- Chronischer, langsam zunehmender Verlauf
Besonders häufig betroffen sind:
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Das Erythrasma wird häufig mit Hautpilz oder einem Intertrigo verwechselt, weshalb die genaue Abklärung wichtig ist.
Hilfreich können sein:
Ein klassischer dermatologischer Hinweis ist das korallenrote Leuchten unter der Wood-Lampe, wenn diese Untersuchung verfügbar ist.
- Klinische Untersuchung
- Beurteilung typischer Hautfaltenbefunde
- Abgrenzung zu Pilzinfektionen
- Bei Bedarf ergänzende mikrobiologische oder mykologische Diagnostik
Die Behandlung richtet sich nach Ausdehnung und Lokalisation. Wichtig ist nicht nur die Beseitigung der Bakterien, sondern auch die Reduktion begünstigender Faktoren wie Feuchtigkeit und Reibung.
Mögliche Maßnahmen:
- Antibakterielle Cremes oder Lösungen
- Sorgfältige Trocknung und Hautpflege in den Hautfalten
- Behandlung von gleichzeitig bestehendem Pilzbefall, wenn vorhanden
- Reduktion von Schwitzen und Reibung
- Mitbehandlung begünstigender Faktoren wie Diabetes oder Adipositas
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei hartnäckigen rötlich-braunen Hautveränderungen in Hautfalten
- Wenn eine vermeintliche Pilzbehandlung nicht hilft
- Bei wiederkehrenden Hautreizungen in Leisten, Achseln oder unter der Brust
- Bei gleichzeitiger Schuppung, Brennen oder unangenehmem Geruch
- Wenn zusätzlich Diabetes oder starkes Schwitzen bestehen
Ist Erythrasma ein Hautpilz?
Nein. Es handelt sich um eine bakterielle Hautinfektion, die jedoch leicht mit Hautpilz verwechselt werden kann.
Ist Erythrasma ansteckend?
Die Erkrankung ist nicht hoch ansteckend wie klassische Infektionen, wird aber durch Hautkontakt, Feuchtigkeit und Hautfaltenmilieu begünstigt.
Warum kommt Erythrasma immer wieder?
Wenn Schwitzen, Reibung, Übergewicht, Diabetes oder eine gestörte Hautbarriere bestehen bleiben, kann die Erkrankung erneut auftreten.
Kann Erythrasma jucken?
Ja, aber häufig ist der Juckreiz nur leicht oder fehlt ganz.
Warum ist die Abgrenzung zu Hautpilz so wichtig?
Weil sich die Behandlung unterscheidet. Nicht jede Hautveränderung in der Leiste oder Achsel ist automatisch ein Pilz.
Farbpigmente Tattoo-Farbe in der Haut
Bei der Entfernung von Tätowierungen richten sich unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt nach Farbe, Tiefe und Hauttyp und planen die Behandlung individuell.
Farbpigmente sind die farbgebenden Teilchen einer Tätowierung. Beim Tätowieren werden sie mit feinen Nadeln in die zweite Hautschicht (Dermis) eingebracht. Weil die Pigmentteilchen zu groß sind, um vom Körper abtransportiert zu werden, bleibt ein Tattoo dauerhaft sichtbar – die dünne Oberhaut lässt die Farbe durchscheinen.
Die Farbpigmente liegen in der Lederhaut, die sich – anders als die Oberhaut – kaum erneuert. Die körpereigenen Fresszellen (Makrophagen) nehmen die Pigmente zwar auf, können die großen Teilchen aber nicht abtransportieren. Dadurch bleibt das Tattoo an Ort und Stelle.
- Jede Farbe nimmt bevorzugt eine bestimmte Wellenlänge auf
- Für unterschiedliche Farben werden daher unterschiedliche Lasereinstellungen benötigt
- Manche Farben (z. B. helle, gelbe oder grüne Töne) sind schwieriger zu behandeln
Sehr kurze, energiereiche Laserimpulse werden von den Pigmenten aufgenommen und zerlegen sie in kleinste Teilchen. Diese sind nun klein genug, dass die Fresszellen des Immunsystems sie aufnehmen und über das Lymphsystem abtransportieren können. Deshalb verblasst ein Tattoo schrittweise über mehrere Sitzungen.
Warum bleibt ein Tattoo dauerhaft?
Weil die Farbpigmente zu groß sind, um abtransportiert zu werden, und in der sich kaum erneuernden Lederhaut liegen.
Warum sind mehrere Sitzungen nötig?
Der Körper baut die zerkleinerten Pigmente nach und nach über das Lymphsystem ab – das benötigt Zeit und mehrere Behandlungen.
Sind alle Farben gleich gut entfernbar?
Nein. Dunkle Farben lassen sich meist besser behandeln als helle; die Wellenlänge muss zur Farbe passen.
Feldkanzerisierung
Bei flächigen Sonnenschäden mit mehreren aktinischen Keratosen setzen wir feldgerichtete Verfahren ein – unter anderem die photodynamische Therapie (PDT). Zur Wirkstoffaufnahme nutzen wir dabei die laserassistierte Medikamentenapplikation (LADD): Ein fraktionierter Laser erzeugt feine Mikrokanäle, über die der Wirkstoff besser in die Haut eindringen kann.
Der Begriff Feldkanzerisierung beschreibt ein Hautareal, in dem mehrere aktinische Keratosen zusammen mit sichtbaren UV-bedingten Hautschäden auftreten. Dabei ist nicht nur eine einzelne Stelle, sondern ein ganzes „Feld" chronisch sonnengeschädigter Haut verändert – auch Zellen, die noch nicht sichtbar erkrankt sind.
Ursache ist eine langjährige, sich summierende UV-Belastung. Sie schädigt großflächig die Zellen eines Hautareals, sodass dort wiederholt neue aktinische Keratosen entstehen können.
- Heller Hauttyp
- Höheres Lebensalter
- Langjährige oder berufliche UV-Belastung (Außenberufe)
- Solariumnutzung
- Immunsuppression (z. B. nach Organtransplantation)
- Mehrere raue, schuppende Stellen in einem Areal
- Rötungen und Verhornungen
- Trockene, „sandpapierartige" Haut
- Empfindlichkeit im betroffenen Feld
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung und Dermatoskopie. Bei unklaren oder therapieresistenten Stellen kann eine Gewebeprobe sinnvoll sein.
Bei Feldkanzerisierung werden bevorzugt feldgerichtete Verfahren eingesetzt, die das gesamte betroffene Areal behandeln:
- Photodynamische Therapie (PDT)
- Laserassistierte PDT (LADD)
- Feldgerichtete Cremetherapie
- Kryotherapie (Vereisung)
- Ablative Verfahren (z. B. Laser, Kürettage)
- Kombination aus feld- und läsionsgerichteter Therapie
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
Bei mehreren rauen, nicht abheilenden oder wiederkehrenden Hautstellen in einem sonnengeschädigten Areal sollte eine dermatologische Abklärung erfolgen.
Ist Feldkanzerisierung Hautkrebs?
Nein. Es handelt sich um ein Areal mit Hautkrebsvorstufen und UV-Schäden. Einzelne Stellen können sich unbehandelt jedoch zu Hautkrebs entwickeln.
Warum wird das ganze Feld behandelt?
Weil neben den sichtbaren Stellen auch benachbarte, noch nicht sichtbar veränderte Zellen betroffen sein können.
Kann Feldkanzerisierung wiederkommen?
Ja. Da die Haut großflächig vorgeschädigt ist, können neue aktinische Keratosen entstehen. Kontrollen und UV-Schutz sind wichtig.
Welche Behandlung ist die richtige?
Das hängt von Ausdehnung, Lokalisation und individuellen Faktoren ab und wird ärztlich besprochen.
Fibrom Stielwarze / weiches Fibrom
Störende oder gereizte Fibrome (Stielwarzen) tragen wir in unserer Praxis bei Bedarf schonend ab – je nach Befund mit dem ablativen Laser.
Ein Fibrom ist eine gutartige Bindegewebsvermehrung der Haut. Im Alltag sind meist die weichen Fibrome gemeint, die umgangssprachlich häufig als Stielwarzen bezeichnet werden. Typisch sind kleine, hautfarbene bis bräunliche, weich-elastische Hautanhängsel, die oft an Stellen entstehen, an denen Haut auf Haut reibt. Fibrome sind harmlos, werden aber häufig als kosmetisch störend empfunden oder durch Reibung irritiert.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich spielen genetische Veranlagung, mechanische Reibung und individuelle Bindegewebsreaktionen eine Rolle. Weiche Fibrome treten häufig mit zunehmendem Alter auf und werden bei manchen Menschen durch Haut-auf-Haut-Reibung oder Übergewicht begünstigt.
- Familiäre Veranlagung
- Reibung in Hautfalten
- Übergewicht
- Zunehmendes Lebensalter
- Hormonelle Einflüsse
- Stoffwechselstörungen als möglicher Begleitfaktor
Typisch sind:
- Kleine hautfarbene, bräunliche oder leicht dunklere Hautanhängsel
- Weiche, gestielte Hautveränderungen
- Langsames Wachstum
- Meist keine Schmerzen
- Gelegentlich Reizung, Juckreiz oder Blutung durch Reibung
- Kosmetische Beeinträchtigung
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische dermatologische Untersuchung. In den allermeisten Fällen ist das Erscheinungsbild typisch. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen gutartigen Hautveränderungen, seltener auch zu pigmentierten oder unklaren Hauttumoren.
Fibrome müssen medizinisch in der Regel nicht entfernt werden. Eine Behandlung kann jedoch sinnvoll sein, wenn die Hautveränderungen als störend empfunden werden, sich entzünden oder immer wieder an Kleidung, Schmuck oder Rasur hängen bleiben.
Mögliche Behandlungsverfahren:
- Abtragung mit dem ablativen Laser
- Kürettage / Abtragung
- Elektrochirurgische Entfernung
- Operative Entfernung bei unklaren oder größeren Befunden
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn eine vermeintliche Stielwarze neu auftritt und unklar ist
- Wenn sie wiederholt blutet, schmerzt oder sich entzündet
- Wenn die Veränderung dunkel wird, rasch wächst oder unregelmäßig aussieht
- Wenn mehrere störende Hautanhängsel entfernt werden sollen
- Bei Unsicherheit, ob es sich wirklich um ein Fibrom handelt
Sind Fibrome ansteckend?
Nein. Fibrome sind gutartige Bindegewebsvermehrungen und nicht ansteckend.
Ist eine Stielwarze dasselbe wie eine echte Warze?
Nein. Stielwarzen bzw. weiche Fibrome werden nicht durch Viren verursacht und sind daher keine klassischen Viruswarzen.
Kann man Fibrome lasern?
Ja. Gerade kleinere weiche Fibrome lassen sich häufig sehr gut mit einem ablativen Laser abtragen.
Warum entstehen Fibrome vor allem am Hals oder in den Achseln?
Dort kommt es häufig zu Reibung und Hautkontakt, was die Entstehung begünstigen kann.
Müssen Fibrome feingeweblich untersucht werden?
Nicht immer. Bei untypischen, dunklen oder unklaren Befunden kann eine histologische Untersuchung sinnvoll sein.
Fitzpatrick-Hauttyp Hauttyp-Klassifikation I–VI
Vor Laser- und Lichtbehandlungen bestimmen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt den Hauttyp, um Verfahren und Einstellungen individuell anzupassen.
Der Fitzpatrick-Hauttyp ist eine weltweit verbreitete Einteilung der Haut in sechs Typen (I bis VI). Sie wurde 1975 vom Dermatologen Thomas Fitzpatrick entwickelt und beschreibt, wie die Haut auf Sonnenlicht reagiert – also wie leicht sie verbrennt und wie stark sie bräunt. Der Hauttyp ist unter anderem für die Planung von Laser- und Lichtbehandlungen von Bedeutung.
- Typ I – sehr helle Haut, verbrennt immer, bräunt nie
- Typ II – helle Haut, verbrennt leicht, bräunt kaum
- Typ III – mittlere Haut, verbrennt mäßig, bräunt langsam
- Typ IV – olivfarbene Haut, verbrennt selten, bräunt gut
- Typ V – dunkle Haut, verbrennt sehr selten, bräunt stark
- Typ VI – sehr dunkle Haut, verbrennt praktisch nie
Höhere Hauttypen enthalten mehr Melanin und haben ein höheres Risiko für Pigmentverschiebungen nach Laser- oder Lichtbehandlungen. Wellenlänge, Energie und Verfahren werden daher an den Hauttyp angepasst. Für dunklere Haut eignen sich zum Beispiel Wellenlängen, die weniger von Melanin aufgenommen werden – etwa der Nd:YAG-Laser mit 1064 nm.
Wie bestimmt man den Hauttyp?
Anhand der Reaktion auf Sonnenlicht – also wie leicht die Haut verbrennt und wie stark sie bräunt.
Warum ist der Hauttyp bei Laserbehandlungen wichtig?
Er beeinflusst das Risiko für Nebenwirkungen und die Wahl der geeigneten Laserparameter.
Kann jeder Hauttyp gelasert werden?
Viele Hauttypen können behandelt werden, jedoch mit angepassten Parametern und nach individueller Einschätzung.
Follikulitis
Wiederkehrende Entzündungen im Bart-, Achsel- oder Intimbereich klären wir in unserer Praxis ab und grenzen sie von Akne, Furunkel oder Pilzinfektionen ab.
Eine Follikulitis ist eine Entzündung eines oder mehrerer Haarfollikel. Betroffen sind also die kleinen Strukturen in der Haut, aus denen die Haare wachsen. Typisch sind gerötete, entzündliche Papeln oder Pusteln rund um ein Haar. Die Follikulitis ist häufig, kann akut oder wiederkehrend auftreten und betrifft oft rasierte, behaarte oder stark schwitzende Hautareale.
Die Entzündung wird meist durch Bakterien, vor allem Staphylococcus aureus, ausgelöst. Daneben können auch Pilze, Reibung, Rasur, Schweiß, okklusive Kleidung oder bestimmte Hautpflegeprodukte eine Rolle spielen. In manchen Fällen entsteht eine Follikulitis auch als Reaktion auf eingewachsene Haare.
- Rasur, insbesondere im Bart- oder Intimbereich
- Starkes Schwitzen
- Enge oder scheuernde Kleidung
- Okklusive Pflegeprodukte oder fetthaltige Salben
- Diabetes mellitus
- Immunschwäche
- Adipositas
- Häufige Reibung in Hautfalten
Typisch sind:
- Kleine rote Papeln oder Pusteln um ein Haar herum
- Druckschmerz oder Brennen
- Juckreiz
- Eingewachsene Haare
- Wiederkehrende Entzündungen
- Gelegentlich Übergang in tiefere Entzündungen wie Furunkel
Die Diagnose erfolgt meist klinisch durch die dermatologische Untersuchung. Bei wiederkehrenden, besonders ausgeprägten oder therapieresistenten Verläufen kann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein, z. B. zur Abgrenzung gegenüber Pilzinfektionen, Akne inversa oder anderen entzündlichen Hauterkrankungen.
Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Ausprägung und Lokalisation. Ziel ist es, die Entzündung zu beruhigen und auslösende Faktoren zu reduzieren.
Mögliche Therapiebausteine:
- Antiseptische Waschlösungen
- Lokaltherapie mit entzündungshemmenden oder antibiotischen Präparaten
- Optimierung von Rasur, Hautpflege und Kleidung
- Behandlung möglicher Pilzinfektionen oder eingewachsener Haare
- Antibiotische Therapie bei ausgeprägteren bakteriellen Verläufen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei wiederkehrenden oder schmerzhaften Entzündungen
- Wenn sich die Entzündung ausbreitet
- Bei größeren, tiefen Knoten oder Furunkeln
- Wenn Rasur und Pflegeanpassung keine Besserung bringen
- Bei Narbenbildung oder häufigen Rückfällen
Ist Follikulitis ansteckend?
Nicht im klassischen Sinn wie eine hoch ansteckende Infektion. Bei bakterieller Beteiligung können Keime jedoch auf der Haut vorhanden sein und unter ungünstigen Bedingungen weitere Entzündungen begünstigen.
Kann Rasieren eine Follikulitis auslösen?
Ja. Rasur ist ein sehr häufiger Auslöser, besonders bei empfindlicher Haut, eingewachsenen Haaren oder ungünstiger Rasurtechnik.
Ist Follikulitis dasselbe wie Akne?
Nein. Beide können pustelartige Hautveränderungen machen, haben aber unterschiedliche Ursachen und Behandlungsansätze.
Wann wird aus einer Follikulitis ein Furunkel?
Wenn sich die Entzündung tiefer in den Haarfollikel und das umliegende Gewebe ausbreitet, kann ein schmerzhafter Furunkel entstehen.
Kann auch ein Pilz dahinterstecken?
Ja. In bestimmten Fällen kommen auch Pilze oder Hefen als Auslöser in Betracht.
Fraktionierte Lasertherapie fraktionierte Photothermolyse
Ob eine fraktionierte Laserbehandlung im Einzelfall sinnvoll ist, beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt nach Untersuchung und Aufklärung.
Bei der fraktionierten Lasertherapie wird die Haut nicht flächig, sondern in vielen winzigen, dicht nebeneinander liegenden Behandlungspunkten behandelt. Zwischen diesen Mikrozonen bleibt gesunde Haut stehen. Dadurch kann sich die Haut in der Regel schneller erholen als bei einer vollflächigen Behandlung. Das Prinzip wurde 2004 als fraktionierte Photothermolyse beschrieben.
Der Laser erzeugt viele mikroskopisch kleine Behandlungszonen, während das Gewebe dazwischen unbehandelt bleibt. Diese intakten Bereiche unterstützen die Regeneration und regen die Neubildung von Kollagen an. Weil nur ein Bruchteil der Hautfläche direkt behandelt wird, ist die Ausfallzeit meist kürzer als bei einer vollflächigen Abtragung.
- Ablativ (z. B. CO₂- oder Er:YAG-Laser) – trägt Gewebe in den Mikrozonen ab; oft deutlicherer Effekt, dafür längere Abheilung
- Nicht-ablativ – erwärmt tiefere Hautschichten und lässt die Oberfläche weitgehend intakt; sanfter, dafür häufig mehrere Sitzungen
Häufig sind mehrere Sitzungen sinnvoll. Nach der Behandlung sind je nach Verfahren Rötung und leichte Schwellung möglich, die unterschiedlich lange anhalten können. Konsequenter Sonnenschutz ist in der Heilungsphase besonders wichtig.
Was heißt „fraktioniert“?
Dass nur ein Bruchteil der Hautfläche in vielen kleinen Punkten direkt behandelt wird, während die Haut dazwischen intakt bleibt.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Das ist individuell verschieden; häufig sind mehrere Sitzungen sinnvoll.
Wie lange ist die Ausfallzeit?
In der Regel kürzer als bei einer vollflächigen Behandlung – abhängig vom gewählten Verfahren.
Furunkel
Schmerzhafte entzündliche Hautknoten beurteilen wir in unserer Praxis und grenzen ein Furunkel von Atherom oder Akne inversa ab; bei wiederkehrenden Furunkeln suchen wir nach begünstigenden Ursachen.
Ein Furunkel ist eine tiefe, schmerzhafte bakterielle Entzündung eines Haarfollikels und des umliegenden Gewebes. Im Gegensatz zur oberflächlichen Follikulitis reicht die Entzündung tiefer in die Haut und führt häufig zu einem druckschmerzhaften, geröteten Knoten mit Eiterbildung. Mehrere zusammenfließende Furunkel werden als Karbunkel bezeichnet.
Auslöser sind meist Staphylokokken, insbesondere Staphylococcus aureus. Die Bakterien gelangen über kleine Verletzungen, Reibung oder eine vorgeschädigte Hautbarriere in den Haarfollikel und lösen dort eine tiefe Entzündung aus.
- Rasur und kleine Hautverletzungen
- Starkes Schwitzen
- Reibung und okklusive Kleidung
- Diabetes mellitus
- Übergewicht
- Immunschwäche
- Wiederkehrende bakterielle Besiedlung der Haut
- Vorbestehende Follikulitis
Typisch sind:
- Schmerzhafter, geröteter Knoten
- Spannungsgefühl
- Druckschmerz
- Eiteransammlung
- Zunehmende Schwellung
- Überwärmung
- In ausgeprägten Fällen Fieber oder Krankheitsgefühl
Die Diagnose erfolgt in der Regel klinisch. Bei wiederkehrenden oder besonders ausgeprägten Entzündungen kann eine weiterführende Abklärung sinnvoll sein, z. B. hinsichtlich Diabetes, bakterieller Besiedlung oder anderer begünstigender Faktoren.
Die Behandlung richtet sich nach Größe, Lokalisation und Schweregrad. Kleine Furunkel können in frühen Stadien konservativ behandelt werden, größere oder schmerzhafte Befunde müssen ärztlich beurteilt werden.
Mögliche Therapiebausteine:
- Antiseptische Maßnahmen
- Zugsalben oder lokal entzündungshemmende Maßnahmen in geeigneten Fällen
- Antibiotische Therapie bei ausgeprägten Verläufen
- Ärztliche Entlastung / Eröffnung bei reifen Furunkeln
- Behandlung begünstigender Faktoren wie Rasur, Follikulitis oder Diabetes
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei starken Schmerzen oder rascher Größenzunahme
- Wenn das Furunkel im Gesicht liegt
- Bei Fieber oder ausgeprägtem Krankheitsgefühl
- Bei wiederkehrenden Furunkeln
- Wenn mehrere Knoten gleichzeitig auftreten
- Wenn unklar ist, ob es sich um ein Furunkel, Atherom oder Akne inversa handelt
Darf man einen Furunkel ausdrücken?
Nein. Eigenes Manipulieren kann die Entzündung verschlimmern und die Infektion weiter in die Tiefe treiben.
Ist ein Furunkel dasselbe wie ein Pickel?
Nein. Ein Furunkel ist deutlich tiefer, schmerzhafter und meist bakteriell bedingt.
Wann wird ein Furunkel gefährlich?
Vor allem bei Furunkeln im Gesicht, bei Fieber, starker Ausbreitung oder wiederkehrenden Entzündungen sollte rasch ärztlich abgeklärt werden.
Warum bekomme ich immer wieder Furunkel?
Mögliche Gründe sind bakterielle Besiedlung, Rasur, Reibung, Diabetes, Übergewicht oder andere Hauterkrankungen.
Was ist der Unterschied zwischen Follikulitis und Furunkel?
Die Follikulitis ist oberflächlicher. Ein Furunkel ist eine tiefere, schmerzhafte Entzündung des Haarfollikels und des umliegenden Gewebes.
Fußpilz Tinea pedis
Bei unklarem oder wiederkehrendem Fußpilz sichern wir in unserer Praxis die Diagnose – auch mit PCR-Pilzdiagnostik – und beziehen die Nägel mit ein, da Fußpilz häufig der Ausgangspunkt für Nagelpilz ist.
Fußpilz, medizinisch Tinea pedis, ist eine häufige Pilzinfektion der Haut an den Füßen. Besonders oft betroffen sind die Zehenzwischenräume, aber auch Fußsohlen, Fußränder oder der gesamte Fuß können beteiligt sein. Fußpilz ist nicht nur lästig, sondern kann ohne Behandlung chronisch werden, sich auf andere Hautbereiche ausbreiten oder einen Nagelpilz begünstigen.
Verursacht wird Fußpilz meist durch Dermatophyten, also Fadenpilze, die Keratin in Haut und Nägeln befallen können. Die Ansteckung erfolgt häufig in feucht-warmen Umgebungen wie Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen oder Umkleiden, aber auch über gemeinsam benutzte Handtücher oder Schuhe.
- Schwimmbäder und Gemeinschaftsduschen
- Starkes Schwitzen an den Füßen
- Enge, wenig atmungsaktive Schuhe
- Feuchtes Milieu in Schuhen und Socken
- Diabetes mellitus
- Durchblutungsstörungen
- Immunschwäche
- Vorbestehender Nagelpilz oder andere Pilzinfektionen
Typisch sind:
Je nach Form können die Befunde sehr unterschiedlich aussehen: von feucht-mazerierten Zehenzwischenräumen bis zu trockenen, schuppenden Fußsohlen.
- Juckreiz zwischen den Zehen oder an der Fußsohle
- Weißlich aufgequollene Haut zwischen den Zehen
- Schuppung
- Brennen
- Einrisse und Rhagaden
- Gerötete, randbetonte oder trockene Areale
- Teilweise unangenehmer Geruch
Die Diagnose sollte nicht nur nach Blickbefund gestellt werden, da Fußpilz leicht mit Ekzemen, Psoriasis oder anderen Hauterkrankungen verwechselt werden kann. Eine dermatologische Abklärung ist besonders sinnvoll bei wiederkehrenden oder therapieresistenten Beschwerden.
Mögliche Diagnostik:
- Klinische Untersuchung
- Mikroskopischer Pilznachweis
- Pilzkultur
- Pilzdiagnostik mittels PCR bei unklaren oder hartnäckigen Fällen
Die Behandlung richtet sich nach Ausdehnung und Verlauf. Leichte Formen lassen sich oft lokal behandeln, während ausgeprägte oder wiederkehrende Verläufe eine intensivere Therapie erfordern können.
Mögliche Therapiebausteine:
- Antimykotische Cremes, Sprays oder Lösungen
- Sorgfältige Trocknung der Füße, besonders zwischen den Zehen
- Wechsel atmungsaktiver Socken und Schuhe
- Desinfektion oder Behandlung belasteter Schuhe
- Tablettentherapie in ausgewählten Fällen, z. B. bei sehr ausgeprägtem oder chronischem Befall
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn der Fußpilz immer wiederkommt
- Wenn auch die Nägel auffällig werden
- Wenn Cremes aus der Apotheke nicht helfen
- Bei schmerzhaften Einrissen oder Entzündungen
- Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Immunschwäche
- Wenn unklar ist, ob es wirklich ein Pilz ist
Ist Fußpilz ansteckend?
Ja. Fußpilz ist ansteckend und kann über Böden, Handtücher, Socken oder Schuhe übertragen werden.
Warum kommt Fußpilz immer wieder?
Häufig bleiben Risikofaktoren bestehen, z. B. feuchte Schuhe, unbehandelte Zehenzwischenräume oder gleichzeitig bestehender Nagelpilz.
Kann Fußpilz Nagelpilz verursachen?
Ja. Fußpilz ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Nagelpilz.
Reicht eine Creme aus der Apotheke?
Oft ja – aber nicht immer. Bei wiederkehrenden, unklaren oder großflächigen Befunden sollte die Diagnose dermatologisch gesichert werden.
Warum ist die Pilzdiagnostik sinnvoll?
Weil nicht jede Schuppung oder Rötung am Fuß tatsächlich ein Pilz ist. Eine gezielte Diagnostik verhindert Fehlbehandlungen.
Gürtelrose Herpes zoster
Eine Gürtelrose klären wir in unserer Praxis kurzfristig ab und leiten bei Bedarf rasch eine antivirale Therapie ein – besonders wichtig bei Befall im Gesicht oder in Augennähe.
Die Gürtelrose, medizinisch Herpes zoster, ist eine schmerzhafte Viruserkrankung der Haut und Nerven. Sie entsteht durch eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus, also desselben Virus, das zuvor Windpocken verursacht hat. Nach einer durchgemachten Windpockeninfektion verbleibt das Virus lebenslang in Nervenzellen und kann Jahre oder Jahrzehnte später erneut aktiv werden. Typisch sind einseitige, gruppierte Bläschen auf gerötetem Grund sowie häufig starke brennende oder stechende Schmerzen.
Ursache ist die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus. Das Risiko steigt, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder das Alter zunimmt. Die Reaktivierung erfolgt entlang eines Nerven und führt dadurch zu den typischen, streifenförmigen Hautveränderungen.
- Höheres Lebensalter
- Immunschwäche
- Starker körperlicher oder psychischer Stress
- Chronische Erkrankungen
- Tumorerkrankungen
- Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken
- Frühere Windpockeninfektion
Typische Beschwerden sind:
Oft beginnen die Schmerzen schon vor dem sichtbaren Hautausschlag.
- Brennende, stechende oder bohrende Schmerzen
- Berührungsempfindlichkeit der Haut
- Rötung und gruppierte Bläschen
- Einseitiger, streifenförmiger Ausschlag
- Juckreiz oder Kribbeln
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Gelegentlich Fieber oder Abgeschlagenheit
Die Gürtelrose tritt meist einseitig in einem begrenzten Hautareal auf. Häufig betroffen sind:
Besonders wichtig ist eine Gürtelrose im Gesichts- oder Augenbereich, da hier Komplikationen möglich sind.
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische dermatologische Untersuchung. Das typische Bild aus einseitigem, schmerzhaftem Bläschenausschlag ist oft wegweisend. In unklaren Fällen kann eine ergänzende Diagnostik sinnvoll sein, zum Beispiel bei atypischem Verlauf, Immunschwäche oder fehlender Bläschenbildung.
Eine Gürtelrose sollte möglichst frühzeitig behandelt werden. Je eher die Therapie beginnt, desto besser lassen sich Beschwerden, Krankheitsdauer und das Risiko von Komplikationen reduzieren.
Mögliche Therapiebausteine:
- Antivirale Medikamente
- Schmerztherapie
- Hautpflege und lokale Maßnahmen
- Behandlung bakterieller Superinfektionen, falls vorhanden
- Engmaschige Kontrolle bei Beteiligung von Gesicht, Auge oder Ohr
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei einseitigem schmerzhaftem Hautausschlag
- Bei Bläschen mit Brennen, Kribbeln oder Nervenschmerzen
- Bei Hautveränderungen im Gesicht oder in Augennähe
- Bei unklaren Hautschmerzen ohne erkennbare Ursache
- Bei Immunschwäche oder schweren Allgemeinsymptomen
Ist Gürtelrose ansteckend?
Nicht im Sinne einer direkten „Gürtelrose-Ansteckung". Das Virus kann jedoch auf Menschen übertragen werden, die noch keine Windpocken hatten – diese bekommen dann Windpocken, nicht Gürtelrose.
Muss Gürtelrose schnell behandelt werden?
Ja. Eine frühe Behandlung ist wichtig, um Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.
Kann Gürtelrose ohne Bläschen auftreten?
Selten ja. Dann kann die Diagnose schwieriger sein, insbesondere wenn vor allem Nervenschmerzen im Vordergrund stehen.
Warum ist Gürtelrose im Gesicht besonders problematisch?
Weil Augen, Ohr oder Gesichtsnerven betroffen sein können. Das kann zu ernsthaften Komplikationen führen.
Kann man Gürtelrose mehrfach bekommen?
Ja. Auch wenn sie oft nur einmal auftritt, sind erneute Episoden grundsätzlich möglich.
Hämangiom Blutschwämmchen
Störende Blutschwämmchen (Hämangiome) behandeln wir in unserer Praxis mit dem Gefäßlaser.
Hämangiome sind gutartige Gefäßneubildungen der Haut. Sie erscheinen als rote bis dunkelrote Gefäßknötchen und gehören zu den häufigsten Gefäßveränderungen der Haut.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Genetische Faktoren spielen vermutlich eine Rolle.
- Höheres Lebensalter
- Familiäre Veranlagung
- Hormonelle Einflüsse
- Rote Gefäßknötchen
- Langsames Wachstum
- Blutungsneigung nach Verletzungen
- Kosmetische Beeinträchtigung
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung.
Eine Behandlung ist medizinisch meist nicht erforderlich.
Bei kosmetischer Beeinträchtigung kommen infrage:
- Gefäßlaser
- Elektrochirurgie
- Operative Entfernung
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wiederkehrende Blutungen
- Schnelles Wachstum
- Unsicherheit bezüglich der Diagnose
Sind Hämangiome gefährlich?
Nein.
Können Hämangiome bluten?
Ja.
Kann man sie lasern?
Ja, häufig sehr gut behandelbar.
Sind mehrere Sitzungen notwendig?
Dies hängt von Größe und Anzahl der Hämangiome ab.
Hautalterung
Hautalterung betrachten wir nicht nur ästhetisch: Wir behandeln Altersflecken und störende Äderchen mit Laser bzw. IPL, kümmern uns um chronische Lichtschäden und Hautkrebsvorstufen – bei geeigneten Befunden auch mit PDT – und bieten die Hautkrebsvorsorge bei UV-geschädigter Haut.
Hautalterung beschreibt die natürlichen und umweltbedingten Veränderungen der Haut im Laufe des Lebens. Dazu gehören unter anderem Falten, Pigmentverschiebungen, Elastizitätsverlust, erweiterte Äderchen, trockene Haut und eine insgesamt dünner und empfindlicher werdende Hautstruktur. Dermatologisch wird zwischen intrinsischer Hautalterung (genetisch und hormonell bedingt) und extrinsischer Hautalterung unterschieden, die vor allem durch UV-Strahlung, Rauchen und Umweltfaktoren beschleunigt wird. Für viele Patientinnen und Patienten ist Hautalterung nicht nur ein ästhetisches Thema, sondern auch ein medizinisches, weil chronische Lichtschädigung das Risiko für Hautkrebsvorstufen und weißen Hautkrebs erhöht.
Die Hautalterung ist ein mehrstufiger Prozess. Ein Teil ist genetisch vorgegeben, ein wesentlicher Teil wird jedoch durch äußere Faktoren beeinflusst.
Wichtige Ursachen und Einflussfaktoren:
- Natürlicher Alterungsprozess der Haut
- Abnahme von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure
- UV-Strahlung / Sonnenlicht
- Chronische Lichtschädigung
- Rauchen
- Luftverschmutzung
- Hormonelle Veränderungen
- Schlafmangel, Stress und Lebensstilfaktoren
- Ungenügender Sonnenschutz
- Heller Hauttyp
- Häufige Sonnenbäder oder Solariumbesuche
- Wiederholte Sonnenbrände
- Rauchen
- Chronische UV-Exposition im Beruf oder in der Freizeit
- Trockene oder empfindliche Haut
- Familiäre Veranlagung
- Fehlender Sonnenschutz
Je nach Hauttyp und Ausprägung können sehr unterschiedliche Veränderungen auftreten. Typisch sind:
- Feine Linien und Falten
- Elastizitätsverlust und erschlaffte Haut
- Altersflecken / Sonnenflecken
- Unebenes Hautbild
- Erweiterte Äderchen / Couperose / Teleangiektasien
- Trockene, dünnere Haut
- Fahler Teint
- Vergrößerte Poren
- Chronische Lichtschäden
- Hautkrebsvorstufen bei stark UV-geschädigter Haut
Besonders betroffen sind Hautareale, die über viele Jahre stark dem Sonnenlicht ausgesetzt waren:
Die Beurteilung erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen rein kosmetischer Hautalterung und medizinisch relevanten UV-Schäden oder Hautkrebsvorstufen.
Je nach Befund kann sinnvoll sein:
- Hautkrebsvorsorge
- Dermatoskopische Untersuchung auffälliger Pigmentveränderungen
- Einordnung von Altersflecken, Rosacea, Couperose oder aktinischen Keratosen
- Beurteilung der individuellen UV-Schädigung
Die Behandlung richtet sich danach, welche Form der Hautalterung im Vordergrund steht. Häufig ist eine Kombination verschiedener Maßnahmen sinnvoll.
Mögliche dermatologische Ansätze:
- Konsequenter Sonnenschutz
- Medizinische Hautpflege
- Behandlung von Altersflecken
- Behandlung von Teleangiektasien / Couperose
- Therapie chronischer Lichtschäden
- Behandlung von aktinischen Keratosen oder anderen Hautkrebsvorstufen
- Je nach Befund Laser- oder lichtbasierte Verfahren
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei auffälligen Pigmentflecken oder neu auftretenden Altersflecken
- Bei zunehmender chronischer Lichtschädigung
- Bei sichtbaren roten Äderchen, Pigmentverschiebungen oder rauen Hautstellen
- Wenn der Verdacht auf Hautkrebsvorstufen besteht
- Wenn neben der ästhetischen Hautalterung auch medizinisch relevante Veränderungen auffallen
Ist Hautalterung nur ein kosmetisches Problem?
Nein. Chronische UV-Schäden können auch medizinisch relevant sein, weil sie das Risiko für aktinische Keratosen und weißen Hautkrebs erhöhen.
Was beschleunigt die Hautalterung am stärksten?
Der wichtigste äußere Faktor ist UV-Strahlung. Auch Rauchen und chronische Lichtschäden beschleunigen den Alterungsprozess deutlich.
Kann man Altersflecken und rote Äderchen behandeln?
Ja. Je nach Befund kommen Pigmentlaser, Gefäßlaser oder andere dermatologische Verfahren infrage.
Wann sollte hinter „Hautalterung" mehr als nur ein kosmetisches Problem vermutet werden?
Wenn zusätzlich raue, schuppende Stellen, auffällige Pigmentveränderungen oder nicht heilende Areale auftreten, sollte eine hautärztliche Kontrolle erfolgen.
Hilft Sonnenschutz auch dann noch, wenn bereits Lichtschäden vorhanden sind?
Ja. Konsequenter Sonnenschutz ist auch dann wichtig, um weitere Schäden zu begrenzen.
Hautkrebs
Hautkrebs erkennen und behandeln wir umfassend – von der Hautkrebsvorsorge über die ambulante operative Entfernung gut- und bösartiger Hautveränderungen bis zur Behandlung von Hautkrebsvorstufen, bei geeigneten Befunden auch ohne Operation mittels PDT.
Hautkrebs ist ein Sammelbegriff für bösartige Tumoren der Haut. Grundsätzlich wird zwischen weißem Hautkrebs und schwarzem Hautkrebs unterschieden. Zum weißen Hautkrebs gehören vor allem das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Der schwarze Hautkrebs wird als malignes Melanom bezeichnet. Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen überhaupt. Früh erkannt sind viele Formen sehr gut behandelbar – deshalb spielt die Hautkrebsvorsorge eine zentrale Rolle.
Die wichtigste Ursache ist UV-Strahlung, also langjährige Sonnenbelastung oder Solariumnutzung. Daneben spielen genetische Faktoren, der Hauttyp und die Anzahl sowie Art vorhandener Muttermale eine wichtige Rolle.
- Heller Hauttyp
- Wiederholte Sonnenbrände
- Chronische UV-Exposition
- Solariumbesuche
- Viele Muttermale
- Atypische Pigmentmale
- Höheres Lebensalter
- Familiäre Belastung mit Hautkrebs
- Immunsuppression
Die Beschwerden hängen stark von der Hautkrebsform ab. Warnzeichen können sein:
- Neu auftretende Hautveränderungen
- Nicht heilende, schuppige oder blutende Stellen
- Auffällige Pigmentmale
- Knoten oder Verhornungen
- Wunden, die immer wieder aufgehen
- Rasche Veränderung eines Muttermals
Die Diagnose erfolgt durch die hautärztliche Untersuchung und bei auffälligen Befunden durch Dermatoskopie. In vielen Fällen ist zusätzlich eine Gewebeprobe oder die operative Entfernung mit feingeweblicher Untersuchung erforderlich.
Die Behandlung richtet sich nach der Art des Hautkrebses, der Größe, der Lokalisation und dem Stadium.
Mögliche Behandlungen:
- Operative Entfernung
- Behandlung von Vorstufen wie aktinischen Keratosen
- PDT bei geeigneten Hautkrebsvorstufen
- Engmaschige Kontrollen
- Interdisziplinäre Weiterbehandlung bei fortgeschrittenen Tumoren
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei einem neuen oder sich verändernden Muttermal
- Bei nicht heilenden, blutenden oder schuppenden Hautstellen
- Bei rauen UV-geschädigten Arealen
- Wenn in der Familie Hautkrebs vorkommt
- Bei sehr heller oder stark sonnenbelasteter Haut
Was ist der Unterschied zwischen weißem und schwarzem Hautkrebs?
Weißer Hautkrebs umfasst vor allem Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom, schwarzer Hautkrebs ist das Melanom.
Ist jeder dunkle Leberfleck gefährlich?
Nein. Viele Pigmentmale sind harmlos. Entscheidend ist, ob sie sich verändern oder auffällig aussehen.
Kann auch heller Hautkrebs gefährlich sein?
Ja. Auch weißer Hautkrebs sollte ernst genommen und behandelt werden.
Entsteht Hautkrebs nur durch Sonne?
UV-Strahlung ist der wichtigste Risikofaktor, aber nicht der einzige. Auch genetische Faktoren und Immunsuppression spielen eine Rolle.
Kann man Hautkrebs vorbeugen?
Ja – vor allem durch Sonnenschutz, Vermeidung von Sonnenbränden und regelmäßige Hautkrebsvorsorge.
Hautkrebsvorsorge
Die Hautkrebsvorsorge ist ein Schwerpunkt unserer Praxis – mit gründlicher Untersuchung der gesamten Haut und Dermatoskopie auffälliger Muttermale. Verdächtige Befunde entfernen wir bei Bedarf ambulant mit feingeweblicher Untersuchung.
Die Hautkrebsvorsorge dient dazu, Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen frühzeitig zu erkennen – idealerweise in einem Stadium, in dem die Behandlung besonders schonend ist. Bei der Untersuchung wird die Haut systematisch auf auffällige Muttermale, UV-Schäden, Vorstufen des weißen Hautkrebses und andere verdächtige Hautveränderungen untersucht. Hautkrebs kann sich sehr unterschiedlich zeigen: Manche Tumoren sind dunkel pigmentiert, andere erscheinen eher als raue Stelle, schuppender Herd oder nicht heilende Wunde. Viele Betroffene bemerken frühe Veränderungen selbst nicht oder halten sie für harmlos. Eine strukturierte hautärztliche Kontrolle erhöht die Chance, verdächtige Befunde rechtzeitig zu entdecken.
Grundsätzlich ist Hautkrebsvorsorge für viele Menschen sinnvoll – besonders jedoch bei erhöhtem Risiko:
- Heller Hauttyp
- Viele Muttermale
- Atypische Pigmentmale
- Häufige Sonnenbrände
- Chronische UV-Belastung
- Hautkrebs in der Familie
- Bereits bestehende Hautkrebsvorstufen
- Frühere Hautkrebserkrankung
- Immunsuppression
Bei der Hautkrebsvorsorge wird die Haut möglichst vollständig untersucht. Dabei achtet der Hautarzt auf:
Häufig wird zusätzlich eine Dermatoskopie eingesetzt, um Pigmentmale und andere Befunde genauer zu beurteilen. Erkannt werden können unter anderem aktinische Keratosen, Morbus Bowen, Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome, Melanome sowie atypische oder dysplastische Nävi.
- Auffällige Muttermale
- Neue oder veränderte Pigmentflecken
- Raue, schuppende oder verhornte UV-Schäden
- Nicht heilende Wunden
- Verdächtige Knoten oder Hautveränderungen
- Zeichen von weißem oder schwarzem Hautkrebs
Wenn ein auffälliger Befund entdeckt wird, richtet sich das weitere Vorgehen nach Art und Ausmaß der Veränderung. Mögliche Schritte sind:
- Verlaufskontrolle
- Fotodokumentation
- Gewebeprobe
- Operative Entfernung
- Behandlung von Vorstufen, z. B. mittels PDT
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
Nicht nur zu Vorsorgeterminen, sondern auch sofort bei auffälligen Veränderungen:
- Wenn ein Muttermal wächst oder sich verfärbt
- Wenn eine Stelle blutet, verkrustet oder nicht abheilt
- Bei neuen rauen oder schuppenden UV-Schäden
- Bei plötzlich auftretenden auffälligen Pigmentflecken
Wie oft sollte man zur Hautkrebsvorsorge?
Das hängt vom individuellen Risiko ab. Bei vielen Menschen ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll, bei Risikopatienten oft in kürzeren Abständen.
Muss ich nur kommen, wenn ich viele Muttermale habe?
Nein. Auch helle Hautschäden, raue Stellen oder nicht heilende Wunden können verdächtig sein.
Wird bei der Hautkrebsvorsorge nur nach schwarzem Hautkrebs gesucht?
Nein. Die Vorsorge umfasst auch weißen Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen.
Kann ein Hautarzt Hautkrebs ohne Gewebeprobe erkennen?
Oft lässt sich ein Befund gut einschätzen, die endgültige Sicherung erfolgt bei unklaren oder verdächtigen Veränderungen jedoch häufig über eine histologische Untersuchung.
Ist Hautkrebsvorsorge auch bei jüngeren Menschen sinnvoll?
Ja, insbesondere bei auffälligen Muttermalen, heller Haut, vielen Sonnenbränden oder familiärer Belastung.
Herpes simplex
Wiederkehrenden oder ausgeprägten Herpes klären wir ab, grenzen ihn von Gürtelrose und anderen Bläschenerkrankungen ab und beraten zur Therapie bei häufigen Rückfällen.
Herpes simplex ist eine häufige Virusinfektion der Haut und Schleimhäute, die durch Herpes-simplex-Viren (HSV) ausgelöst wird. Am bekanntesten ist der Lippenherpes, bei dem schmerzhafte Bläschen im Bereich der Lippen oder angrenzenden Haut auftreten. Grundsätzlich unterscheidet man HSV-1 und HSV-2, wobei beide Typen Haut- und Schleimhautinfektionen verursachen können. Nach der ersten Infektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann später erneut aktiv werden. Dadurch kommt es bei vielen Betroffenen zu wiederkehrenden Herpesepisoden.
Ursache ist eine Infektion mit Herpes-simplex-Viren. Die Übertragung erfolgt meist durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt. Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus in Nervenzellen und kann später durch bestimmte Trigger reaktiviert werden.
- Fieberhafte Infekte
- Stress
- Sonnenexposition
- Schlafmangel
- Hormonelle Veränderungen
- Immunschwäche
- Kleine Verletzungen oder Reizungen der Haut
- Allgemeine körperliche Belastung
Typisch sind:
Je nach Lokalisation können zusätzlich auftreten:
- Kribbeln, Brennen oder Spannungsgefühl vor dem Ausbruch
- Gruppierte, schmerzhafte Bläschen
- Nässen und spätere Krustenbildung
- Druckempfindlichkeit
- Wiederkehrende Episoden an ähnlicher Stelle
- Schmerzen beim Essen oder Sprechen
- Schwellung
- Selten Fieber oder Krankheitsgefühl bei ausgeprägten Erstinfektionen
Die Diagnose erfolgt häufig bereits klinisch anhand des typischen Erscheinungsbildes. Bei unklaren Befunden oder besonderen Fragestellungen kann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein.
Die Behandlung richtet sich nach Lokalisation, Ausprägung und Häufigkeit der Rückfälle.
Mögliche Therapiebausteine:
- Antivirale Cremes in frühen Stadien
- Antivirale Tabletten bei stärkeren oder häufigen Verläufen
- Lokale Pflege und Krustenmanagement
- Vermeidung individueller Trigger, wenn bekannt
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei häufig wiederkehrenden Herpesepisoden
- Bei besonders schmerzhaften oder großflächigen Befunden
- Wenn die Augenregion betroffen ist
- Wenn unklar ist, ob es sich wirklich um Herpes handelt
- Bei ausgeprägten Beschwerden trotz Selbstbehandlung
Ist Herpes simplex ansteckend?
Ja. Besonders während der Bläschenphase ist eine Übertragung durch direkten Kontakt möglich.
Warum kommt Lippenherpes immer wieder?
Weil das Virus nach der Erstinfektion im Körper verbleibt und später erneut aktiviert werden kann.
Kann Sonne ein Auslöser sein?
Ja, UV-Strahlung kann bei manchen Patienten Herpesrezidive triggern.
Ist Lippenherpes dasselbe wie Gürtelrose?
Nein. Beides sind Virusinfektionen, aber durch unterschiedliche Viren verursacht.
Muss jeder Lippenherpes behandelt werden?
Nicht unbedingt. Bei häufigen, starken oder komplikationsgefährdeten Verläufen ist eine gezielte Behandlung sinnvoll.
Hornzipfel Hirsuties papillaris
Bestehen Unsicherheiten, ob es sich um harmlose Hornzipfel oder etwa um Feigwarzen handelt, ordnen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt den Befund zuverlässig ein und beraten Sie sachlich und diskret zu den Möglichkeiten.
Hornzipfel (medizinisch Hirsuties papillaris coronae glandis, englisch „Pearly Penile Papules") sind kleine, reihenförmig angeordnete Knötchen am Rand der Eichel. Sie sind vollkommen harmlos, nicht ansteckend und keine Geschlechtskrankheit. Es handelt sich um eine anlagebedingte, gutartige Normvariante (einen sogenannten Atavismus) ohne Krankheitswert.
Die genaue Ursache ist nicht abschließend geklärt. Hornzipfel entstehen meist in der Pubertät und sind anlagebedingt. Eine früher vermutete Beteiligung von Warzenviren (HPV) ließ sich nie nachweisen. Sie entstehen nicht durch mangelnde Hygiene und sind nicht Folge einer Infektion.
- Kleine, etwa 1–3 mm große Knötchen
- Weißlich, hautfarben oder leicht rötlich
- Perlschnurartig in einer bis mehreren Reihen angeordnet
- Am Rand der Eichel (Kranzfurche) bis zum Vorhautbändchen
- Keine Beschwerden, kein Juckreiz, kein Nässen
Hornzipfel sind in der Regel eine Blickdiagnose, bei Bedarf unterstützt durch die Dermatoskopie. Wichtig ist die Abgrenzung zu Erkrankungen, mit denen sie häufig verwechselt werden:
- Feigwarzen (Condylome) – im Gegensatz zu Hornzipfeln ansteckend
- Herpes simplex im Genitalbereich
- andere Hautveränderungen der Genitalregion
Ein ähnlicher, ebenfalls harmloser Befund kann selten bei Frauen im Bereich der Vulva vorkommen (Hirsuties papillaris vulvae).
Da Hornzipfel harmlos sind, ist eine Behandlung medizinisch nicht notwendig. Werden sie als störend empfunden, können sie aus rein kosmetischen Gründen entfernt werden – etwa mit dem Laser oder mittels Vereisung (Kryotherapie) unter örtlicher Betäubung. Vor einem solchen Eingriff klären wir über den Ablauf und das mögliche Risiko einer Narbenbildung auf. Cremes oder Hausmittel entfernen Hornzipfel nicht.
- Bei Unsicherheit, ob es sich um Hornzipfel oder Feigwarzen handelt
- Wenn sich die Veränderungen verändern, jucken, bluten oder nässen
- Bei neu aufgetretenen Knötchen im Genitalbereich
- Wenn die Hornzipfel als belastend empfunden werden
Sind Hornzipfel ansteckend?
Nein. Hornzipfel sind nicht ansteckend und keine Geschlechtskrankheit.
Sind Hornzipfel dasselbe wie Feigwarzen?
Nein. Feigwarzen (Condylome) werden durch Viren verursacht und sind ansteckend. Hornzipfel sind ein harmloser anlagebedingter Befund.
Muss ich Hornzipfel behandeln lassen?
Nein. Eine Behandlung ist nur aus kosmetischen Gründen sinnvoll, wenn sie als störend empfunden werden.
Gehen Hornzipfel durch Reinigung weg?
Nein. Sie lassen sich weder durch Hygiene noch durch Cremes entfernen.
Hyaluronidase Enzym zum Auflösen von Hyaluronsäure
Hyaluronidase setzen wir ausschließlich ärztlich ein – um Hyaluronsäure-Filler bei Bedarf gezielt aufzulösen, etwa zur Korrektur oder im seltenen Fall einer Komplikation.
Hyaluronidase ist ein Enzym, das Hyaluronsäure spalten und damit abbauen kann. In der ästhetischen Medizin wird es genutzt, um zuvor eingebrachte Hyaluronsäure-Filler wieder aufzulösen.
Hyaluronidase kann in geeigneten Fällen sinnvoll sein:
- zur Korrektur unerwünschter oder asymmetrischer Ergebnisse
- zum Auflösen einer Überkorrektur
- zur zeitnahen ärztlichen Reaktion bei seltenen Gefäßkomplikationen
Hyaluronidase ist verschreibungspflichtig und gehört in ärztliche Hand. Sehr selten sind Unverträglichkeiten möglich, weshalb vor der Anwendung aufgeklärt wird.
Wie schnell wirkt Hyaluronidase?
Der Effekt setzt meist rasch ein; je nach Menge und Areal kann eine erneute Anwendung nötig sein.
Löst es auch körpereigene Hyaluronsäure auf?
Es kann körpereigene Hyaluronsäure vorübergehend mit abbauen; diese wird vom Körper jedoch wieder nachgebildet.
Hyaluronsäure körpereigenes Molekül / Filler
Hyaluronsäure-Filler bringen wir ausschließlich ärztlich und nach Untersuchung ein – individuell auf Areal, Hautqualität und Ziel abgestimmt.
Hyaluronsäure ist ein körpereigener Bestandteil des Bindegewebes und kann Wasser binden. In der ästhetischen Medizin werden speziell hergestellte Hyaluronsäure-Filler eingesetzt, um Volumen auszugleichen, Konturen zu betonen und statische Falten zu mildern.
Hyaluronsäure bindet Wasser und wird je nach Vernetzung unterschiedlich fest hergestellt – passend zum jeweiligen Behandlungsareal.
Bei rein mimischen Falten ist häufig Botulinumtoxin geeigneter.
Wie lange hält Hyaluronsäure?
Je nach Produkt, Areal und Stoffwechsel hält das Ergebnis in der Regel mehrere Monate bis über ein Jahr.
Sieht das Ergebnis natürlich aus?
Bei passender Indikation, geeignetem Produkt und sorgfältiger Technik lässt sich ein natürliches, zum Gesicht passendes Ergebnis erreichen.
Kann man Hyaluronsäure wieder auflösen?
Ja, mit dem Enzym Hyaluronidase lässt sich Hyaluronsäure bei Bedarf gezielt auflösen.
Hyperhidrose
Übermäßiges Schwitzen behandeln wir – insbesondere im Achselbereich – mit Botulinumtoxin und klären ab, ob zusätzlich eine Bromhidrose oder Hautreizung vorliegt.
Hyperhidrose bezeichnet ein krankhaft verstärktes Schwitzen, das über das zur Temperaturregulation notwendige Maß hinausgeht. Betroffene schwitzen häufig deutlich stärker als andere Menschen – oft unabhängig von Hitze, körperlicher Anstrengung oder sportlicher Aktivität. Besonders belastend ist, dass die Schweißproduktion oft auch in Ruhe, im Alltag oder in sozialen Situationen auftritt. Typische betroffene Regionen sind Achseln, Handflächen, Fußsohlen und teilweise auch das Gesicht.
Man unterscheidet eine primäre und eine sekundäre Hyperhidrose. Bei der primären Hyperhidrose liegt keine andere Erkrankung zugrunde; die Symptomatik beginnt meist schon in jüngeren Jahren und betrifft bevorzugt Achseln, Hände oder Füße. Bei der sekundären Hyperhidrose ist das Schwitzen Folge einer anderen Ursache, zum Beispiel:
- Hormonstörungen
- Infektionen
- Stoffwechselerkrankungen
- Medikamente
- neurologische Erkrankungen
- Familiäre Veranlagung
- Beginn im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter
- Emotionaler Stress
- Hitze
- Bestimmte Grunderkrankungen bei sekundärer Hyperhidrose
Typisch sind:
- Übermäßiges Schwitzen, oft unabhängig von Außentemperatur oder Belastung
- Sichtbare Schweißflecken
- Feuchte Hände oder Füße
- Wiederkehrende Einschränkung im Alltag, Beruf oder sozialen Situationen
- Hautreizungen oder Mazerationen
- Mitunter verstärkter Körpergeruch durch begleitende Bromhidrose
Die Diagnose erfolgt anhand der Beschwerden, der Lokalisation und des klinischen Befundes. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Hyperhidrose. Je nach Situation kann eine weiterführende Abklärung sinnvoll sein, wenn der Verdacht auf eine zugrunde liegende Erkrankung besteht.
Die Behandlung richtet sich nach Ausprägung, betroffener Region und Leidensdruck.
Mögliche Therapien:
- Medizinische Antitranspirantien
- Spezielle topische Präparate
- Botulinumtoxin-Behandlung, insbesondere im Achselbereich
- Maßnahmen zur Reduktion von Schweiß und Hautreizungen
- Abklärung möglicher Grunderkrankungen bei sekundärer Hyperhidrose
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn das Schwitzen den Alltag deutlich beeinträchtigt
- Bei starkem Achsel-, Hand- oder Fußschweiß
- Wenn Kleidung regelmäßig durchnässt ist
- Bei Hautreizungen, Geruch oder wiederkehrenden Entzündungen
- Wenn das Schwitzen neu und ohne erkennbare Ursache auftritt
Was ist der Unterschied zwischen normalem Schwitzen und Hyperhidrose?
Bei Hyperhidrose schwitzen Betroffene deutlich stärker als zur normalen Temperaturregulation notwendig – oft auch ohne körperliche Belastung.
Hilft Botox bei Hyperhidrose?
Ja. Botulinumtoxin ist besonders bei Achselhyperhidrose eine etablierte und häufig sehr wirksame Behandlung.
Ist Hyperhidrose psychisch bedingt?
Nicht im eigentlichen Sinn. Stress kann das Schwitzen verstärken, ist aber nicht die alleinige Ursache.
Kann Hyperhidrose auch an Händen und Füßen auftreten?
Ja. Besonders häufig betroffen sind Achseln, Handflächen und Fußsohlen.
Ist starkes Schwitzen gefährlich?
Meist nicht, aber es kann sehr belastend sein und sollte abgeklärt werden, wenn es neu auftritt oder sehr ausgeprägt ist.
Hyperpigmentierung bezeichnet dunklere Farbveränderungen der Haut durch vermehrtes Melanin. Die häufigste erworbene Form nach Entzündungen oder Reizungen ist die postinflammatorische Hyperpigmentierung, kurz PIH. Ursachen, Entstehung, Abgrenzung und Behandlung findest Du im Lexikonartikel Postinflammatorische Hyperpigmentierung.
Impetigo contagiosa Borkenflechte
Nässende, verkrustete Hautinfektionen klären wir rasch ab und behandeln sie konsequent, um Ausbreitung und Ansteckung zu vermeiden – auch bei Kindern im Rahmen unserer Kinderdermatologie.
Die Impetigo contagiosa, umgangssprachlich Borkenflechte, ist eine hoch ansteckende bakterielle Hautinfektion, die vor allem bei Kindern auftritt, grundsätzlich aber auch Erwachsene betreffen kann. Typisch sind gerötete, nässende Hautveränderungen mit gelblich-honigfarbenen Krusten, meist im Gesicht oder an den Händen. Die Erkrankung ist oberflächlich, sollte aber frühzeitig erkannt und behandelt werden, um eine Ausbreitung und Ansteckung anderer zu vermeiden.
Auslöser sind meist Bakterien, insbesondere:
Die Erreger gelangen über kleine Verletzungen, Kratzer, aufgekratzte Insektenstiche oder vorgeschädigte Haut in die obersten Hautschichten.
- Staphylococcus aureus
- Streptokokken
- Kindergarten- und Schulalter
- Neurodermitis oder empfindliche Haut
- Kratzen an bestehenden Hautveränderungen
- Kleine Hautverletzungen
- Häufiger enger Hautkontakt
- Warme Temperaturen
- Geschwächtes Immunsystem
Typisch sind:
Je nach Ausprägung kann die Borkenflechte kleinflächig bleiben oder sich auf mehrere Areale ausdehnen.
- Gerötete Hautstellen
- Kleine Bläschen oder Pusteln
- Nässende Erosionen
- Gelblich-honigfarbene Krusten
- Juckreiz
- Rasche Ausbreitung durch Schmierinfektion
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische dermatologische Untersuchung. Das typische Bild aus nässenden Hautveränderungen und honiggelben Krusten ist oft wegweisend. In unklaren oder wiederkehrenden Fällen kann ein bakteriologischer Abstrich sinnvoll sein.
Die Behandlung richtet sich nach Ausdehnung und Schweregrad. Wichtig ist eine frühe Therapie, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren und Komplikationen zu vermeiden.
Mögliche Therapiebausteine:
- Antiseptische Maßnahmen
- Antibiotische Salben bei begrenzten Befunden
- Antibiotika zum Einnehmen bei ausgeprägter oder großflächiger Infektion
- Konsequente Hygiene, um Schmierinfektionen zu vermeiden
- Mitbehandlung vorgeschädigter Haut, z. B. bei Neurodermitis
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei nässenden Hautveränderungen mit gelben Krusten
- Wenn sich die Hautveränderungen rasch ausbreiten
- Bei wiederkehrender Borkenflechte
- Wenn zusätzlich Fieber oder starkes Krankheitsgefühl auftreten
- Wenn unklar ist, ob es sich um eine bakterielle Infektion, Herpes oder ein Ekzem handelt
Ist Borkenflechte ansteckend?
Ja. Die Impetigo contagiosa ist hoch ansteckend und kann durch direkten Hautkontakt oder gemeinsam benutzte Gegenstände übertragen werden.
Wie erkennt man Borkenflechte?
Typisch sind gerötete, nässende Hautveränderungen mit honiggelben Krusten, besonders im Gesicht.
Muss Borkenflechte immer mit Antibiotika behandelt werden?
Nicht immer systemisch. Kleinere Befunde können teilweise lokal behandelt werden. Das hängt von Ausdehnung und Schweregrad ab.
Darf mein Kind mit Borkenflechte in den Kindergarten oder in die Schule?
Das hängt vom Verlauf und der Behandlung ab. Da die Erkrankung ansteckend ist, sollte dies ärztlich beurteilt werden.
Kann Borkenflechte Narben hinterlassen?
In der Regel nicht, da die Infektion oberflächlich ist. Starkes Kratzen oder zusätzliche Entzündungen können das Risiko aber erhöhen.
Insektenstichreaktion
Ungewöhnlich starke oder entzündete Stichreaktionen klären wir ab und grenzen sie von Borreliose (Wanderröte), Wundrose oder allergischen Reaktionen ab.
Eine Insektenstichreaktion ist eine entzündliche Reaktion der Haut auf einen Stich oder Biss, zum Beispiel durch Mücken, Bremsen, Wespen, Bienen, Flöhe oder andere Insekten. Die meisten Reaktionen sind harmlos und lokal begrenzt. Manche Betroffene entwickeln jedoch starke Schwellungen, ausgeprägten Juckreiz oder besonders lang anhaltende Hautreaktionen. Wichtig ist die Abgrenzung zu allergischen Reaktionen, bakteriellen Infektionen oder anderen Hauterkrankungen.
Die Haut reagiert auf Bestandteile aus Speichel oder Gift des Insekts. Dabei kommt es zu einer lokalen Entzündungsreaktion, die je nach Person und Insekt unterschiedlich stark ausfallen kann.
- Empfindliche oder atopische Haut
- Frühere starke Reaktionen auf Insektenstiche
- Häufiger Aufenthalt im Freien
- Kratzen an der Einstichstelle
- Kinder mit empfindlicher Haut
- Vorbestehende Hauterkrankungen wie Neurodermitis
Typisch sind:
Bei stärkeren Reaktionen können zusätzlich auftreten:
- Rötung an der Einstichstelle
- Juckreiz
- Schwellung
- Wärmegefühl
- Quaddelbildung
- Gelegentlich kleine Bläschen oder Krusten durch Kratzen
- großflächige Schwellungen
- Schmerzen oder Brennen
- länger anhaltende Knoten
- bakterielle Superinfektion nach starkem Kratzen
Insektenstiche können grundsätzlich überall auftreten. Häufig betroffen sind:
Die Diagnose erfolgt meist klinisch anhand des Hautbildes und der Vorgeschichte. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer normalen Insektenstichreaktion und anderen Ursachen, zum Beispiel:
- Borkenflechte
- Erysipel
- Borreliose / Erythema migrans
- Urtikaria
- allergische Sofortreaktionen
- entzündete oder infizierte Hautveränderungen
Die Behandlung richtet sich nach Ausprägung und Beschwerden.
Mögliche Maßnahmen:
- Kühlung
- Juckreizstillende oder entzündungshemmende Cremes
- Antihistaminika in geeigneten Fällen
- Vermeidung von Kratzen
- Behandlung einer bakteriellen Superinfektion, wenn sich die Stelle entzündet
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn die Reaktion ungewöhnlich stark oder sehr schmerzhaft ist
- Bei großflächiger Schwellung
- Wenn die Hautstelle sich entzündet, nässt oder eitrig wird
- Wenn die Rötung ringförmig größer wird
- Wenn die Beschwerden über viele Tage anhalten
- Wenn unklar ist, ob es sich wirklich nur um einen Insektenstich handelt
Wann ist eine Insektenstichreaktion nicht mehr normal?
Wenn die Schwellung sehr groß wird, die Haut stark schmerzt, sich entzündet oder die Rötung deutlich zunimmt, sollte die Stelle ärztlich beurteilt werden.
Kann ein Insektenstich wie eine Infektion aussehen?
Ja. Vor allem durch starkes Kratzen oder bakterielle Besiedlung kann eine entzündete Stichstelle einer Infektion ähneln.
Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Insektenstich und Borreliose?
Eine normale Stichreaktion bleibt meist klein und klingt ab. Eine Wanderröte bei Borreliose breitet sich typischerweise ringförmig aus und wird größer.
Kann man auf Insektenstiche allergisch reagieren?
Ja. Neben lokalen Reaktionen sind auch stärkere allergische Reaktionen möglich.
Was hilft gegen den Juckreiz?
Kühlung, juckreizstillende Cremes und – je nach Ausprägung – antiallergische oder entzündungshemmende Medikamente.
IPL Intense Pulsed Light / Photoepilation
Ob IPL oder ein Laser im Einzelfall besser geeignet ist, beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt anhand von Haut- und Haartyp sowie Befund.
IPL steht für „Intense Pulsed Light“ (intensives gepulstes Licht). Anders als ein Laser sendet ein IPL-Gerät kein gebündeltes Licht einer einzelnen Wellenlänge aus, sondern ein breites Lichtspektrum, das über Filter an das jeweilige Behandlungsziel angepasst wird. IPL arbeitet – wie der Laser – nach dem Prinzip der selektiven Photothermolyse.
- Laser – eine einzelne, gebündelte Wellenlänge; sehr fokussiert
- IPL – breitbandiges Blitzlicht, über Filter auf einen Wellenlängenbereich eingegrenzt; flexibel, aber weniger fokussiert
Wie gut IPL wirkt und ob es geeignet ist, hängt stark von Haar- und Hautfarbe ab. Bei dunkleren Hauttypen ist besondere Vorsicht geboten. Auch IPL sollte fachkundig und nach Einschätzung von Haut- und Haartyp (Fitzpatrick) erfolgen.
Ist IPL ein Laser?
Nein. IPL nutzt breitbandiges, gefiltertes Blitzlicht statt einer einzelnen gebündelten Wellenlänge.
Wofür wird IPL eingesetzt?
Unter anderem zur dauerhaften Haarentfernung sowie bei oberflächlichen Gefäß- und Pigmentveränderungen.
Für wen ist IPL geeignet?
Das hängt von Haut- und Haarfarbe ab und wird individuell eingeschätzt.
Kaltlufttherapie Hautkühlung bei Laserbehandlungen
Bei Laserbehandlungen setzen wir – wo sinnvoll – eine Kühlung der Haut ein, um die Behandlung angenehmer zu machen und die Haut zu schonen.
Die Kaltlufttherapie ist eine unterstützende Kühlung der Haut während einer Laserbehandlung. Ein Gerät bläst sehr kalte Luft auf das Behandlungsareal und kühlt die Hautoberfläche vor, während und nach der Behandlung.
Die kalte Luft (deutlich unter dem Gefrierpunkt) kühlt die oberste Hautschicht und verringert die Wärmebelastung an der Oberfläche. Das kann das Schmerzempfinden reduzieren und die umliegende Haut schützen, während der Laser gezielt auf seine Zielstruktur wirkt.
- Angenehmer und in der Regel schmerzärmer
- Schont die umliegende Haut
- Berührungslose Kühlung
- Vor, während und nach der Behandlung einsetzbar
Wofür wird die Kaltlufttherapie eingesetzt?
Zur Kühlung und zum Schutz der Haut sowie zur Verringerung des Schmerzempfindens während einer Laserbehandlung.
Ist die Kühlung unangenehm?
In der Regel nicht – die kalte Luft wird meist als angenehm kühlend empfunden.
Wird immer gekühlt?
Ob und wie gekühlt wird, hängt von der Behandlung und dem individuellen Bedarf ab.
Keloid
Die Behandlung von Narben und Keloiden ist ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis. Je nach Befund kombinieren wir mehrere Verfahren: entzündungshemmende Injektionen (z. B. Kortison) in das Keloid, fraktionierte Lasertherapie mit CO₂- und Erbium:Glass-Laser, medizinische Peelings sowie – wenn sinnvoll – eine narbenarme operative Korrektur. Ziel ist es, Juckreiz, Spannungsgefühl, Rötung und Dicke des Narbengewebes spürbar zu verbessern. Gerade bei hartnäckigen oder wiederkehrenden Keloiden stimmen wir die Verfahren individuell aufeinander ab.
Ein Keloid ist eine gutartige, überschießende Narbenwucherung, bei der das Narbengewebe über die ursprüngliche Verletzungsgrenze hinauswächst. Keloide entstehen typischerweise nach Verletzungen, Operationen, Piercings, Entzündungen oder Akne und können kosmetisch sehr störend sein. Häufig verursachen sie zusätzlich Juckreiz, Spannungsgefühl, Druckschmerz oder eine deutliche Verhärtung des Gewebes. Im Gegensatz zur normalen Narbe oder zur hypertrophen Narbe wächst ein Keloid über den ursprünglichen Wundbereich hinaus und bildet sich in der Regel nicht spontan zurück.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass es sich um eine überschießende Wundheilungsreaktion handelt, bei der zu viel Bindegewebe und Kollagen gebildet werden. Manche Menschen haben eine deutliche individuelle Veranlagung zu Keloiden.
- Familiäre Veranlagung
- Jüngeres Lebensalter
- Dunklere Hauttypen
- Operationen oder Verletzungen mit starker Narbenbildung
- Piercings, insbesondere Ohrpiercings
- Entzündliche Hauterkrankungen wie Akne
- Wiederholte Reizung einer Narbe
Typisch sind:
- Derbe, wulstige, verdickte Narbe
- Wachstum über die ursprüngliche Wundgrenze hinaus
- Rötliche, rosafarbene oder dunklere Verfärbung
- Juckreiz
- Spannungsgefühl
- Druckschmerz oder Berührungsempfindlichkeit
- Kosmetische Beeinträchtigung
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Meist ist das typische Erscheinungsbild ausreichend. Wichtig ist die Abgrenzung zu hypertrophen Narben, anderen gutartigen Hautveränderungen oder seltenen Tumoren im Narbenbereich.
Die Behandlung von Keloiden ist oft anspruchsvoll, weil Narbengewebe zu erneuter überschießender Narbenbildung neigen kann. Häufig werden mehrere Therapiebausteine kombiniert.
Mögliche Behandlungsverfahren:
- Kortison-Injektionen in die Narbe
- Silikonbehandlung / Narbenpflege
- Drucktherapie in ausgewählten Fällen
- Kryotherapie in bestimmten Situationen
- Fraktionierte Lasertherapie mit CO₂- und Erbium:Glass-Laser
- Lasertherapie zur Reduktion von Rötung oder Verdickung
- Operative Korrektur nur nach sorgfältiger Abwägung und oft in Kombination mit weiteren Maßnahmen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn eine Narbe zunehmend wulstig wächst
- Bei Juckreiz, Schmerzen oder Spannungsgefühl in einer Narbe
- Wenn das Narbengewebe deutlich über die ursprüngliche Wunde hinauswächst
- Bei kosmetisch stark störenden Narben
- Wenn nach einer früheren Operation oder einem Piercing bereits Keloide aufgetreten sind
Was ist der Unterschied zwischen Keloid und normaler Narbe?
Eine normale Narbe bleibt innerhalb der ursprünglichen Wunde. Ein Keloid wächst über die ursprüngliche Verletzungsgrenze hinaus.
Kann ein Keloid von selbst verschwinden?
In der Regel nicht. Keloide bleiben meist bestehen oder können sogar weiter wachsen.
Kann man Keloide lasern?
Ja. Je nach Befund kann eine Lasertherapie sinnvoll sein, zum Beispiel zur Verbesserung von Rötung, Struktur oder Narbenbeschwerden. In unserer Praxis kombinieren wir dafür unter anderem CO₂- und Erbium:Glass-Laser.
Warum entstehen Keloide nach Piercings so häufig?
Piercings – besonders am Ohr – können bei entsprechender Veranlagung eine überschießende Narbenbildung auslösen.
Muss ein Keloid operiert werden?
Nicht zwingend. Eine Operation allein ist oft nicht die beste Lösung, weil sich erneut ein Keloid bilden kann. Häufig ist eine Kombination mehrerer Therapien sinnvoll.
Keratosis pilaris Reibeisenhaut
Unklare Verhornungsstörungen ordnen wir ein und beraten zu medizinischer Hautpflege bei trockener, rauer Haut – und grenzen die Reibeisenhaut von Ekzemen oder follikulären Entzündungen ab.
Die Keratosis pilaris, umgangssprachlich Reibeisenhaut, ist eine sehr häufige, harmlose Verhornungsstörung der Haut. Dabei verstopfen kleine Hornpfropfen die Öffnungen der Haarfollikel. Typisch sind raue, trockene, kleine hautfarbene oder leicht gerötete Knötchen, die sich wie Sandpapier oder „Reibeisen" anfühlen. Medizinisch ist die Erkrankung harmlos, kosmetisch kann sie jedoch als störend empfunden werden.
Die Reibeisenhaut entsteht durch eine verstärkte Verhornung im Bereich der Haarfollikel. Dadurch wird der Haarfollikelausgang mit Hornmaterial verstopft. Häufig besteht eine familiäre Veranlagung. Die Haut ist oft insgesamt trocken und empfindlich.
- Familiäre Veranlagung
- Trockene Haut
- Neurodermitische Haut
- Kalte Jahreszeit
- Jugendliche und junge Erwachsene
- Atopische Veranlagung
Typisch sind:
- Kleine raue Knötchen an den Haarfollikeln
- Trockene, unebene Hautoberfläche
- Hautfarbene, weißliche oder rötliche Papeln
- „Sandpapierartiges" Hautgefühl
- Gelegentlich leichte Rötung
- Selten Juckreiz
Die Diagnose erfolgt meist klinisch durch die dermatologische Untersuchung. Das typische Hautbild ist häufig eindeutig.
Die Reibeisenhaut ist harmlos und muss medizinisch nicht behandelt werden. Wenn die Haut kosmetisch stört oder sehr rau wirkt, kann eine gezielte Pflege die Haut deutlich verbessern.
Mögliche Maßnahmen:
- Regelmäßige rückfettende Hautpflege
- Cremes mit Urea, Milchsäure oder anderen hornlösenden Inhaltsstoffen
- Schonende Hautreinigung
- Vermeidung stark austrocknender Pflegeprodukte
- Geduldige Langzeitpflege, da die Hautveränderung meist nicht von heute auf morgen verschwindet
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn unklar ist, ob es sich wirklich um Reibeisenhaut handelt
- Bei starker Rötung, Juckreiz oder entzündlichen Veränderungen
- Wenn gleichzeitig Neurodermitis oder andere Hautprobleme bestehen
- Wenn die Hautveränderungen kosmetisch stark stören
Ist Reibeisenhaut ansteckend?
Nein. Reibeisenhaut ist eine harmlose Verhornungsstörung und nicht ansteckend.
Kann Reibeisenhaut von allein verschwinden?
Ja, teilweise. Bei vielen Betroffenen bessert sich die Haut mit zunehmendem Alter, ganz verschwinden muss sie aber nicht.
Hilft Peeling?
Sanfte, medizinisch sinnvolle keratolytische Pflege kann helfen. Aggressive mechanische Peelings reizen die Haut häufig eher.
Ist Reibeisenhaut dasselbe wie Akne?
Nein. Bei der Keratosis pilaris stehen verstopfte Haarfollikel und trockene Verhornung im Vordergrund, nicht klassische Akne.
Warum wird Reibeisenhaut im Winter oft schlimmer?
Weil die Haut in der kalten Jahreszeit meist trockener ist und die Verhornungsstörung dadurch stärker auffällt.
Komedonen Mitesser
Komedonen ordnen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt im Rahmen der Aknediagnostik ein und stellen ein passendes Behandlungskonzept zusammen. So lässt sich häufig verhindern, dass sich aus den Mitessern entzündliche Formen der Akne entwickeln.
Komedonen, umgangssprachlich Mitesser, sind nicht entzündliche Hautveränderungen und die früheste, leichteste Form der Akne. Sie entstehen, wenn sich ein Haarkanal (Talgdrüsenfollikel) durch eine Mischung aus Talg und verhornten Hautzellen verstopft. Komedonen sind sehr häufig, treten bevorzugt in der Pubertät auf und sind weder ansteckend noch gefährlich.
Zwei Vorgänge spielen zusammen: eine vermehrte Talgproduktion und eine gesteigerte Verhornung im Ausführungsgang des Follikels. Dadurch staut sich der Talg und es bildet sich ein Pfropf. Begünstigend wirken:
- Hormonelle Umstellungen, vor allem in der Pubertät
- Genetische Veranlagung
- Fettige Haut (Seborrhoe)
- Bestimmte, porenverschließende (komedogene) Pflege- oder Make-up-Produkte
- Einige Medikamente
- Offene Komedonen (Blackheads): Die Pore ist geöffnet, der Pfropf dunkelt an der Luft nach. Die schwarze Färbung entsteht durch oxidiertes Melanin – nicht durch Schmutz.
- Geschlossene Komedonen (Whiteheads): Die Pore ist von einer dünnen Hautschicht bedeckt; sie erscheinen als kleine, weißliche bis hautfarbene Erhebungen und neigen eher zur Entzündung.
- Mikrokomedonen: die kleinste, mit bloßem Auge kaum sichtbare Vorstufe.
Die Diagnose ist in der Regel eine Blickdiagnose. Wichtig ist die Einordnung, ob eine reine Komedonenakne vorliegt oder bereits entzündliche Papeln und Pusteln hinzukommen, da sich danach die Behandlung richtet. Abzugrenzen sind unter anderem Milien und kleine Talgdrüsenveränderungen.
Ziel ist es, die Verhornung zu normalisieren und neuen Komedonen vorzubeugen. Die Auswahl richtet sich nach Ausprägung und Hauttyp:
- Abgestimmte, nicht komedogene Hautpflege
- Äußerlich anzuwendende Wirkstoffe zur Regulierung der Verhornung
- Professionelle Aknebehandlung und medizinische Reinigung
- Bei Bedarf ergänzende ästhetisch-dermatologische Verfahren
- Nicht selbst ausdrücken – das kann Entzündungen und Narben begünstigen
- Wenn zu den Mitessern entzündete Pickel, Papeln oder Knoten hinzukommen
- Bei hartnäckigem oder ausgedehntem Befund
- Wenn die Haut stark belastet und der Leidensdruck hoch ist
- Bevor sich Narben bilden können
Sind schwarze Mitesser ein Zeichen von Schmutz?
Nein. Die schwarze Farbe entsteht durch oxidiertes Melanin an der Luft, nicht durch Schmutz.
Darf ich Mitesser selbst ausdrücken?
Besser nicht. Unsachgemäßes Ausdrücken kann Entzündungen und Narben begünstigen.
Sind Komedonen dasselbe wie Milien?
Nein. Milien sind kleine, weiße Hornzysten und entstehen anders als Komedonen, auch wenn beide ähnlich aussehen können.
Kontaktallergie
Bei Verdacht auf eine Kontaktallergie führen wir den Epikutantest (Pflastertest) durch, klären chronische Hand- und Gesichtsekzeme ab und beraten berufsdermatologisch.
Eine Kontaktallergie ist eine allergische Reaktion der Haut auf einen Stoff, mit dem sie direkt in Berührung kommt. Es handelt sich um eine Form des allergischen Kontaktekzems. Typisch sind Juckreiz, Rötung, Schuppung, Nässen oder Bläschenbildung an den betroffenen Hautstellen. Die Beschwerden treten nicht sofort nach dem Kontakt auf, sondern meist zeitverzögert innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen. Häufige Auslöser sind Nickel, Duftstoffe, Konservierungsmittel, Haarfärbemittel, Kosmetika, Pflasterkleber oder beruflich verwendete Stoffe.
Die Kontaktallergie entsteht, wenn das Immunsystem einen bestimmten Stoff nach vorheriger Sensibilisierung als „fremd" erkennt und bei erneutem Kontakt mit einer Entzündungsreaktion der Haut reagiert.
Häufige Auslöser:
- Nickel
- Duftstoffe
- Konservierungsmittel
- Haarfärbemittel
- Gummi- und Klebstoffbestandteile
- Metalle in Schmuck oder Knöpfen
- Desinfektionsmittel und berufliche Chemikalien
- Kosmetika und Hautpflegeprodukte
- Häufiger Hautkontakt mit reizenden oder allergenen Stoffen
- Chronisch trockene oder vorgeschädigte Haut
- Berufliche Feuchtarbeit
- Handekzeme
- Neurodermitische Haut
- Wiederholter Kontakt mit denselben Stoffen über lange Zeit
Typisch sind:
- Juckreiz
- Rötung
- Schwellung
- Schuppung
- Nässen
- Kleine Bläschen
- Brennen
- Hautrisse bei chronischem Verlauf
Die Lokalisation hängt vom Auslöser ab. Häufig betroffen sind:
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung und vor allem durch einen Epikutantest (Pflastertest), mit dem häufige Kontaktallergene geprüft werden können.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- irritativem Kontaktekzem
- atopischem Ekzem / Neurodermitis
- Pilzinfektionen
- anderen chronischen Ekzemformen
Die wichtigste Therapie ist die Meidung des auslösenden Allergens. Zusätzlich wird die entzündete Haut behandelt und die Hautbarriere stabilisiert.
Mögliche Maßnahmen:
- Meidung des Allergens
- Entzündungshemmende Cremes oder Salben
- Rückfettende Hautpflege
- Hautschutzmaßnahmen im Alltag und Beruf
- Handschutz und berufliche Anpassung bei chronischen Handekzemen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei wiederkehrenden Ekzemen an Händen, Gesicht oder Augenlidern
- Wenn eine Hautreaktion immer wieder nach bestimmten Produkten, Schmuck oder Pflastern auftritt
- Bei chronischem Juckreiz und Schuppung
- Wenn der Verdacht auf eine beruflich bedingte Allergie besteht
- Wenn frei verkäufliche Cremes nicht helfen
Ist eine Kontaktallergie dasselbe wie eine Hautreizung?
Nein. Eine Hautreizung ist nicht immunologisch bedingt. Bei der Kontaktallergie reagiert das Immunsystem auf einen bestimmten Stoff.
Wie findet man heraus, worauf man allergisch reagiert?
Am wichtigsten ist der Epikutantest, mit dem typische Kontaktallergene auf der Haut getestet werden.
Kann Schmuck eine Kontaktallergie auslösen?
Ja. Besonders Nickel ist ein sehr häufiger Auslöser.
Warum kommt das Ekzem immer wieder?
Wenn der Auslöser nicht erkannt oder weiterhin benutzt wird, kann die Haut immer wieder reagieren.
Kann eine Kontaktallergie auch im Beruf entstehen?
Ja. Gerade bei Friseuren, Pflegeberufen, Reinigungsberufen oder handwerklichen Tätigkeiten sind berufliche Kontaktallergien häufig.
Krähenfüße Lachfältchen
Ob und wie Krähenfüße behandelt werden können, beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt individuell – nach Untersuchung und Aufklärung.
Krähenfüße – umgangssprachlich auch Lachfältchen – sind feine, fächerförmig verlaufende Fältchen seitlich der Augen (am äußeren Augenwinkel). Sie entstehen durch die Bewegung des Augenringmuskels (Musculus orbicularis oculi), etwa beim Lächeln oder Zusammenkneifen der Augen. Da die Haut in der Augenregion besonders dünn ist, zeigen sie sich häufig relativ früh.
Ursache ist die wiederholte Anspannung des Augenringmuskels in Kombination mit der besonders dünnen, empfindlichen Haut im Augenbereich. UV-Strahlung und Austrocknung können die Fältchenbildung zusätzlich begünstigen. Anfangs nur bewegungsabhängige Krähenfüße können sich mit der Zeit dauerhaft einprägen.
Sind Krähenfüße überwiegend mimisch bedingt, kann in geeigneten Fällen eine Behandlung mit Botulinumtoxin infrage kommen; diese Anwendung zählt zu den bewährten, jedoch off-label eingesetzten Indikationen. Stehen eher trockenheitsbedingte Knitterfältchen im Vordergrund, rücken Hautpflege und Feuchtigkeit in den Fokus. Die Beurteilung erfolgt individuell.
Warum heißen sie Krähenfüße?
Wegen ihrer fächerförmigen Anordnung, die an die Spuren eines Vogelfußes erinnert.
Kann man Krähenfüße behandeln?
In geeigneten Fällen ja. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund ab.
Sind Krähenfüße ein Zeichen für Sonnenschäden?
Nicht ausschließlich. Sie entstehen vor allem durch Mimik, UV-Strahlung kann die Fältchenbildung aber begünstigen.
Krätze Skabies
Bei Verdacht auf Krätze sichern wir die Diagnose, planen die Behandlung und beraten zur wichtigen Mitbehandlung enger Kontaktpersonen.
Krätze, medizinisch Skabies, ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei var. hominis) verursacht wird. Die Milben graben kleine Gänge in die oberste Hautschicht und lösen dort eine entzündliche Reaktion aus. Typisch sind starker Juckreiz, besonders nachts, sowie kleine Papeln, Kratzspuren und manchmal feine Milbengänge. Skabies ist unangenehm, aber gut behandelbar. Wichtig ist, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen, weil sie sich innerhalb von Haushalten, Partnerschaften oder Gemeinschaftseinrichtungen leicht verbreiten kann.
Auslöser ist ein Befall mit der Krätzmilbe, die meist durch engen, längeren Hautkontakt übertragen wird. Eine kurze flüchtige Berührung reicht in der Regel nicht aus. Häufige Übertragungswege sind enger Körperkontakt in Familien, Partnerschaften oder Pflegeeinrichtungen.
- Enge Haushaltskontakte
- Partnerkontakt / gemeinsames Schlafen
- Gemeinschaftseinrichtungen
- Pflegeheime oder Einrichtungen mit engem Körperkontakt
- Geschwächtes Immunsystem
- Verzögerte Diagnose bei betroffenen Kontaktpersonen
Typisch sind:
- Starker Juckreiz, besonders nachts
- Kleine rote Papeln oder Knötchen
- Kratzspuren
- Ekzemartige Hautveränderungen
- Feine, geschlängelte Milbengänge
- Mitunter entzündete oder verkrustete Areale durch Kratzen
Besonders häufig betroffen sind:
Bei Säuglingen und Kleinkindern können auch Kopf, Handflächen und Fußsohlen betroffen sein.
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Verdächtig sind vor allem starker nächtlicher Juckreiz, typische Verteilungsmuster und gleichzeitige Beschwerden bei engen Kontaktpersonen. Je nach Befund kann versucht werden, Milben, Eier oder Milbengänge direkt nachzuweisen.
Die Behandlung erfolgt mit antiskabiösen Medikamenten, meist in Form einer medizinischen Creme, die auf den gesamten Körper aufgetragen wird. In bestimmten Situationen kommen auch Tabletten infrage. Wichtig ist, enge Kontaktpersonen mitzubehandeln, auch wenn diese noch keine Symptome haben, da sonst häufig eine erneute Ansteckung erfolgt.
Zusätzlich wichtig:
- Wäsche- und Hygienemaßnahmen
- Behandlung aller relevanten Haushalts- und engen Kontaktpersonen
- Geduld: Juckreiz kann auch nach erfolgreicher Behandlung noch einige Zeit anhalten
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei starkem, vor allem nächtlichem Juckreiz
- Wenn mehrere Familienmitglieder oder Kontaktpersonen gleichzeitig betroffen sind
- Bei juckenden Papeln an typischen Stellen wie Fingerzwischenräumen oder Genitalregion
- Wenn eine vermeintliche Ekzem- oder Allergiebehandlung nicht hilft
- Bei wiederkehrendem Juckreiz trotz bereits erfolgter Therapie
Ist Krätze ansteckend?
Ja. Skabies ist ansteckend und wird vor allem durch engen, längeren Hautkontakt übertragen.
Warum juckt Krätze nachts besonders stark?
Das ist typisch für Skabies. Die entzündliche Reaktion der Haut und die Aktivität der Milben führen oft nachts zu besonders starkem Juckreiz.
Muss die ganze Familie behandelt werden?
Häufig ja – zumindest enge Kontaktpersonen im selben Haushalt oder mit engem Hautkontakt, auch wenn sie noch keine Symptome haben.
Ist man nach einer Behandlung sofort beschwerdefrei?
Nicht immer. Der Juckreiz kann trotz erfolgreicher Behandlung noch einige Zeit anhalten.
Kann man Krätze auch mit normaler Körperpflege loswerden?
Nein. Es braucht eine gezielte medikamentöse Behandlung.
Lentigo maligna In-situ-Melanom
Langsam wachsende, bräunliche Flecken im Gesicht beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt dermatoskopisch im Rahmen der Hautkrebsvorsorge. Besteht der Verdacht auf eine Lentigo maligna, klären wir den Befund ab und entfernen ihn bei Bedarf ambulant zur feingeweblichen Untersuchung.
Die Lentigo maligna ist eine frühe, auf die oberste Hautschicht begrenzte Form des schwarzen Hautkrebses (ein sogenanntes In-situ-Melanom). Sie entsteht in der Regel langsam über Jahre auf chronisch sonnengeschädigter Haut, meist im Gesicht älterer Menschen. Wird sie nicht behandelt, kann sich daraus im Verlauf ein Lentigo-maligna-Melanom entwickeln, das in tiefere Hautschichten einwächst. Da die Lentigo maligna leicht mit harmlosen Altersflecken verwechselt werden kann, ist eine dermatologische Abklärung wichtig.
Wesentliche Ursache ist eine langjährige, chronische UV-Belastung der Haut. Über viele Jahre kann die Sonnenstrahlung die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) schädigen, sodass sich zunächst eine Lentigo maligna und später ein Melanom entwickeln kann.
- Höheres Lebensalter
- Heller Hauttyp
- Langjährige, intensive Sonnenexposition
- Chronische Lichtschädigung der Haut
- Frühere Hautkrebserkrankungen
- Berufliche oder Freizeit-bedingte UV-Belastung
Typisch ist ein langsam größer werdender, flacher Fleck. Warnzeichen sind:
- Bräunlicher bis braunschwarzer Fleck
- Unregelmäßige, unscharfe Begrenzung
- Ungleichmäßige Färbung mit hellen und dunklen Anteilen
- Langsame Größenzunahme über Monate bis Jahre
- Meist keine Beschwerden, kein Juckreiz oder Schmerz
Die Lentigo maligna tritt fast ausschließlich an Hautarealen auf, die über Jahre der Sonne ausgesetzt waren:
Die Beurteilung erfolgt durch die dermatologische Untersuchung, in der Regel ergänzt durch eine Dermatoskopie. Zur Sicherung der Diagnose wird der Befund meist entnommen und feingeweblich untersucht. Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Altersflecken (Lentigo solaris)
- Alterswarzen (seborrhoische Keratosen)
- anderen gutartigen Pigmentflecken
- bereits invasiven Melanomen
Als Standard gilt die vollständige operative Entfernung mit anschließender feingeweblicher Kontrolle. Da die Lentigo maligna häufig im Gesicht liegt, kommen dort teils gewebeschonende Verfahren mit genauer Randkontrolle zum Einsatz. Ist eine Operation – etwa wegen Ausdehnung, Lage oder Allgemeinzustand – nicht möglich, können in Einzelfällen andere Verfahren erwogen werden.
- Vollständige operative Entfernung
- Feingewebliche Untersuchung des entfernten Gewebes
- Bei Bedarf gewebeschonende Chirurgie mit Randkontrolle
- Alternative Verfahren, wenn eine Operation nicht infrage kommt
- Regelmäßige Nachkontrollen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei einem neuen oder langsam wachsenden bräunlichen Fleck im Gesicht
- Wenn ein Altersfleck seine Farbe, Form oder Begrenzung verändert
- Bei unregelmäßig gefärbten oder unscharf begrenzten Flecken
- Bei Unsicherheit, ob ein Fleck harmlos ist
- Zur regelmäßigen Hautkrebsvorsorge, besonders bei hellem Hauttyp
Ist die Lentigo maligna dasselbe wie ein Altersfleck?
Nein. Altersflecken (Lentigo solaris) sind harmlos. Die Lentigo maligna ist eine frühe Form des schwarzen Hautkrebses und kann ihr zum Verwechseln ähnlich sehen.
Ist die Lentigo maligna schon Krebs?
Sie ist eine sehr frühe, auf die oberste Hautschicht begrenzte Form (In-situ-Melanom), aus der sich unbehandelt ein invasives Melanom entwickeln kann.
Muss sie immer operiert werden?
In der Regel wird sie vollständig entfernt. Ist eine Operation nicht möglich, können andere Verfahren erwogen werden.
Wie kann ich vorbeugen?
Konsequenter Sonnenschutz und regelmäßige Hautkrebsvorsorge sind die wichtigsten Maßnahmen.
Der Begriff Lentigo solaris bezeichnet sonnenbedingte, gutartige Pigmentflecken der Haut, die umgangssprachlich meist als Altersflecken oder Sonnenflecken bezeichnet werden. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Diagnose, Behandlung und möglichen Lasertherapien findest Du im Lexikonartikel Altersflecken.
Lichen sclerosus
Lichen sclerosus betreuen wir in unserer Praxis langfristig selbst – mit entzündungshemmender Lokaltherapie, regelmäßigen Verlaufskontrollen und Beratung zu schonender Pflege, um Beschwerden zu lindern und Vernarbungen vorzubeugen.
Lichen sclerosus ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die vor allem den Genital- und Analbereich betrifft. Typisch sind weißliche, entzündlich veränderte, empfindliche Hautareale, die jucken, brennen oder schmerzhaft sein können. Die Erkrankung kann sowohl Frauen als auch Männer betreffen, kommt jedoch bei Frauen deutlich häufiger vor. Unbehandelt kann Lichen sclerosus zu Narbenbildung, Hautveränderungen und funktionellen Beschwerden führen. Deshalb ist eine frühzeitige dermatologische oder gynäkologische/urologische Abklärung wichtig.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen, insbesondere:
Lichen sclerosus ist nicht ansteckend und wird nicht durch mangelnde Hygiene verursacht.
- Autoimmunologische Mechanismen
- Genetische Veranlagung
- Hormonelle Einflüsse
- Chronische Reizung empfindlicher Haut
- Entzündliche Veränderungen im Genitalbereich
- Weibliches Geschlecht
- Autoimmunerkrankungen
- Familiäre Veranlagung
- Höheres Lebensalter, aber auch jüngere Betroffene sind möglich
- Frühere chronische Reizzustände im Genitalbereich
Die Beschwerden können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Typische Symptome sind:
Bei manchen Betroffenen verläuft die Erkrankung phasenweise mit stärkeren und schwächeren Beschwerden.
- Starker Juckreiz
- Brennen
- Wundheitsgefühl
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Hautrisse
- Weißliche, pergamentartige Hautveränderungen
- Blutungen kleiner Einrisse
- Spannungsgefühl
- Bei längerem Verlauf narbige Veränderungen
Am häufigsten betroffen sind:
Seltener können auch extragenitale Hautareale betroffen sein.
Die Diagnose erfolgt durch die klinische Untersuchung der Hautveränderungen. In vielen Fällen ist das typische Erscheinungsbild bereits richtungsweisend. Bei unklaren Befunden oder zur Absicherung kann eine Gewebeprobe sinnvoll sein.
Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen, zum Beispiel:
- Ekzemen
- Pilzinfektionen
- Lichen ruber
- Psoriasis
- chronischen Reizzuständen
- präkanzerösen oder anderen tumorösen Veränderungen im Genitalbereich
Lichen sclerosus sollte konsequent behandelt werden, um Beschwerden zu lindern, Entzündungen zu kontrollieren und Vernarbungen möglichst zu verhindern.
Mögliche Therapiebausteine:
- Entzündungshemmende Lokaltherapie
- Rückfettende und reizlindernde Pflege
- Langfristige Verlaufskontrollen
- Behandlung von Einrissen oder sekundären Reizzuständen
- Aufklärung über schonende Intimpflege und Triggervermeidung
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei wiederkehrendem oder dauerhaftem Juckreiz im Genitalbereich
- Bei weißlichen, empfindlichen oder schmerzhaften Hautveränderungen
- Bei Einrissen, Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Wenn wiederholt Pilzbehandlungen nicht helfen
- Wenn Hautveränderungen im Intimbereich unklar sind oder sich verändern
Ist Lichen sclerosus ansteckend?
Nein. Lichen sclerosus ist nicht ansteckend und keine sexuell übertragbare Erkrankung.
Ist Lichen sclerosus ein Pilz?
Nein. Die Erkrankung wird oft zunächst mit einem Pilz verwechselt, ist aber eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung.
Warum ist eine frühe Behandlung wichtig?
Weil unbehandelter Lichen sclerosus zu Narbenbildung, Hautverengungen und anhaltenden Beschwerden führen kann.
Kann Lichen sclerosus nur Frauen betreffen?
Nein. Männer können ebenfalls betroffen sein, meist an Vorhaut und Eichel.
Muss Lichen sclerosus dauerhaft kontrolliert werden?
Ja, regelmäßige Kontrollen sind sinnvoll, um die Erkrankung stabil zu halten und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Lichtschutzfaktor LSF / SPF
Der Lichtschutzfaktor (LSF; englisch Sun Protection Factor, SPF) gibt an, wie gut ein Sonnenschutzmittel die Haut vor der Strahlung schützt, die einen Sonnenbrand auslöst. Er beschreibt damit vor allem den Schutz vor UV-B-Strahlung. Vereinfacht gibt der LSF an, um welchen Faktor sich die Zeit verlängert, die man mit Sonnenschutz in der Sonne verbringen kann, bevor die Haut gerötet reagiert – verglichen mit ungeschützter Haut.
Der LSF bezieht sich in erster Linie auf die UV-B-Strahlung, die hauptsächlich für den Sonnenbrand verantwortlich ist. Über den Schutz vor UV-A-Strahlung sagt der LSF-Wert allein nichts aus. UV-A dringt tiefer in die Haut ein und trägt zu lichtbedingter Hautalterung und langfristigen Hautschäden bei. Ein guter Sonnenschutz sollte deshalb ein Breitbandschutz sein und beide Strahlungsarten abdecken.
In der EU wird empfohlen, dass der UV-A-Schutz mindestens ein Drittel des angegebenen LSF beträgt. Ist diese Anforderung erfüllt, trägt die Verpackung das Symbol „UVA“ in einem Kreis. Beim Kauf lohnt sich daher der Blick auf dieses Zeichen bzw. auf den Hinweis „Breitbandschutz“.
Zur besseren Orientierung werden Sonnenschutzmittel in vier Schutzklassen eingeteilt:
- Niedrig: LSF 6–10
- Mittel: LSF 15–25
- Hoch: LSF 30–50
- Sehr hoch: LSF 50+
Einen vollständigen Schutz gibt es nicht: Auch ein sehr hoher LSF hält nicht die gesamte UV-Strahlung ab. Bezeichnungen wie „Sunblocker“ oder „100 % Schutz“ sind daher irreführend und in der EU nicht zulässig.
- Ausreichend auftragen – häufig wird zu wenig verwendet
- Etwa 20–30 Minuten vor dem Sonnenbad eincremen
- Regelmäßig nachcremen, besonders nach dem Schwimmen, Abtrocknen oder Schwitzen
- Sonnenterrassen wie Nase, Ohren, Nacken und Fußrücken nicht vergessen
- Nachcremen verlängert die Schutzzeit nicht – es erhält sie nur
Sind LSF und SPF dasselbe?
Ja. LSF ist die deutsche, SPF die englische Abkürzung für denselben Wert.
Schützt ein hoher LSF automatisch vor UV-A?
Nicht zwangsläufig. Der LSF beschreibt vor allem den UV-B-Schutz. Auf das UVA-Symbol bzw. „Breitbandschutz“ achten.
Reicht LSF 50 für den ganzen Tag?
Nein. Auch bei hohem LSF muss regelmäßig nachgecremt werden, und ein vollständiger Schutz besteht nie.
Brauche ich auch bei Bewölkung Sonnenschutz?
Ja. Ein erheblicher Teil der UV-Strahlung dringt auch durch Wolken.
Lipom
Tastbare Knoten unter der Haut klären wir ab und entfernen störende oder unklare Lipome bei Bedarf im Rahmen ambulanter Operationen – mit feingeweblicher Untersuchung.
Ein Lipom ist ein gutartiger Tumor des Fettgewebes. Es handelt sich um eine weiche bis prall-elastische, meist gut verschiebliche Schwellung unter der Haut. Lipome wachsen in der Regel langsam und verursachen häufig lange Zeit keine Beschwerden. Viele Betroffene bemerken sie zufällig beim Tasten. Medizinisch sind Lipome meist harmlos, können aber je nach Größe, Lokalisation oder kosmetischer Beeinträchtigung störend sein.
Die genaue Ursache für die Entstehung von Lipomen ist nicht vollständig geklärt. Häufig scheint eine genetische Veranlagung eine Rolle zu spielen. Lipome entstehen aus Fettzellen und können einzeln oder mehrfach auftreten.
- Familiäre Veranlagung
- Zunehmendes Lebensalter
- Mehrfache Lipome in der Familie
- Selten bestimmte seltene Syndrome mit multiplen Fettgewebsvermehrungen
Typisch sind:
- Weiche oder prall-elastische Schwellung unter der Haut
- Meist gut verschieblich
- Langsames Wachstum
- Häufig schmerzlos
- Gelegentlich Druckgefühl bei ungünstiger Lage
- Kosmetische Beeinträchtigung
Lipome können grundsätzlich überall auftreten, besonders häufig jedoch an:
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische Untersuchung. Häufig lässt sich ein Lipom bereits durch Tasten gut einschätzen. Bei unklaren, sehr tiefen, schnell wachsenden oder ungewöhnlich festen Befunden kann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Atherom
- Zysten
- Fibromen
- anderen gutartigen Weichteiltumoren
- in seltenen Fällen bösartigen Weichteilveränderungen
Ein Lipom muss nicht zwingend entfernt werden, wenn es klein, unauffällig und beschwerdefrei ist.
Eine Entfernung kann sinnvoll sein:
Die Behandlung besteht in der Regel in einer operativen Entfernung. Dabei wird das Lipom vollständig aus dem Unterhautfettgewebe herausgelöst.
- bei Schmerzen oder Druckgefühl
- bei deutlicher Größenzunahme
- bei kosmetischer Störung
- wenn die Diagnose nicht ganz eindeutig ist
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn ein neuer Knoten unter der Haut auffällt
- Wenn die Schwellung wächst
- Wenn Schmerzen, Druckgefühl oder Bewegungseinschränkungen auftreten
- Wenn unklar ist, ob es sich wirklich um ein Lipom handelt
- Wenn mehrere Knoten gleichzeitig bestehen
Ist ein Lipom gefährlich?
In der Regel nicht. Lipome sind meist gutartig und wachsen langsam.
Kann ein Lipom von selbst verschwinden?
Nein, normalerweise nicht. Es kann über lange Zeit unverändert bleiben oder langsam wachsen.
Muss jedes Lipom operiert werden?
Nein. Kleine, unauffällige und sichere Lipome müssen nicht zwingend entfernt werden.
Woran erkennt man ein Lipom?
Typisch ist ein weicher, verschieblicher Knoten unter der Haut, der langsam wächst und meist nicht schmerzt.
Kann ein Lipom weh tun?
Ja, vor allem wenn es auf umliegendes Gewebe drückt oder ungünstig liegt. Viele Lipome sind aber in der Regel schmerzlos.
Lippenherpes ist die häufigste Form des Herpes simplex und äußert sich typischerweise durch schmerzhafte Bläschen an Lippen oder Lippenrand. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Ansteckung, Auslösern, Behandlung und Rückfällen findest Du im Lexikonartikel Herpes simplex.
Makrophagen Fresszellen des Immunsystems
Makrophagen (wörtlich „große Fresszellen“) sind Zellen des Immunsystems. Sie nehmen Krankheitserreger, abgestorbene Zellen und Fremdkörper in sich auf und bauen sie ab. Damit gehören sie zur körpereigenen Abwehr und spielen auch bei der Wundheilung eine wichtige Rolle.
Makrophagen „verschlingen“ Fremdstoffe und abgestorbene Zellen (Fachbegriff: Phagozytose). Sie sind Teil der angeborenen Immunabwehr, helfen beim Aufräumen von Gewebe und unterstützen die Heilung nach Verletzungen.
In einem Tattoo nehmen Makrophagen die Farbpigmente auf, können die großen Teilchen aber nicht abtransportieren. Stirbt eine Fresszelle ab, übernimmt die nächste die Pigmente – das Tattoo bleibt sichtbar. Nach der Laserbehandlung sind die Pigmente in kleine Teilchen zerlegt; die Makrophagen nehmen diese auf und transportieren sie über das Lymphsystem ab. So verblasst das Tattoo über mehrere Sitzungen.
Was sind Makrophagen?
Fresszellen des Immunsystems, die Fremdstoffe und abgestorbene Zellen aufnehmen und abbauen.
Welche Rolle spielen sie bei Tattoos?
Sie speichern die Farbpigmente; nach der Laserbehandlung transportieren sie die zerkleinerten Pigmente über das Lymphsystem ab.
Warum dauert der Abbau so lange?
Weil der Abtransport der Pigmente über das Lymphsystem ein langsamer, körpereigener Prozess ist.
Marionettenfalten Mundwinkel-Kinn-Falten
Ob Marionettenfalten vorliegen und welche Möglichkeiten sinnvoll sind, beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt individuell – nach Untersuchung und Aufklärung.
Marionettenfalten verlaufen von den Mundwinkeln senkrecht nach unten Richtung Kinn. Sie können den Gesichtsausdruck müde oder traurig wirken lassen und zählen meist zu den statischen Falten.
Ursache ist meist der natürliche Abbau von Kollagen und Elastin, ein Volumenverlust und eine Absenkung des Gewebes im Laufe der Hautalterung.
Im Vordergrund stehen Volumen und Hautstruktur, weniger die Muskelbewegung. In geeigneten Fällen können daher Verfahren in Betracht gezogen werden, die Volumen ersetzen – etwa mit Hyaluronsäure. Welche Möglichkeiten sinnvoll sind, wird individuell ärztlich beurteilt.
Worin unterscheiden sie sich von Nasolabialfalten?
Nasolabialfalten verlaufen von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln, Marionettenfalten von den Mundwinkeln Richtung Kinn.
Was hilft gegen Marionettenfalten?
Je nach Befund kommen Verfahren infrage, die Volumen ersetzen oder die Hautstruktur unterstützen. Die Eignung wird individuell ärztlich beurteilt.
Melanin Hautpigment
Melanin ist der wichtigste natürliche Farbstoff (das Pigment) von Haut, Haaren und Augen. Es wird von spezialisierten Zellen, den Melanozyten, gebildet und bestimmt maßgeblich, wie hell oder dunkel Haut und Haare sind. Melanin schützt die Haut vor UV-Strahlung, indem es einen Teil der Strahlung aufnimmt.
- Eumelanin – bräunlich-schwarzes Pigment
- Phäomelanin – rötlich-gelbes Pigment
- Das Verhältnis beider Formen beeinflusst Haut- und Haarfarbe
Bei Sonneneinstrahlung bildet die Haut vermehrt Melanin – die Bräunung ist im Grunde eine Schutzreaktion. Dieser Schutz ist jedoch nicht vollständig; ein konsequenter Sonnenschutz bleibt wichtig, um UV-Schäden vorzubeugen.
Melanin ist ein wichtiges Chromophor, also eine Zielstruktur für Licht. Bei der Haarentfernung ist das Melanin im Haar das Ziel, bei Pigmentflecken das Melanin in der Haut. Ein hoher Melaningehalt der Haut (dunklere Hauttypen) kann jedoch dazu führen, dass mehr Energie in der Oberhaut aufgenommen wird. Deshalb sind die Wahl von Wellenlänge und Parametern sowie eine individuelle Einschätzung entscheidend.
Was macht Melanin?
Es färbt Haut, Haare und Augen und schützt die Haut teilweise vor UV-Strahlung.
Warum ist Melanin bei Laserbehandlungen wichtig?
Es ist einerseits Zielstruktur (etwa bei Haarentfernung und Pigment), andererseits ein Faktor für die Sicherheit bei dunklerer Haut.
Haben alle Menschen gleich viel Melanin?
Nein. Der Melaningehalt ist individuell und überwiegend genetisch bedingt.
Melanom
Auffällige oder neue Pigmentmale beurteilen wir dermatoskopisch im Rahmen der Hautkrebsvorsorge. Besteht der Verdacht auf ein Melanom, entfernen wir die Hautveränderung ambulant und lassen sie feingeweblich untersuchen.
Das Melanom, auch malignes Melanom oder umgangssprachlich schwarzer Hautkrebs, ist ein bösartiger Tumor der pigmentbildenden Zellen der Haut, der sogenannten Melanozyten. Das Melanom gehört zu den wichtigsten und potenziell gefährlichsten Hauttumoren, weil es – im Gegensatz zu vielen Formen des weißen Hautkrebses – frühzeitig in tiefere Hautschichten einwachsen und in andere Organe streuen kann. Ein Melanom kann neu entstehen oder sich aus einem bereits bestehenden Pigmentmal entwickeln. Je früher es erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deshalb spielt die Hautkrebsvorsorge eine besonders wichtige Rolle.
Die Entstehung eines Melanoms ist multifaktoriell. Besonders wichtig sind:
- UV-Strahlung und wiederholte Sonnenbrände
- Genetische Veranlagung
- Heller Hauttyp
- Viele Pigmentmale
- Atypische oder dysplastische Nävi
- Familiäre Belastung mit Melanom
- Heller Hauttyp
- Sonnenbrände, insbesondere in Kindheit und Jugend
- Häufige intensive UV-Belastung
- Solariumbesuche
- Viele Muttermale
- Atypische Pigmentmale
- Melanom in der Familie
- Eigene frühere Hautkrebserkrankung
- Immunsuppression
Ein Melanom kann sehr unterschiedlich aussehen. Warnzeichen sind vor allem Veränderungen eines Pigmentmals oder neu auftretende dunkle Hautveränderungen.
Mögliche Hinweise:
Zur ersten Orientierung dient die ABCDE-Regel:
Nicht jede auffällige Pigmentveränderung ist ein Melanom – aber jede auffällige Veränderung sollte dermatologisch kontrolliert werden.
- Neues dunkles oder unregelmäßiges Pigmentmal
- Veränderung eines bestehenden Muttermals
- Unterschiedliche Farbtöne innerhalb eines Flecks
- Unregelmäßige Begrenzung
- Zunahme von Größe oder Dicke
- Juckreiz, Blutung oder Krustenbildung
- Asymmetrie
- A = Asymmetrie
- B = Begrenzung unregelmäßig
- C = Color / Farbe uneinheitlich
- D = Durchmesser auffällig oder Wachstum
- E = Entwicklung / Veränderung
Melanome können grundsätzlich überall an der Haut entstehen, auch an Stellen, die nicht ständig der Sonne ausgesetzt sind. Häufige Lokalisationen sind:
Die Diagnose erfolgt durch die hautärztliche Untersuchung, meist in Kombination mit einer Dermatoskopie. Wenn der Verdacht auf ein Melanom besteht, wird die Hautveränderung in der Regel operativ entfernt und feingeweblich untersucht.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- harmlosen Muttermalen
- dysplastischen Nävi
- seborrhoischen Keratosen / Alterswarzen
- Lentigines
- anderen pigmentierten Hauttumoren
Die wichtigste Therapie ist die vollständige operative Entfernung. Das weitere Vorgehen hängt von der Tumordicke, dem histologischen Befund und dem Stadium ab.
Mögliche Therapiebausteine:
- Operative Entfernung mit Sicherheitsabstand
- Histologische Untersuchung
- Weitere Staging-Diagnostik bei tieferen oder fortgeschrittenen Befunden
- Interdisziplinäre Mitbehandlung in spezialisierten Zentren bei fortgeschrittenen Stadien
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn ein Muttermal neu entsteht oder sich verändert
- Bei unregelmäßiger Farbe, Form oder Begrenzung
- Wenn ein Pigmentfleck juckt, blutet oder wächst
- Bei vielen Muttermalen oder familiärer Belastung
- Zur regelmäßigen Hautkrebsvorsorge
Ist jedes dunkle Muttermal ein Melanom?
Nein. Viele Muttermale sind harmlos. Entscheidend ist, ob sie auffällig aussehen oder sich verändern.
Kann ein Melanom auch hautfarben sein?
Ja, selten gibt es auch amelanotische Melanome, die wenig oder kein Pigment enthalten.
Warum ist die Hautkrebsvorsorge so wichtig?
Weil ein Melanom im Frühstadium oft sehr gut behandelbar ist. Je später es erkannt wird, desto größer wird das Risiko für ein tieferes Wachstum oder eine Streuung.
Kann ein Melanom aus einem bestehenden Muttermal entstehen?
Ja. Es kann sowohl aus einem bestehenden Pigmentmal entstehen als auch neu auftreten.
Ist schwarzer Hautkrebs heilbar?
Insbesondere wenn er früh erkannt und vollständig entfernt wird, sind die Heilungschancen häufig sehr gut.
Melasma
Pigmentstörungen wie das Melasma ordnen wir sorgfältig ein und beraten zu Sonnenschutz und geeigneter Pflege. Gerade beim Melasma ist ein vorsichtiges, individuell geplantes Vorgehen wichtig, da aggressive Laserbehandlungen es verschlechtern können.
Das Melasma ist eine erworbene Pigmentstörung, bei der sich symmetrische, bräunliche Verfärbungen vor allem im Gesicht entwickeln. Besonders häufig betroffen sind Frauen. Die Pigmentflecken entstehen meist an Stirn, Wangen, Oberlippe oder Schläfen und können kosmetisch sehr belastend sein. Das Melasma ist gutartig, neigt aber häufig zu einem chronischen oder wiederkehrenden Verlauf.
Die Entstehung des Melasmas ist multifaktoriell. Eine zentrale Rolle spielen:
- UV-Strahlung
- Hormonelle Einflüsse
- Genetische Veranlagung
- Schwangerschaft
- Hormonelle Verhütung oder hormonelle Veränderungen
- Wärme und sichtbares Licht als mögliche Verstärker
- Weibliches Geschlecht
- Dunklere Hauttypen
- Schwangerschaft
- Einnahme hormoneller Präparate
- Intensive Sonnenexposition
- Familiäre Veranlagung
Typisch sind:
- Symmetrische, bräunliche Pigmentflecken
- Langsam zunehmende Verfärbungen
- Keine Schmerzen oder Entzündung
- Kosmetisch störendes Hautbild
- Häufig chronischer oder saisonal schwankender Verlauf
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Pigmentstörungen, zum Beispiel:
- Altersflecken / Lentigines
- postinflammatorischer Hyperpigmentierung
- pigmentierten Nävi
- medikamentenbedingten Verfärbungen
Das Melasma ist oft hartnäckig. Ziel der Behandlung ist es, die Pigmentbildung zu reduzieren und Rückfälle zu vermeiden.
Mögliche Maßnahmen:
Wichtig: Nicht jede Laserbehandlung ist beim Melasma sinnvoll. Unsachgemäße oder aggressive Verfahren können die Pigmentstörung sogar verschlechtern. Deshalb sollte die Behandlung individuell dermatologisch geplant werden.
- Konsequenter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor
- Pigmentregulierende topische Therapien
- Dermatologische Pflegekonzepte
- Schonende Verfahren zur Verbesserung des Hautbildes
- Individuelle Behandlungsplanung je nach Ausprägung und Hauttyp
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei neu auftretenden bräunlichen Flecken im Gesicht
- Wenn Pigmentflecken nach Schwangerschaft oder hormonellen Veränderungen zunehmen
- Bei Unsicherheit, ob es sich um Melasma, Altersflecken oder andere Pigmentstörungen handelt
- Wenn kosmetisch störende Verfärbungen bestehen und eine Behandlung gewünscht ist
Ist Melasma gefährlich?
Nein. Melasma ist eine gutartige Pigmentstörung.
Warum tritt Melasma so häufig in der Schwangerschaft auf?
Hormonelle Veränderungen fördern die Pigmentbildung und können ein Melasma auslösen oder verstärken.
Kann man Melasma lasern?
Nicht pauschal. Manche Laser oder aggressive Verfahren können das Melasma verschlechtern. Die Therapie sollte individuell dermatologisch geplant werden.
Ist Melasma dasselbe wie Altersflecken?
Nein. Altersflecken entstehen meist punktförmig durch chronische UV-Schäden, während Melasma typischerweise symmetrische flächige Pigmentierungen im Gesicht verursacht.
Kommt Melasma wieder?
Ja, leider häufig. Vor allem UV-Strahlung kann Rückfälle begünstigen.
Milien Grießkörner
Kosmetisch störende Milien entfernen wir bei Bedarf fachgerecht unter sterilen Bedingungen und grenzen sie zuvor von anderen kleinen Hautknötchen ab.
Milien, umgangssprachlich oft Grießkörner genannt, sind kleine, weißlich-gelbliche, oberflächliche Hornzysten der Haut. Sie entstehen, wenn sich Keratin unter der Haut ansammelt. Milien sind gutartig, nicht ansteckend und medizinisch meist harmlos, können jedoch – insbesondere im Gesicht – kosmetisch störend sein.
Milien können spontan entstehen oder im Zusammenhang mit bestimmten Hautveränderungen auftreten. Man unterscheidet primäre Milien und sekundäre Milien.
Mögliche Ursachen oder begünstigende Faktoren:
- Verhornungsstörungen
- Hautregeneration nach kleinen Verletzungen oder Entzündungen
- Sonnengeschädigte Haut
- Okklusive, sehr reichhaltige Pflegeprodukte in einzelnen Fällen
- Selten im Zusammenhang mit Blasen- oder Narbenerkrankungen
- Neigung zu Verhornungsstörungen
- Sonnengeschädigte Haut
- Reifere Haut
- Vorangegangene Hautverletzungen oder Entzündungen
- Teilweise sehr okklusive Hautpflege im Augenbereich
Typisch sind:
- Kleine weiße bis gelblich-weiße Knötchen
- Feste, stecknadelkopfgroße Erhebungen
- Keine Schmerzen
- Keine Entzündung
- Kosmetisch störende Hautveränderungen
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische dermatologische Untersuchung. Das Erscheinungsbild ist häufig typisch. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen kleinen Hautknötchen, zum Beispiel:
- Syringomen
- kleinen Talgdrüsenveränderungen
- Xanthelasmen in atypischer Form
- entzündlichen Papeln
Milien müssen medizinisch meist nicht behandelt werden. Wenn sie kosmetisch stören, können sie fachgerecht entfernt werden.
Mögliche Maßnahmen:
- Eröffnung und Entfernung unter sterilen Bedingungen
- Schonende dermatologische Abtragung in geeigneten Fällen
- Hautpflegeberatung bei wiederkehrender Neigung
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn unklar ist, ob es sich wirklich um Milien handelt
- Wenn die Knötchen kosmetisch stören
- Wenn sehr viele Milien neu auftreten
- Wenn zusätzlich entzündliche Hautveränderungen bestehen
Sind Milien ansteckend?
Nein. Milien sind nicht ansteckend.
Darf man Milien selbst ausdrücken?
Davon ist eher abzuraten, besonders im Augenbereich. Unsachgemäße Manipulation kann zu Reizung, Entzündung oder kleinen Narben führen.
Sind Milien dasselbe wie Pickel?
Nein. Milien sind kleine Hornzysten und keine klassische Akne.
Warum treten Milien oft an den Augenlidern auf?
Die Haut ist dort besonders fein, und kleine Verhornungsstörungen fallen in diesem Bereich schnell auf.
Müssen Milien entfernt werden?
Nicht zwingend. Die Entfernung ist meist eher aus kosmetischen Gründen sinnvoll.
Mimische Falten dynamische Falten
Ob mimische Falten vorliegen und welche Möglichkeiten im Einzelfall sinnvoll sind, beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt individuell – nach Untersuchung und Aufklärung.
Mimische Falten – auch dynamische Falten genannt – entstehen durch die wiederholte Bewegung der Gesichtsmuskulatur. Immer wenn wir lachen, die Stirn runzeln, die Augenbrauen heben oder die Augen zusammenkneifen, faltet sich die Haut an denselben Stellen. Anfangs sind diese Falten nur während der Mimik sichtbar und verschwinden in Ruhe wieder. Mit den Jahren und nachlassender Elastizität der Haut können sie sich zunehmend einprägen.
Ursache ist die wiederholte Anspannung der mimischen Muskulatur. Dabei verläuft die Faltenrichtung meist senkrecht zum Zug des jeweiligen Muskels. Bereits ab etwa Mitte 20 baut die Haut zunehmend Kollagen und Elastin ab und verliert an Rückstellkraft. Dadurch können sich anfangs nur bewegungsabhängige Falten mit der Zeit dauerhaft einprägen – aus mimischen Falten werden dann statische Falten.
Zu den häufigsten mimischen Falten zählen:
Solange Falten überwiegend mimisch bedingt sind, kann in geeigneten Fällen eine Behandlung mit Botulinumtoxin infrage kommen, das die zugrunde liegende Muskelbewegung vorübergehend abschwächt. Sind bereits statische Anteile vorhanden, werden häufig ergänzende Verfahren in Betracht gezogen, die auf Volumen und Hautstruktur zielen. Welche Möglichkeiten sinnvoll sind, hängt vom individuellen Befund ab und wird ärztlich beurteilt.
Was ist der Unterschied zu statischen Falten?
Mimische Falten zeigen sich zunächst nur bei Bewegung, statische Falten sind auch bei entspanntem Gesicht sichtbar.
Kann man mimischen Falten vorbeugen?
Vollständig verhindern lassen sie sich nicht. Konsequenter Sonnenschutz, gute Hautpflege und der Verzicht auf Nikotin können die Hautalterung jedoch günstig beeinflussen.
Werden mimische Falten mit der Zeit dauerhaft?
Ja, sie können mit den Jahren in statische Falten übergehen und dann auch in Ruhe sichtbar bleiben.
Morbus Bowen Bowen-Karzinom
Der Morbus Bowen ist eine frühe Vorstufe bzw. Frühform des weißen Hautkrebses (Carcinoma in situ). In unserer Praxis behandeln wir ihn je nach Befund mit operativer Entfernung, photodynamischer Therapie (PDT) oder – ähnlich wie bei aktinischen Keratosen – mit dem CO₂-Laser.
Der Morbus Bowen ist eine frühe Form des weißen Hautkrebses und gilt als sogenannte Carcinoma-in-situ-Erkrankung. Die bösartig veränderten Zellen befinden sich ausschließlich in der obersten Hautschicht und haben die Basalmembran noch nicht durchbrochen. Unbehandelt kann sich daraus ein invasives Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) entwickeln.
Die Erkrankung entsteht meist durch langjährige UV-Schäden der Haut. Weitere Ursachen können chronische Entzündungen, Immunsuppression und bestimmte HPV-Infektionen sein.
- Intensive UV-Belastung
- Heller Hauttyp
- Höheres Lebensalter
- Immunsuppression
- HPV-Infektionen
- Chronische Hautschäden
Typisch sind:
- Langsam wachsende rote Hautstellen
- Schuppende Plaques
- Krustenbildung
- Unscharf begrenzte Hautveränderungen
- Gelegentlicher Juckreiz
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung, Dermatoskopie und eine Gewebeprobe.
Mögliche Behandlungen:
- Photodynamische Therapie (PDT)
- Cremetherapie
- Operative Entfernung
- Kürettage
- Laserverfahren in ausgewählten Fällen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
Bei schuppenden, nicht abheilenden oder langsam wachsenden Hautveränderungen.
Ist Morbus Bowen Hautkrebs?
Es handelt sich um eine Frühform des weißen Hautkrebses.
Kann daraus ein Spinaliom entstehen?
Ja.
Ist eine PDT möglich?
Ja, insbesondere bei geeigneten oberflächlichen Befunden.
Muss immer operiert werden?
Nein, dies hängt von Größe und Lokalisation ab.
Muttermal
Muttermale beurteilen wir dermatoskopisch im Rahmen der Hautkrebsvorsorge, kontrollieren auffällige Pigmentmale im Verlauf und entfernen verdächtige Veränderungen bei Bedarf ambulant. Verdächtige Muttermale werden grundsätzlich nicht gelasert, sondern fachgerecht abgeklärt.
Ein Muttermal – medizinisch meist als Nävus oder Pigmentmal bezeichnet – ist eine gutartige Ansammlung pigmentbildender Zellen oder anderer Zellstrukturen in der Haut. Muttermale können flach oder erhaben, hell- oder dunkelbraun, hautfarben, rundlich oder unregelmäßig sein. Viele Menschen haben zahlreiche Muttermale am ganzen Körper. Die meisten Muttermale sind harmlos. Wichtig ist jedoch, auffällige oder sich verändernde Muttermale frühzeitig dermatologisch beurteilen zu lassen, da manche Veränderungen Vorstufen oder Hinweise auf schwarzen Hautkrebs (Melanom) sein können.
Muttermale können angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Ihre Entstehung wird unter anderem beeinflusst durch:
- genetische Veranlagung
- Hauttyp
- UV-Strahlung
- hormonelle Einflüsse
- individuelle Pigmentzellverteilung der Haut
- Viele Pigmentmale
- Heller Hauttyp
- Atypische Nävi
- Häufige Sonnenbrände
- Melanom in der Familie
- Frühere Hautkrebserkrankung
- Immunsuppression
Muttermale können sehr unterschiedlich aussehen. Typisch sind:
Auffällig und kontrollbedürftig können sein:
Für die erste Orientierung dient die ABCDE-Regel:
- Braune, schwarze oder hautfarbene Flecken oder Knötchen
- Flache oder erhabene Hautveränderungen
- Rundliche oder ovale Form
- Unterschiedliche Größe
- Teilweise Behaarung
- rasche Veränderung
- Juckreiz oder Blutung
- unregelmäßige Begrenzung
- unterschiedliche Farbtöne
- neue dunkle Flecken im Erwachsenenalter
- A = Asymmetrie
- B = Begrenzung unregelmäßig
- C = Color / Farbe uneinheitlich
- D = Durchmesser / Dynamik
- E = Entwicklung / Veränderung
Muttermale können grundsätzlich an jeder Hautstelle vorkommen:
Die Beurteilung erfolgt durch die hautärztliche Untersuchung, häufig ergänzt durch eine Dermatoskopie. So kann eingeschätzt werden, ob es sich um ein harmloses Muttermal, einen atypischen Nävus oder eine verdächtige Veränderung handelt.
Ein harmloses Muttermal muss nicht entfernt werden. Eine Entfernung kann jedoch sinnvoll sein:
Verdächtige Muttermale sollten nicht gelasert, sondern fachgerecht dermatologisch abgeklärt und bei Bedarf operativ entfernt werden.
- bei Verdacht auf eine bösartige Veränderung
- bei wiederholter Reizung
- bei ungünstiger Lokalisation
- aus kosmetischen Gründen in ausgewählten Fällen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn ein Muttermal neu auftritt oder sich verändert
- Wenn es juckt, blutet oder verkrustet
- Bei unregelmäßiger Form oder mehreren Farbtönen
- Wenn viele Muttermale vorhanden sind
- Zur regelmäßigen Hautkrebsvorsorge
Ist jedes Muttermal gefährlich?
Nein. Die meisten Muttermale sind gutartig.
Kann aus einem Muttermal Hautkrebs entstehen?
Ja, in einzelnen Fällen kann sich aus einem Pigmentmal ein Melanom entwickeln oder ein Melanom kann wie ein Muttermal aussehen.
Sollte man Muttermale lasern lassen?
Verdächtige Pigmentmale sollten nicht gelasert werden. Vor jeder Entfernung muss klar sein, um welche Hautveränderung es sich handelt.
Was bedeutet „auffälliges Muttermal"?
Zum Beispiel ein Muttermal, das wächst, seine Farbe verändert, unregelmäßig aussieht, juckt oder blutet.
Wie oft sollte man Muttermale kontrollieren lassen?
Das hängt vom individuellen Risiko ab. Bei vielen oder auffälligen Muttermalen sind regelmäßige hautärztliche Kontrollen sinnvoll.
Nagelpilz
Auffällige Nägel ordnen wir zuverlässig ein – mit PCR-Pilzdiagnostik – und grenzen Nagelpilz von Nagelpsoriasis und anderen Nagelerkrankungen ab, bevor eine längere Therapie begonnen wird.
Nagelpilz, medizinisch Onychomykose, ist eine Pilzinfektion der Finger- oder Zehennägel. Am häufigsten sind die Zehennägel betroffen, insbesondere der Großzehennagel. Typisch sind Verdickungen, gelbliche oder weißliche Verfärbungen, Brüchigkeit und Ablösungen des Nagels. Nagelpilz ist sehr häufig, heilt ohne Behandlung meist nicht von selbst ab und kann sich langsam auf weitere Nägel ausbreiten. Für viele Betroffene ist Nagelpilz nicht nur ein kosmetisches Problem: Verdickte oder verformte Nägel können auch Druckschmerzen, Probleme beim Gehen oder wiederkehrende Reizungen verursachen.
Auslöser sind meist Fadenpilze (Dermatophyten), seltener Hefen oder Schimmelpilze. Die Erreger befallen die Nagelplatte oder das Nagelbett und führen dort zu einer chronischen Infektion. Häufig entsteht Nagelpilz auf dem Boden eines Fußpilzes, der sich von der Haut auf den Nagel ausbreitet.
- Fußpilz
- Feucht-warmes Schuhklima
- Schwimmbäder, Umkleiden, Gemeinschaftsduschen
- Höheres Lebensalter
- Diabetes mellitus
- Durchblutungsstörungen
- Nagelverletzungen
- Verdickte oder vorgeschädigte Nägel
- Immunsuppression
Typische Anzeichen sind:
- Gelbliche, weißliche oder bräunliche Verfärbungen
- Verdickung des Nagels
- Brüchigkeit
- Splitternde oder poröse Nagelplatte
- Ablösung des Nagels vom Nagelbett
- Unregelmäßige Nageloberfläche
- Mitunter Druckgefühl oder Schmerzen
Nicht jede Nagelveränderung ist ein Nagelpilz. Deshalb ist eine saubere Diagnostik wichtig, bevor eine längere Therapie begonnen wird.
Mögliche Diagnostik:
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Dermatologische Untersuchung
- Mikroskopische Untersuchung
- Pilzkultur
- PCR-Pilzdiagnostik zur schnellen und gezielten Erregerabklärung
- Nagelpsoriasis
- Nageltrauma
- Altersveränderungen des Nagels
- Nageldystrophien anderer Ursache
- selten auch Nageltumoren
Die Behandlung richtet sich nach Ausdehnung, Erreger und Zahl der betroffenen Nägel.
Mögliche Therapiebausteine:
- Medizinische Nagellacke bei oberflächlichen oder begrenzten Befunden
- Systemische Tablettentherapie bei ausgeprägterem Befall
- Behandlung eines begleitenden Fußpilzes
- Regelmäßige Nagelpflege und Reduktion verdickter Nagelanteile
- Individuelle Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Wiederansteckung
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn ein oder mehrere Nägel sich verfärben oder verdicken
- Wenn der Nagel brüchig oder schmerzhaft wird
- Wenn eine bisherige Selbstbehandlung nicht hilft
- Wenn unklar ist, ob es sich wirklich um Nagelpilz handelt
- Wenn gleichzeitig Fußpilz oder wiederkehrende Entzündungen bestehen
Geht Nagelpilz von allein weg?
Meist nicht. Ohne Behandlung bleibt die Infektion oft bestehen oder breitet sich weiter aus.
Muss man bei jedem Nagelpilz Tabletten nehmen?
Nein. Das hängt davon ab, wie stark der Nagel befallen ist, wie viele Nägel betroffen sind und welcher Erreger vorliegt.
Warum ist eine genaue Diagnostik wichtig?
Weil nicht jede Nagelveränderung Nagelpilz ist. Eine falsche Behandlung über Monate sollte vermieden werden.
Kann man Nagelpilz mit Laser behandeln?
Es gibt hierzu verschiedene Ansätze, entscheidend ist jedoch zunächst die gesicherte Diagnose und eine realistische Therapieplanung. Im Vordergrund stehen in der Regel die klassischen dermatologischen Behandlungsstrategien.
Ist Nagelpilz ansteckend?
Ja. Die Erreger können zum Beispiel über gemeinsam genutzte feuchte Böden, Schuhe oder Handtücher übertragen werden.
Narben
Die Narbenbehandlung ist ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis. Je nach Narbentyp kombinieren wir mehrere Verfahren: IPL und Gefäßlaser bei geröteten Narben, den CO₂-Laser bei verdickten oder unregelmäßigen Narben und Aknenarben sowie den Erbium:Glass-Laser für feine, atrophische Narben und Texturstörungen. Ergänzend kommen medizinische Narbenpflege, Silikon- und Injektionstherapien (z. B. Kortison bei hypertrophen Narben und Keloiden) zum Einsatz – oft als individuell abgestimmte Kombination über mehrere Sitzungen.
Narben entstehen, wenn die Haut nach einer Verletzung, Operation, Entzündung oder anderen Schädigung heilt und dabei normales Hautgewebe durch Bindegewebe ersetzt wird. Narben können flach und unauffällig sein, aber auch gerötet, verdickt, eingezogen, verhärtet, schmerzhaft oder kosmetisch störend. Manche Narben verursachen zusätzlich Juckreiz, Spannungsgefühl oder funktionelle Einschränkungen. Dermatologisch unterscheidet man verschiedene Narbentypen: atrophische (eingesunkene) Narben, zum Beispiel nach Akne oder Windpocken, hypertrophe (verdickte) Narben, die innerhalb der ursprünglichen Verletzung bleiben, und Keloide, die als überschießende Narbenwucherung über die ursprüngliche Verletzungsgrenze hinauswachsen.
Narben entstehen als Teil der normalen Wundheilung. Auslöser können sein:
Wie auffällig eine Narbe wird, hängt unter anderem von Wundtiefe, Lokalisation, individueller Veranlagung und dem Heilungsverlauf ab.
- Operationen
- Schnittverletzungen
- Unfälle
- Verbrennungen
- Entzündliche Hauterkrankungen wie Akne
- Infektionen
- Kratzen oder tiefergehende Hautschäden
- Genetische Veranlagung
- Keloidneigung
- Entzündete oder infizierte Wunden
- Starke Zugspannung auf der Narbe
- Verzögerte Wundheilung
- Akne oder andere entzündliche Hauterkrankungen
- Dunklere Hauttypen bei Keloidneigung
Narben können sehr unterschiedlich aussehen und sich unterschiedlich anfühlen. Typisch sind:
- Rötung
- Verhärtung
- Wulstige Verdickung
- Einsenkung
- Spannungsgefühl
- Juckreiz
- Schmerzen oder Berührungsempfindlichkeit
- Kosmetisch störende Struktur- oder Farbveränderung
Narben können überall entstehen. Besonders störend sind sie häufig an:
Die Beurteilung erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Wichtig ist die Einordnung, um welchen Narbentyp es sich handelt und welche Behandlung realistisch sinnvoll ist.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Keloiden
- entzündlichen Restbefunden
- Pigmentveränderungen
- wiederkehrenden Hauttumoren im Narbenbereich
Narben lassen sich je nach Typ, Alter und Ausprägung deutlich verbessern, auch wenn sich normales Hautgewebe nicht vollständig wiederherstellen lässt. Entscheidend ist ein individuelles Behandlungskonzept, da nicht jede Narbe gleich behandelt wird. Je nach Narbentyp und Befund kommen in unserer Praxis verschiedene Verfahren zum Einsatz:
- IPL zur Verbesserung von Rötungen und sichtbaren Gefäßanteilen bei frischen oder geröteten Narben
- CO₂-Laser zur Behandlung von Narbenstruktur, Verdickungen, unregelmäßiger Oberfläche und Aknenarben
- Erbium:Glass-Laser zur schonenden fraktionierten Behandlung von feinen Narben, Texturstörungen und atrophischen Narben
- Medizinische Narbenpflege
- Silikontherapie
- Injektionstherapien, z. B. bei hypertrophen Narben oder Keloiden
- Kombination mehrerer Verfahren über mehrere Sitzungen
- Individuelle Nachbehandlung und Sonnenschutz
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn eine Narbe kosmetisch stark stört
- Wenn sie gerötet, verdickt oder schmerzhaft ist
- Wenn Juckreiz oder Spannungsgefühl besteht
- Bei Aknenarben oder auffälligen Narben im Gesicht
- Wenn sich eine Narbe weiter verdickt oder wie ein Keloid wächst
Kann man Narben vollständig entfernen?
Nicht im eigentlichen Sinn. Ziel ist meist eine deutliche Verbesserung von Farbe, Struktur, Dicke und Gesamtbild.
Welcher Laser hilft bei Narben?
Das hängt stark vom Narbentyp ab. Infrage kommen zum Beispiel CO₂-Laser, Erbium:Glass-Laser oder – bei geröteten Narben – IPL.
Kann man Aknenarben behandeln?
Ja. Gerade bei Aknenarben gibt es verschiedene dermatologische Verfahren, häufig auch in Kombination.
Was hilft bei roten Narben?
Hier kann je nach Befund unter anderem IPL sinnvoll sein, um Gefäßanteile und Rötungen zu reduzieren.
Wann sollte man eine Narbe behandeln lassen?
Vor allem dann, wenn sie kosmetisch stört, juckt, schmerzt, sich verdickt oder funktionell beeinträchtigt.
Narbenpflege Wundpflege · Nachsorge · Lichtschutz
Wenn wir Sie in unserer Praxis in Hannover-Mitte operativ behandeln oder eine Lasertherapie durchführen, geben wir Ihnen die passende Nachsorge persönlich mit. Diese Seite fasst die wichtigsten Punkte noch einmal in Ruhe zusammen – als Ergänzung zum Aufklärungs- und Arztgespräch, damit Sie zu Hause nichts vergessen. Bei Fragen oder Unsicherheiten dürfen Sie sich jederzeit bei uns melden.
Als Narbenpflege bezeichnet man alle Maßnahmen, mit denen sich die Heilung einer Wunde und die Reifung der entstehenden Narbe günstig beeinflussen lassen. Frische Wunden und junge Narben sind empfindlich: Wie unauffällig eine Narbe am Ende wird, hängt neben Wundtiefe, Lokalisation und individueller Veranlagung auch vom Heilungsverlauf und einer konsequenten Pflege ab. Eine Narbe reift in der Regel über ein bis zwei Jahre – gerade in den ersten Wochen und Monaten kann eine gute Wund- und Narbenpflege häufig dazu beitragen, das spätere Erscheinungsbild zu verbessern und Farbveränderungen zu vermeiden.
In den ersten Tagen sollte der körpereigene Wundheilungsprozess möglichst ungestört ablaufen. Diese Phase dauert häufig etwa sieben bis zehn Tage. Wichtig ist eine saubere, reizarme Wundumgebung:
- In den ersten 24–48 Stunden kein Wasser an die Wunde kommen lassen
- Körperliche Schonung – kein Sport, keine Sauna, kein Schwimmbad bis zur vollständigen Abheilung
- Verband bzw. Pflaster wie besprochen versorgen (bei operativen Wunden in der Regel täglicher Verbandswechsel); die Wunde zwischendurch gelegentlich an der Luft lassen und atmungsaktive Pflaster verwenden (die hellen, „weißen" – nicht die braunen, luftdichten)
- Eine entstehende Kruste niemals mechanisch entfernen – das kann die Narbe verschlechtern
- Reizfreie, feuchtigkeitsspendende Basispflege; dexpanthenolhaltige Cremes oder Salben können die Heilung der oberflächlichen Haut unterstützen
- Zeichen einer Infektion (zunehmende Rötung, Schwellung, Wärme, Pochen, Nässen, Fieber) frühzeitig ärztlich abklären lassen
Nach einem operativen Eingriff beginnt die eigentliche Narbenpflege, sobald die Wunde sicher verschlossen ist – in der Regel nach dem Fädenziehen und vollständiger Abheilung der Hautoberfläche. Vorher aufgetragene Pflegeprodukte gehören nicht auf eine offene Wunde. Bewährt hat sich nach Abheilung:
- Silikonhaltige Narbengele dünn und regelmäßig kurz einmassieren (üblicherweise zweimal täglich)
- Bei Neigung zu wulstigen oder verdickten Narben (siehe Keloid) zusätzlich Silikonauflagen und Kompression, z. B. mit Tapes, über mehrere Wochen bis Monate
- Dexpanthenolhaltige Cremes/Salben und eine reizfreie Basispflege, um die Haut geschmeidig zu halten
- Eine sanfte Narbenmassage mit leichten, kreisenden Bewegungen – erst, wenn die Narbe stabil und reizlos ist
- Konsequenter Lichtschutz mit LSF 50+ über mehrere Monate, um Farbveränderungen (postinflammatorische Hyper- oder Hypopigmentierung) zu vermeiden
Fällt eine Narbe im Verlauf auf – etwa durch Rötung, Verdickung, Juckreiz oder Spannungsgefühl – lohnt sich eine dermatologische Beurteilung. In geeigneten Fällen kann eine Laserbehandlung von Operationsnarben (Laser Assisted Skin Healing) die Reifung unterstützen. Mehr zum operativen Vorgehen finden Sie unter Ambulante Operationen.
Nach einer Lasertherapie hängt die Nachsorge davon ab, welches Verfahren eingesetzt wurde. Für alle gilt: bereits vier Wochen vor der Behandlung die Sonne meiden, danach eine entstehende Kruste nie abkratzen, ab Krustenbildung freiverkäufliche Narbengele/-cremes täglich leicht einmassieren und über Monate konsequent mit LSF 50+ schützen. Die Details je Lasertyp:
IPL nicht-ablativ
Intensiv gepulstes Licht (Blitzlampe)
- Meist keine offene Wunde; leichte Rötung und Wärmegefühl für einige Stunden
- Behandelte Pigmente können kurz nachdunkeln und als feine Krüstchen von selbst abfallen – nicht abkratzen
- Kühlen, reizfreie Pflege bzw. Dexpanthenol, kurzfristig Hitze und Sonne meiden
CO₂-Laser ablativ
Fraktioniert ablativ · 10.600 nm
- Oberflächliche Wunde mit Nässen und Krustenbildung; längere Abheilung
- Feuchte Wundpflege, dexpanthenolhaltige Salbe, ggf. Wundauflagen; kein Wasser in den ersten 24–48 h
- Strenger Lichtschutz LSF 50+ über mehrere Wochen bis Monate – auch nach vollständiger Abheilung; erhöhtes Risiko für Pigmentverschiebungen
Erbium:Glass nicht-ablativ
Fraktioniert nicht-ablativ · 1540/1550 nm
- Hautoberfläche bleibt weitgehend intakt; Rötung, Schwellung und Wärmegefühl für ein bis drei Tage
- Kürzere Erholungszeit als beim CO₂-Laser; reizfreie Pflege bzw. Dexpanthenol
- Feine Bronzefärbung möglich; Lichtschutz LSF 50+
Nd:YAG nicht-ablativ
Festkörperlaser · 1064 nm
- Je nach Anwendung (Gefäße, Pigment, Haare) Rötung und Schwellung
- Bei Pigmentläsionen vorübergehende Dunkelfärbung oder feine Krüstchen möglich – nicht entfernen, diese fallen von selbst ab
- Kühlen, reizfreie Pflege bzw. Dexpanthenol, Lichtschutz LSF 50+, Hitze kurzfristig meiden
Diodenlaser nicht-ablativ
Gefäßlaser · ca. 810–940 nm · Blutschwämmchen/Hämangiome, Angiome, Teleangiektasien, Besenreiser
- Nach der Behandlung von Gefäßen häufig Rötung, leichte Schwellung oder ein Wärmegefühl
- Behandelte Äderchen können vorübergehend nachdunkeln oder feine Krüstchen bilden – nicht entfernen, sie fallen von selbst ab
- Bei Angiomen und Hämangiomen (Blutschwämmchen) bildet sich meist direkt eine Kruste; ab dem Folgetag darf mit dexpanthenolhaltigen Cremes und Salben begonnen werden
- Kühlen, reizfreie Pflege, konsequenter Lichtschutz LSF 50+, Hitze und Sonne kurzfristig meiden
Wir begleiten Sie von der Behandlung bis zur ausgereiften Narbe.
- Zunehmende Rötung, Schwellung, Überwärmung oder Pochen der Wunde
- Nässen, Eiter oder ein unangenehmer Geruch
- Fieber oder deutliches Krankheitsgefühl
- Wiederöffnen der Wunde oder starke Schmerzen
- Eine Narbe, die sich zunehmend verdickt, juckt oder über die ursprüngliche Wunde hinauswächst
Darf ich die Kruste entfernen?
Nein. Eine Kruste sollte nie mechanisch entfernt oder abgekratzt werden, da dies die Narbe verschlechtern kann. Sie fällt von selbst ab, sobald die Haut darunter verheilt ist.
Ab wann darf ich Narbengel oder Silikon auftragen?
In der Regel erst nach vollständigem Wundverschluss – bei operativen Wunden also nach dem Fädenziehen und Abheilen. Nach einer Laserbehandlung können freiverkäufliche Narbengele/-cremes häufig ab Krustenbildung (also ca. ab Tag 2–3) leicht einmassiert werden.
Wie lange muss ich die Narbe vor der Sonne schützen?
Häufig über mehrere Monate mit Lichtschutzfaktor 50+. Konsequenter Sonnenschutz hilft, dauerhafte Farbveränderungen (postinflammatorische Hyper- oder Hypopigmentierung) zu vermeiden.
Wann darf ich wieder Sport, Sauna oder Schwimmbad?
In der Regel erst nach vollständiger Abheilung der Wunde. Bitte halten Sie sich an die individuellen Angaben aus Ihrem Arztgespräch, da es sonst zu Wundinfektionen kommen kann.
Wie lange dauert es, bis eine Narbe ausgereift ist?
Die Reifung dauert meist ein bis zwei Jahre. In dieser Zeit verändert sich das Erscheinungsbild häufig noch deutlich, oft wird die Narbe blasser und flacher.
Der Begriff Nesselsucht ist die gebräuchliche Bezeichnung für Urtikaria. Typisch sind juckende Quaddeln, teils mit Schwellungen und plötzlich auftretenden Hautreaktionen. Die vollständige Erklärung zu akuten und chronischen Formen, Auslösern, Diagnostik und Behandlung findest Du im Lexikonartikel Urtikaria.
Nasolabialfalten Nase-Mund-Falten
Ob und welche Behandlung der Nasolabialfalten im Einzelfall sinnvoll ist, beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt individuell – nach Untersuchung und Aufklärung.
Nasolabialfalten verlaufen von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln. Bei jüngeren Menschen zeigen sie sich oft nur beim Lächeln, mit der Zeit können sie auch in Ruhe sichtbar bleiben – meist durch Volumenverlust und ein Absinken des Gewebes.
Begünstigt werden sie durch nachlassende Spannkraft der Haut, Kollagen- und Volumenverlust sowie die Schwerkraft im Mittelgesicht.
Je nach Befund können Verfahren infrage kommen, die Volumen ersetzen – zum Beispiel mit Hyaluronsäure. Die Eignung wird individuell ärztlich beurteilt.
Was hilft gegen Nasolabialfalten?
Je nach Befund kommen Verfahren infrage, die Volumen ersetzen. Welche Möglichkeit geeignet ist, wird individuell ärztlich beurteilt.
Kann man Nasolabialfalten vorbeugen?
Vollständig verhindern lassen sie sich nicht. Sonnenschutz, Nichtrauchen und eine gute Hautpflege können die Hautalterung jedoch günstig beeinflussen.
Nd:YAG-Laser 1064 nm / 532 nm Festkörperlaser
In unserer Praxis setzen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt Laser je nach Befund gezielt ein und wählen Wellenlänge und Einstellungen individuell aus.
Der Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) ist ein häufig eingesetzter Festkörperlaser in der Dermatologie. Er sendet Licht mit einer Wellenlänge von 1064 Nanometern aus; durch Frequenzverdopplung kann zusätzlich Licht mit 532 Nanometern erzeugt werden. Dadurch lässt er sich vielseitig für unterschiedliche Haut- und Gefäßveränderungen einsetzen.
- 1064 nm (infrarot) – dringt tief in die Haut ein, wird vergleichsweise wenig von Melanin aufgenommen; geeignet für tiefere Gefäße, dunkle Tattoo-Pigmente und die Hautverjüngung
- 532 nm (grün, frequenzverdoppelt) – wirkt eher oberflächlich; geeignet für oberflächliche Gefäße und bestimmte Pigmentveränderungen
Weil die Wellenlänge 1064 nm deutlich weniger von Melanin aufgenommen wird als kürzere Wellenlängen, gilt der Nd:YAG-Laser über die Fitzpatrick-Hauttypen I bis VI hinweg als vergleichsweise gut geeignet – auch bei dunklerer Haut. Dennoch ist immer eine individuelle Einschätzung von Haut und Befund erforderlich.
Wofür wird der Nd:YAG-Laser eingesetzt?
Unter anderem bei Gefäßveränderungen, Pigmentflecken, zur Tattooentfernung und zur Hautverjüngung.
Ist der Nd:YAG-Laser für dunkle Haut geeignet?
Die Wellenlänge 1064 nm gilt für dunklere Hauttypen als vergleichsweise sicher; eine individuelle Beurteilung bleibt notwendig.
Was bedeutet „Q-switched“?
Eine Technik mit sehr kurzen, energiereichen Impulsen, die vor allem zur Zertrümmerung von Pigmenten genutzt wird.
Neurodermitis
Neurodermitis betreuen wir individuell – von Basispflege und entzündungshemmender Therapie bis zu modernen systemischen Behandlungen bei schweren Verläufen. Bei Verdacht auf Trigger ergänzen wir die allergologische Abklärung.
Neurodermitis, medizinisch meist atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem, ist eine chronisch-entzündliche, schubweise verlaufende Hauterkrankung. Typisch sind trockene Haut, starker Juckreiz und wiederkehrende Ekzeme. Die Erkrankung beginnt oft bereits im Säuglings- oder Kindesalter, kann aber auch Jugendliche und Erwachsene betreffen. Neurodermitis gehört zum sogenannten atopischen Formenkreis und tritt häufig gemeinsam mit Heuschnupfen, Asthma oder anderen allergischen Erkrankungen auf.
Die Neurodermitis entsteht durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren:
- gestörte Hautbarriere
- genetische Veranlagung
- Überreaktion des Immunsystems
- trockene, empfindliche Haut
- Umwelt- und Reizfaktoren
- individuelle Trigger
- Familiäre Belastung mit Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen
- Trockene Haut
- Atopische Veranlagung
- Allergien
- Reizstoffe, häufiges Waschen, trockene Luft
- Stress
- Infekte oder andere individuelle Trigger
Typisch sind:
- Starker Juckreiz
- Trockene, empfindliche Haut
- Rötung
- Schuppung
- Nässende oder verkrustete Ekzeme in akuten Schüben
- Verdickte Haut bei chronischem Kratzen
- Hautrisse
- Schlafstörungen durch Juckreiz
Die Lokalisation variiert mit dem Alter. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind häufig Gesicht, Wangen, Streckseiten und Kopfhaut betroffen, bei Kindern und Erwachsenen eher Ellenbeugen, Kniekehlen, Hals, Hände, Augenlider und Handgelenke.
Die Diagnose erfolgt durch die klinische dermatologische Untersuchung und die typische Kombination aus Juckreiz, Ekzemen und trockener Haut. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Ekzemformen und entzündlichen Hauterkrankungen.
Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad, Lokalisation und Triggern. Ziel ist es, die Hautbarriere zu stabilisieren, Schübe zu kontrollieren und Juckreiz zu lindern.
Mögliche Therapiebausteine:
- Konsequente Basispflege
- Entzündungshemmende Lokaltherapie
- Juckreizkontrolle
- Triggervermeidung
- Behandlung bakterieller Superinfektionen, wenn vorhanden
- Moderne systemische Therapie bei mittelschweren bis schweren Verläufen
- Individuelle Langzeitstrategie je nach Verlauf
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei stark juckender, trockener oder entzündeter Haut
- Wenn wiederkehrende Ekzeme auftreten
- Bei Schlafstörungen durch Juckreiz
- Wenn frei verkäufliche Cremes nicht ausreichen
- Wenn unklar ist, ob Neurodermitis, Allergie oder ein anderes Ekzem vorliegt
Ist Neurodermitis ansteckend?
Nein. Neurodermitis ist nicht ansteckend.
Warum juckt Neurodermitis so stark?
Der Juckreiz ist Ausdruck der chronischen Entzündung und der gestörten Hautbarriere.
Kann Ernährung Neurodermitis verschlechtern?
Bei einzelnen Betroffenen können bestimmte Faktoren eine Rolle spielen. Pauschale Verbote sind jedoch meist nicht sinnvoll, ohne klare Hinweise.
Heilt Neurodermitis irgendwann aus?
Bei manchen Betroffenen bessert sie sich deutlich, bei anderen bleibt eine Neigung zu trockener, empfindlicher Haut oder wiederkehrenden Ekzemen bestehen.
Ist Neurodermitis dasselbe wie ein Kontaktekzem?
Nein. Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche atopische Erkrankung, während das Kontaktekzem durch äußere Stoffe ausgelöst wird.
Der Nävuszellnävus (NZN) ist die medizinische Bezeichnung für ein klassisches Muttermal bzw. Pigmentmal. Die vollständige Erklärung zu gutartigen Nävi, auffälligen Muttermalen, ABCDE-Regel, Hautkrebsvorsorge und Abgrenzung zum Melanom findest Du im Artikel Muttermal.
NiSV Strahlenschutz-Verordnung
Medizinische Laserbehandlungen führen in unserer Praxis approbierte Ärztinnen und Ärzte mit der entsprechenden Fachkunde durch. Behandlungen, die dem Arztvorbehalt unterliegen, sind damit in ärztlicher Hand.
NiSV ist die Abkürzung für die „Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen“. Sie regelt in Deutschland, wer bestimmte Geräte wie Laser, IPL, Hochfrequenz oder Ultraschall zu kosmetischen (nichtmedizinischen) Zwecken einsetzen darf. Ziel ist der Schutz der behandelten Personen.
Die NiSV gilt für die gewerbliche Anwendung solcher Geräte zu kosmetischen, also nichtmedizinischen Zwecken. Wer sie einsetzt, muss eine nachgewiesene Fachkunde besitzen und bestimmte Anzeige- sowie Dokumentationspflichten erfüllen.
Bestimmte risikoreichere Anwendungen sind ausdrücklich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten – dazu zählen unter anderem die Entfernung von Tätowierungen und Permanent Make-up, die Behandlung bestimmter Gefäß- und Pigmentveränderungen sowie ablative (die Oberfläche abtragende) Laseranwendungen. Behandlungen, die zu medizinischen Zwecken erfolgen, fallen nicht unter die NiSV.
In einer dermatologischen Praxis werden solche Behandlungen medizinisch und durch Ärztinnen und Ärzte mit der erforderlichen Fachkunde durchgeführt, die diese im Rahmen ihrer Weiterbildung erworben haben.
Was ist die NiSV?
Eine Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung – sie regelt den Einsatz von Geräten wie Laser oder IPL zu kosmetischen Zwecken.
Was bedeutet Arztvorbehalt?
Dass bestimmte risikoreichere Anwendungen nur von approbierten Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden dürfen.
Gilt die NiSV auch für Arztpraxen?
Behandlungen zu medizinischen Zwecken fallen nicht unter die NiSV; der Arztvorbehalt behält bestimmte Anwendungen jedoch Ärztinnen und Ärzten vor.
Onychodystrophie
Auffällige, verfärbte oder verformte Nägel ordnen wir zuverlässig ein – mit PCR-Pilzdiagnostik bestätigen oder entkräften wir einen Nagelpilz – und grenzen die Veränderung von Nagelpsoriasis, Verletzungsfolgen und anderen Ursachen ab, bevor eine längere Therapie beginnt.
Onychodystrophie ist ein medizinischer Oberbegriff für krankhafte oder auffällige Veränderungen eines Nagels. Gemeint sind Form-, Farb-, Struktur- oder Wachstumsstörungen der Finger- oder Zehennägel. Die Onychodystrophie ist keine eigenständige Diagnose, sondern beschreibt zunächst nur, dass ein Nagel verändert ist. Dahinter können sehr unterschiedliche Ursachen stecken – von Nagelpilz über Psoriasis, Ekzeme, Verletzungen bis hin zu chronischen Druckbelastungen oder anderen Hauterkrankungen. Für Patientinnen und Patienten ist das besonders wichtig, weil nicht jede verdickte, verfärbte oder brüchige Nagelveränderung automatisch Nagelpilz ist.
Eine Onychodystrophie kann sehr viele unterschiedliche Ursachen haben. Häufige Auslöser sind:
- Nagelpilz
- Nagelpsoriasis
- Chronische Druck- oder Reibebelastung
- Verletzungen des Nagels
- Entzündungen im Bereich der Nagelmatrix oder des Nagelbetts
- Ekzeme, insbesondere an Händen und Füßen
- Altersbedingte Nagelveränderungen
- Durchblutungsstörungen oder andere Grunderkrankungen
- Selten Tumoren oder andere strukturelle Veränderungen im Nagelapparat
- Fußpilz oder wiederkehrende Pilzinfektionen
- Häufige Mikrotraumen, z. B. durch Sport oder enge Schuhe
- Psoriasis oder chronische Ekzeme
- Höheres Lebensalter
- Feuchtarbeit oder berufliche Belastung der Hände
- Diabetes mellitus
- Durchblutungsstörungen
- Wiederholte Nagelverletzungen
Eine Onychodystrophie kann sehr unterschiedlich aussehen. Typische Veränderungen sind:
- Verdickte Nägel
- Brüchige oder splitternde Nägel
- Weißliche, gelbliche oder bräunliche Verfärbungen
- Längs- oder Querrillen
- Verformung des Nagels
- Unebene oder raue Nageloberfläche
- Teilweise Ablösung des Nagels vom Nagelbett
- Langsameres oder gestörtes Nagelwachstum
Die Diagnose einer Onychodystrophie beginnt mit der hautärztlichen Untersuchung. Entscheidend ist dann, die eigentliche Ursache der Nagelveränderung zu finden.
Mögliche Diagnostik:
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Klinische Untersuchung des Nagels und der umgebenden Haut
- Pilzdiagnostik bei Verdacht auf Nagelpilz
- Einordnung, ob eine Nagelpsoriasis, ein Ekzem, ein Trauma oder eine andere Ursache vorliegt
- Bei unklaren Befunden weiterführende Diagnostik
- Onychomykose / Nagelpilz
- Nagelpsoriasis
- Onycholyse
- traumatischen Nagelveränderungen
- entzündlichen Veränderungen des Nagelapparats
- selten auch Tumoren im Nagelbereich
Die Behandlung richtet sich nicht nach dem Begriff Onychodystrophie selbst, sondern nach der zugrunde liegenden Ursache.
Mögliche Therapieansätze:
- Behandlung eines Nagelpilzes
- Therapie einer Nagelpsoriasis
- Behandlung entzündlicher Ekzeme im Nagelbereich
- Druckentlastung bei mechanisch geschädigten Nägeln
- Medizinische Nagelpflege und Schutz des Nagelapparats
- Behandlung begleitender Fuß- oder Hauterkrankungen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn ein Nagel sich dauerhaft verfärbt, verdickt oder verformt
- Wenn mehrere Nägel betroffen sind
- Wenn eine Selbstbehandlung gegen Nagelpilz nicht hilft
- Wenn Schmerzen, Druckgefühl oder Entzündungen auftreten
- Wenn unklar ist, ob es sich um Nagelpilz, Psoriasis oder eine andere Nagelerkrankung handelt
Ist Onychodystrophie dasselbe wie Nagelpilz?
Nein. Onychodystrophie ist nur ein Oberbegriff für eine Nagelveränderung. Nagelpilz ist lediglich eine mögliche Ursache davon.
Muss hinter einer Onychodystrophie immer eine Krankheit stecken?
Nicht zwingend eine schwere Erkrankung – aber die Nagelveränderung sollte eingeordnet werden. Häufige Ursachen sind Pilzinfektionen, Druckschäden, Psoriasis oder Ekzeme.
Kann eine Onychodystrophie wieder verschwinden?
Das hängt von der Ursache ab. Wenn der Auslöser behandelt wird und der Nagel gesund nachwächst, kann sich das Nagelbild deutlich bessern.
Warum ist eine genaue Diagnostik so wichtig?
Weil sich viele Nagelerkrankungen ähneln. Eine falsche Pilzbehandlung über Monate ist häufig vermeidbar, wenn die Ursache vorher sauber abgeklärt wird.
Können auch Fingernägel betroffen sein?
Ja. Onychodystrophien betreffen sowohl Finger- als auch Zehennägel.
Onychomykose ist die medizinische Bezeichnung für Nagelpilz – also eine Pilzinfektion der Finger- oder Zehennägel mit Verdickung, Verfärbung, Brüchigkeit und möglicher Ablösung der Nagelplatte. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Diagnostik, PCR-Pilzdiagnostik, Therapie und Prognose findest Du im Lexikonartikel Nagelpilz.
Periorale Dermatitis
In der Praxis ist die periorale Dermatitis ein häufiger Grund für eine Vorstellung, weil die Haut im Gesicht plötzlich auf Pflegeprodukte, Kosmetik oder wiederholte Behandlungen empfindlich reagiert. Wichtig ist eine sichere Abgrenzung zu Rosacea, Akne oder allergischen Reaktionen, da sich die Behandlung deutlich unterscheiden kann.
Die periorale Dermatitis ist eine häufige, entzündliche Hauterkrankung des Gesichts, die vor allem rund um den Mund, aber auch an Nase, Nasolabialfalten oder Augen auftreten kann. Typisch sind kleine rote Papeln, feine Pusteln, Schuppung, ein Brennen oder Spannungsgefühl und eine insgesamt gereizte Haut. Charakteristisch ist, dass die Haut direkt am Lippenrot oft ausgespart bleibt. Die periorale Dermatitis wird umgangssprachlich manchmal als „Mundrose" oder „Stewardessenkrankheit" bezeichnet. Sie ist nicht ansteckend, kann kosmetisch aber sehr belastend sein und wird oft zunächst mit Akne, Rosacea oder einem Ekzem verwechselt.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Häufig entsteht die Erkrankung durch eine gestörte Hautbarriere und eine Überpflege der Gesichtshaut. Viele Betroffene verwenden über längere Zeit zahlreiche Cremes, reichhaltige Pflegeprodukte, Kosmetika oder auch kortisonhaltige Präparate im Gesicht. Dadurch kann die Haut aus dem Gleichgewicht geraten.
Mögliche Auslöser oder begünstigende Faktoren sind:
- Zu viele oder zu reichhaltige Pflegeprodukte
- Häufiger Wechsel von Cremes, Seren oder Kosmetika
- Kortisonhaltige Cremes im Gesicht
- Okklusive oder stark fettende Pflege
- Reizung durch Kosmetika, Make-up oder Sonnenschutzprodukte
- Hormonelle Einflüsse
- Stress
- Individuell empfindliche Hautbarriere
- Empfindliche oder zu Trockenheit neigende Gesichtshaut
- Ausgeprägte Hautpflege-Routine mit vielen Produkten
- Frühere Anwendung von Kortison im Gesicht
- Kosmetik- oder Pflegeüberlastung
- Weibliches Geschlecht
- Schwankungen der Hautbarriere durch Wetter, Hormone oder Stress
Typisch sind:
- Kleine rote Papeln oder Papulopusteln
- Feine Schuppung
- Trockene, gespannte oder brennende Haut
- Rötung im Bereich um den Mund
- Teilweise Beteiligung von Nase oder Augenregion
- Häufig Brennen oder Spannungsgefühl stärker als klassischer Juckreiz
- Aussparung eines schmalen Saums direkt am Lippenrot
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische dermatologische Untersuchung. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen häufigen Gesichtserkrankungen, insbesondere:
- Rosacea
- Akne
- Seborrhoischem Ekzem
- Kontaktallergie
- atopischem Ekzem
- steroidbedingten Hautveränderungen
Die Behandlung der perioralen Dermatitis beginnt häufig mit dem wichtigsten Schritt: der Reduktion oder dem vorübergehenden Absetzen überpflegender Produkte. Dieses Vorgehen wird oft als „Nulltherapie" bezeichnet. Ziel ist es, die Hautbarriere wieder zu beruhigen und unnötige Reize zu vermeiden.
Mögliche Therapiebausteine:
- Vorübergehende Reduktion von Cremes, Seren und Make-up
- Verzicht auf reizende oder okklusive Produkte
- Hautberuhigende, individuell passende Basistherapie
- Entzündungshemmende lokale Medikamente bei ausgeprägteren Befunden
- Vermeidung kortisonhaltiger Präparate im Gesicht, sofern keine klare dermatologische Indikation besteht
- Geduldige Stabilisierung der Hautbarriere
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei wiederkehrenden roten Papeln oder Pusteln um den Mund
- Wenn die Haut brennt, spannt oder schuppt
- Wenn Akne- oder Rosacea-Produkte die Haut eher verschlechtern
- Wenn bereits Kortison im Gesicht verwendet wurde
- Wenn die Beschwerden trotz Reduktion der Pflege nicht abklingen
Ist periorale Dermatitis ansteckend?
Nein. Die Erkrankung ist nicht ansteckend.
Warum bekomme ich periorale Dermatitis trotz „guter" Hautpflege?
Gerade zu viele oder zu reichhaltige Produkte können die Hautbarriere stören und die Erkrankung auslösen oder aufrechterhalten.
Ist periorale Dermatitis dasselbe wie Rosacea?
Nein. Beide Erkrankungen können sich ähneln, unterscheiden sich aber in Ursache, Lokalisation und Therapie.
Darf ich bei perioraler Dermatitis Kortison verwenden?
Kortison kann das Hautbild kurzfristig bessern, langfristig aber häufig verschlechtern oder die Erkrankung unterhalten. Deshalb sollte eine Anwendung im Gesicht nur nach klarer dermatologischer Empfehlung erfolgen.
Wie lange dauert es, bis sich die Haut wieder beruhigt?
Das ist individuell unterschiedlich. Häufig braucht die Haut mehrere Wochen, bis sich die Hautbarriere stabilisiert und die Entzündung abklingt.
Permanent Make-up PMU – dauerhafte Pigmentierung
Die Entfernung von Permanent Make-up unterliegt dem Arztvorbehalt und wird in unserer Praxis medizinisch durch unsere dermatologische Fachärztin und unseren Facharzt durchgeführt – nach Beurteilung von Pigment, Lage und Hauttyp.
Permanent Make-up (PMU) ist eine dauerhafte, tätowierungsähnliche Pigmentierung im Gesicht – etwa an Augenbrauen, Lidkanten (Lidstrich) oder Lippen. Dabei werden Farbpigmente in die oberen Hautschichten eingebracht. Anders als ein klassisches Tattoo verblasst Permanent Make-up über die Jahre meist stärker.
PMU ist eine kosmetische Pigmentierung, die Konturen oder Farbakzente im Gesicht dauerhaft betonen soll. Häufig behandelt werden Augenbrauen, der Lidstrich und die Lippen. Die Pigmente liegen meist etwas oberflächlicher als bei einem klassischen Tattoo.
Die Entfernung von Permanent Make-up ist dem Arztvorbehalt zugeordnet und sollte ärztlich erfolgen. Wichtig: Bestimmte Pigmente (zum Beispiel helle oder eisenoxidhaltige Farben) können unter dem Laser paradox nachdunkeln oder ihre Farbe verändern. Deshalb sind eine sorgfältige Beurteilung und in der Regel eine Testbehandlung sinnvoll. Meist sind mehrere Sitzungen nötig.
Ist PMU dasselbe wie ein Tattoo?
Es ist tätowierungsähnlich, wird aber meist oberflächlicher eingebracht und verblasst über die Jahre stärker.
Kann man Permanent Make-up lasern?
In geeigneten Fällen ja – ärztlich und mit Vorsicht, da sich manche Pigmente farblich verändern können.
Wer darf PMU entfernen?
Die Entfernung unterliegt dem Arztvorbehalt und ist damit approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Photosensibilisierung erhöhte Lichtempfindlichkeit
Treten Hautveränderungen bevorzugt an sonnenexponierten Stellen auf, denken unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt auch an eine mögliche Photosensibilisierung. Wir ordnen den Befund ein, berücksichtigen dabei Ihre Medikamente und beraten zu geeignetem Lichtschutz.
Als Photosensibilisierung bezeichnet man eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung. Betroffene reagieren dann schon bei vergleichsweise geringer Sonneneinstrahlung mit Hautveränderungen. Ausgelöst wird sie häufig durch bestimmte Medikamente oder Substanzen, die auf die Haut aufgetragen werden. Auslösend ist meist UV-A-Strahlung.
Man unterscheidet zwei Reaktionstypen, die sich klinisch ähneln können:
- Phototoxische Reaktion: häufiger, nicht durch das Immunsystem vermittelt, dosisabhängig; sieht meist wie ein verstärkter Sonnenbrand aus und kann schon Minuten bis Stunden nach der Sonne auftreten – begrenzt auf belichtete Hautstellen.
- Photoallergische Reaktion: seltener, durch das Immunsystem vermittelt; setzt eine vorherige Sensibilisierung voraus und zeigt sich oft erst ein bis mehrere Tage später, teils auch über die belichteten Areale hinaus.
Zahlreiche Wirkstoffe können die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Häufiger genannt werden unter anderem:
- Bestimmte Schmerz- und Rheumamittel (nichtsteroidale Antirheumatika)
- Einige Antibiotika (z. B. Tetrazykline, Fluorchinolone)
- Bestimmte Entwässerungs- und Blutdruckmittel
- Manche Herzmedikamente
- Einige Psychopharmaka sowie Johanniskraut
- Bestimmte auf die Haut aufgetragene Stoffe, Duft- und Pflanzeninhaltsstoffe
Ob ein Medikament abgesetzt oder gewechselt wird, entscheidet immer die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt – bitte Präparate nicht eigenständig absetzen.
- Verstärkte Rötung wie bei einem Sonnenbrand
- Brennen oder Juckreiz
- Manchmal Bläschen oder Quaddeln
- Betont an sonnenexponierten Stellen (Gesicht, Nacken, Hand- und Fußrücken, Unterarme)
- Gelegentlich anschließende Pigmentverschiebungen
Wegweisend sind die Krankengeschichte – insbesondere eingenommene Medikamente – und die auf belichtete Hautstellen begrenzten Veränderungen. In unklaren Fällen können spezielle Lichttestungen (z. B. Photopatch-Test) oder eine Gewebeprobe sinnvoll sein.
- Bei sonnenbrandartigen Reaktionen schon nach kurzer Sonnenexposition
- Wenn Hautveränderungen genau an belichteten Stellen auftreten
- Bei neuem Medikament und gleichzeitiger Lichtempfindlichkeit
- Bei wiederkehrenden oder unklaren Reaktionen auf Sonnenlicht
Muss ich mein Medikament absetzen?
Nicht eigenständig. Ob ein Präparat gewechselt oder pausiert wird, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Hilft Sonnencreme?
Konsequenter Lichtschutz mit Breitbandschutz und das Meiden intensiver Sonne sind wichtige Maßnahmen. Da oft UV-A beteiligt ist, ist ein guter UV-A-Schutz besonders relevant.
Was ist der Unterschied zwischen phototoxisch und photoallergisch?
Phototoxische Reaktionen sind häufiger, dosisabhängig und treten rasch auf. Photoallergische Reaktionen sind seltener, immunologisch bedingt und zeigen sich meist verzögert.
Pigmentflecken
Unklare Pigmentflecken ordnen wir sorgfältig ein – Altersfleck, Melasma, postinflammatorische Pigmentierung oder auffälliges Pigmentmal – und beraten, welche Behandlung sinnvoll ist und welche gerade nicht. Verdächtige Pigmentmale klären wir im Rahmen der Hautkrebsvorsorge ab.
Pigmentflecken sind sichtbare hellere oder dunklere Farbveränderungen der Haut, die durch eine veränderte Verteilung oder vermehrte Bildung von Melanin entstehen. Sie können punktförmig, flächig, scharf begrenzt oder diffus sein und ganz unterschiedliche Ursachen haben. Manche Pigmentflecken sind harmlos und rein kosmetisch störend, andere sollten dermatologisch abgeklärt werden, weil sie entzündlich, hormonell bedingt oder – in seltenen Fällen – tumorverdächtig sein können. Pigmentflecken sind kein einheitliches Krankheitsbild, sondern ein Oberbegriff für unterschiedliche Pigmentstörungen. Zu den häufigsten Pigmentveränderungen zählen Altersflecken (Lentigines solares), Melasma, die postinflammatorische Hyperpigmentierung, Pigmentreste nach Akne oder Entzündungen, Sonnenschäden mit unregelmäßiger Pigmentierung sowie Pigmentmale (Muttermale).
Pigmentflecken können unter anderem entstehen durch:
- UV-Strahlung
- Hormonelle Einflüsse
- Entzündungen der Haut
- Akne oder Hautreizungen
- Medikamente
- Genetische Veranlagung
- Hautalterung
- Chronische Lichtschädigung
- Intensive Sonnenexposition
- Fehlender Sonnenschutz
- Hormonelle Schwankungen
- Dunklere Hauttypen bei bestimmten Hyperpigmentierungen
- Entzündliche Hauterkrankungen
- Reizende kosmetische oder dermatologische Behandlungen ohne ausreichenden UV-Schutz
Pigmentflecken können sehr unterschiedlich aussehen. Typisch sind:
- Braune, graubraune oder dunklere Flecken
- Flächige oder punktförmige Verfärbungen
- Symmetrische oder unregelmäßige Verteilung
- Meist keine Schmerzen oder Entzündung
- Kosmetisch störendes Hautbild
- Teilweise Kombination mit Rötungen, Sonnenschäden oder Hautalterung
Da hinter „Pigmentflecken" sehr unterschiedliche Ursachen stecken können, ist die dermatologische Einordnung besonders wichtig.
Wichtige Fragen sind:
- Handelt es sich um Altersflecken, Melasma oder eine postinflammatorische Hyperpigmentierung?
- Liegt eine harmlose UV-bedingte Pigmentstörung vor?
- Ist ein Muttermal oder eine andere pigmentierte Hautveränderung auffällig?
- Gibt es Hinweise auf chronische Lichtschädigung oder Hautkrebsvorstufen?
Die Behandlung hängt vollständig von der Ursache der Pigmentflecken ab. Nicht jede Pigmentveränderung sollte gleich behandelt werden – und nicht jede Laserbehandlung ist für jede Pigmentstörung geeignet.
Mögliche Therapiebausteine:
- Konsequenter Sonnenschutz
- Medizinische Hautpflege
- Topische depigmentierende oder pigmentregulierende Therapie
- Dermatologische Verfahren zur Behandlung ausgewählter Pigmentflecken
- Behandlung zugrunde liegender Entzündungen oder Hauterkrankungen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn Pigmentflecken neu auftreten oder sich verändern
- Bei unregelmäßiger Form oder Farbe
- Wenn unklar ist, ob es sich um Altersflecken, Melasma oder ein Muttermal handelt
- Wenn kosmetisch störende Pigmentflecken behandelt werden sollen
- Bei Pigmentveränderungen nach Entzündungen, Akne oder Laser-/Peelingbehandlungen
Sind Pigmentflecken gefährlich?
Meist nicht. Trotzdem sollten neue, unregelmäßige oder sich verändernde Pigmentflecken dermatologisch beurteilt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Altersflecken und Melasma?
Altersflecken sind meist UV-bedingte, klarere Einzelflecken, während Melasma typischerweise flächige, symmetrische Pigmentierungen im Gesicht verursacht.
Können Pickel oder Entzündungen Pigmentflecken hinterlassen?
Ja. Nach Akne, Entzündungen oder Reizungen kann es zu einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung kommen.
Hilft Laser immer gegen Pigmentflecken?
Nein. Das hängt stark von der Art der Pigmentstörung ab. Manche Pigmentflecken lassen sich gut behandeln, andere – etwa Melasma – brauchen ein sehr vorsichtiges Vorgehen.
Warum ist Sonnenschutz so wichtig?
Weil UV-Strahlung viele Pigmentstörungen auslöst oder verstärkt und Rückfälle begünstigt.
Pityriasis rosea
Bei unklaren, schuppenden Ausschlägen am Rumpf klären wir ab, ob eine harmlose Röschenflechte oder eine andere Hauterkrankung wie eine Pilzinfektion, Psoriasis oder ein Arzneiausschlag vorliegt, und schließen bei Bedarf wichtige Differenzialdiagnosen aus.
Die Pityriasis rosea, umgangssprachlich Röschenflechte, ist eine häufige, gutartige und meist von selbst abheilende Hauterkrankung. Typisch ist ein einzelner größerer Fleck zu Beginn, das sogenannte Primärmedaillon (Herald patch), gefolgt von zahlreichen kleineren, ovalen, leicht schuppenden Flecken am Rumpf. Die Erkrankung betrifft vor allem jüngere Menschen und verläuft in der Regel über mehrere Wochen, bevor sie ohne bleibende Spuren wieder abklingt.
Die genaue Ursache ist nicht abschließend geklärt. Vermutet wird ein Zusammenhang mit einer Reaktivierung bestimmter humaner Herpesviren (insbesondere HHV-6 und HHV-7), ohne dass es sich um eine klassische, leicht übertragbare Infektion handelt. Die Pityriasis rosea gilt als nur gering oder gar nicht ansteckend.
- Jüngeres Lebensalter, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene
- Gelegentlich Auftreten nach einem vorangegangenen Infekt
- Häufung in den kühleren Jahreszeiten
Typisch sind:
- Ein einzelner größerer „Primärfleck" (Primärmedaillon) zu Beginn
- Wenige Tage später zahlreiche kleinere, ovale Flecken
- Feine, randbetonte Schuppung
- Anordnung der Flecken entlang der Hautspaltlinien, am Rücken oft in einem „tannenbaumartigen" Muster
- Meist nur leichter oder kein Juckreiz
- In der Regel kein ausgeprägtes Krankheitsgefühl
Die Diagnose erfolgt meist klinisch durch die dermatologische Untersuchung. Das typische Bild aus Primärmedaillon und nachfolgendem Ausschlag entlang der Hautspaltlinien ist oft wegweisend.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Tinea corporis (Hautpilz)
- Psoriasis, insbesondere Psoriasis guttata
- nummulärem Ekzem
- Arzneimittelausschlägen
- in unklaren Fällen einer abzuklärenden Syphilis im Sekundärstadium
Die Pityriasis rosea heilt in den meisten Fällen von selbst und muss nicht zwingend spezifisch behandelt werden. Im Vordergrund stehen die richtige Einordnung und – bei Bedarf – die Linderung von Beschwerden.
Mögliche Maßnahmen:
- Hautberuhigende, rückfettende Pflege
- Juckreizlindernde Maßnahmen bei Bedarf
- Schonung der Haut und milde Reinigung
- Aufklärung über den meist selbstlimitierenden Verlauf
- Abklärung und Behandlung, wenn der Befund untypisch ist oder andere Ursachen ausgeschlossen werden müssen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn ein neuer, schuppender Ausschlag am Rumpf auftritt
- Wenn unklar ist, ob es sich um Röschenflechte, Pilz oder Psoriasis handelt
- Bei starkem Juckreiz oder ausgeprägten Beschwerden
- Wenn der Ausschlag nach mehreren Wochen nicht abklingt
- In der Schwangerschaft oder bei unsicherer Einordnung
Ist die Röschenflechte ansteckend?
Sie gilt als nur gering oder gar nicht ansteckend. Eine strikte Isolierung ist in der Regel nicht erforderlich.
Wie lange dauert die Pityriasis rosea?
Meist heilt sie innerhalb von etwa sechs bis acht Wochen von selbst ab.
Ist die Röschenflechte ein Hautpilz?
Nein. Trotz des Namens „Flechte" ist sie kein Pilz, sondern eine eigenständige, vermutlich virusassoziierte Hauterkrankung. Die Abgrenzung zum Hautpilz ist jedoch wichtig.
Muss die Röschenflechte behandelt werden?
Häufig nicht. Da sie meist von selbst abheilt, steht die richtige Einordnung im Vordergrund. Bei Juckreiz oder unklarem Befund ist eine Behandlung oder weitere Abklärung sinnvoll.
Bleiben Narben zurück?
In der Regel nicht. Vorübergehende Pigmentverschiebungen sind möglich, bilden sich aber meist zurück.
Pityriasis versicolor
Helle oder bräunliche, fein schuppende Flecken an Rumpf und Schultern klären wir ab und grenzen die Kleienpilzflechte von Vitiligo und anderen Pigmentstörungen ab – bei Bedarf mit Pilzdiagnostik.
Pityriasis versicolor – auch Kleienpilzflechte genannt – ist eine oberflächliche Hefepilzinfektion der Haut, die durch Hefepilze der Gattung Malassezia ausgelöst wird. Typisch sind fein schuppende, hellere oder dunklere Flecken auf der Haut, die vor allem an Brust, Rücken, Schultern oder Oberarmen auftreten. Die Erkrankung ist harmlos, aber kosmetisch oft störend und kann insbesondere im Sommer auffallen.
Auslöser ist eine Vermehrung von Malassezia-Hefen, die natürlicherweise auf der Haut vorkommen. Unter bestimmten Bedingungen können sie sich übermäßig vermehren und zu einer Störung der normalen Hautpigmentierung und Schuppung führen.
- Starkes Schwitzen
- Warmes, feuchtes Klima
- Fettigere Haut
- Sportliche Aktivität mit Schweißbildung
- Immunsuppression in einzelnen Fällen
- Wiederkehrende sommerliche Hautprobleme
Typisch sind:
- Hellere, gelblich-bräunliche oder leicht rötliche Flecken
- Feine, kleieartige Schuppung
- Häufig kaum Beschwerden
- Gelegentlich leichter Juckreiz
- Auffälligeres Hautbild nach Sonnenexposition, weil die betroffenen Stellen anders pigmentieren
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische Untersuchung. Bei unklaren Befunden kann eine ergänzende Diagnostik sinnvoll sein, um die Pilzinfektion von anderen Pigmentstörungen oder Hauterkrankungen abzugrenzen.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Vitiligo
- postinflammatorischen Pigmentstörungen
- anderen Pilzinfektionen
- trockenen Ekzemen
- seborrhoischen Hautveränderungen
Die Behandlung richtet sich nach Ausdehnung und Verlauf.
Mögliche Therapiebausteine:
- Antimykotische Cremes oder Lösungen
- Antimykotische Waschlösungen oder Shampoos für größere Areale
- In ausgewählten Fällen systemische Therapie
- Rückfallprophylaxe bei wiederkehrenden Verläufen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei wiederkehrenden hellen oder bräunlichen Flecken am Oberkörper
- Wenn die Haut trotz Pflege fein schuppt
- Wenn die Verfärbungen nach dem Sommer stärker auffallen
- Wenn unklar ist, ob es sich um eine Pilzinfektion oder eine Pigmentstörung handelt
Ist Pityriasis versicolor ansteckend?
In der Regel spielt Ansteckung im Alltag keine große Rolle. Die verursachenden Hefen gehören häufig ohnehin zur normalen Hautflora.
Warum sieht man die Flecken im Sommer stärker?
Weil die umgebende Haut bräunt, während die betroffenen Areale oft heller oder anders pigmentiert bleiben.
Ist das dasselbe wie Fußpilz oder Nagelpilz?
Nein. Pityriasis versicolor ist eine Hefepilzinfektion der oberflächlichen Haut, keine klassische Dermatophyteninfektion wie Fuß- oder Nagelpilz.
Gehen die Flecken nach der Behandlung sofort weg?
Die Pilzinfektion lässt sich behandeln, aber die Pigmentveränderung kann noch einige Zeit sichtbar bleiben.
Kann die Erkrankung immer wiederkommen?
Ja. Rückfälle sind relativ häufig, vor allem bei warmem Klima, Schwitzen und entsprechender Veranlagung.
Plantarwarzen, umgangssprachlich Dornwarzen, sind durch Viren verursachte Warzen an der Fußsohle, die durch den Druck beim Gehen nach innen wachsen und schmerzhaft sein können. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Ansteckung, Behandlung und Lasertherapie findest Du im Lexikonartikel Viruswarzen.
Postinflammatorische Hyperpigmentierung
Dunkle Flecken, die nach Akne, Ekzemen oder Entzündungen zurückbleiben, ordnen wir ein und grenzen sie von Melasma und Altersflecken ab. Wichtig ist, die auslösende Hauterkrankung zu behandeln und mit konsequentem Sonnenschutz neue Verfärbungen zu vermeiden.
Die postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH) ist eine dunklere Verfärbung der Haut, die nach einer Entzündung oder Reizung zurückbleibt. Sie entsteht, wenn die Haut im Rahmen einer Entzündungsreaktion mehr Pigment bildet oder Pigment ungleichmäßig verteilt wird. Typisch sind braune, graubraune oder dunklere Flecken an Stellen, an denen zuvor zum Beispiel Akne, ein Ekzem, eine Verletzung, ein Insektenstich oder eine andere Hautentzündung bestand. Die postinflammatorische Hyperpigmentierung ist keine aktive Entzündung mehr, sondern eine Folge der abgeheilten Hautreaktion. Auslösend sind Entzündungsmediatoren wie Interleukine und Prostaglandine, die die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) anregen, vermehrt Melanin zu bilden. Liegt das Pigment oberflächlich in der Oberhaut, erscheint der Fleck eher braun und bildet sich häufig schneller zurück; sitzt es tiefer in der Lederhaut, wirkt er eher grau-braun und ist meist hartnäckiger.
Auslöser ist eine vorangegangene Entzündung oder Reizung der Haut, zum Beispiel durch:
- Akne
- Ekzeme
- Kratzen
- Insektenstiche
- Hautinfektionen
- Reizende kosmetische oder dermatologische Behandlungen
- kleinere Verletzungen
- Laser-, Peeling- oder andere Eingriffe bei empfindlicher Haut
- Dunklere Hauttypen
- Akne oder entzündliche Hauterkrankungen
- Häufiges Kratzen oder Manipulieren an Hautveränderungen
- Intensive UV-Exposition nach einer Entzündung
- Reizende Hautbehandlungen ohne ausreichenden Sonnenschutz
Typisch sind:
- Braune, graubraune oder dunklere Flecken
- Flecken an Stellen früherer Entzündungen
- Flache Verfärbungen ohne tastbaren Knoten
- Meist keine Schmerzen
- Kosmetisch störendes Hautbild
- Langsame Rückbildung über Wochen bis Monate
Die PIH kann überall dort auftreten, wo die Haut zuvor entzündet war, häufig zum Beispiel an:
Die Diagnose erfolgt durch die klinische dermatologische Untersuchung. Entscheidend ist die Vorgeschichte: Häufig bestand an derselben Stelle zuvor Akne, ein Ekzem oder eine andere Hautentzündung.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Melasma
- Altersflecken
- Pigmentmalen
- anderen Hyperpigmentierungen
- aktiven entzündlichen Restbefunden
Die Behandlung richtet sich nach Ausprägung, Hauttyp und Ursache. Zentral ist zunächst, die auslösende Entzündung zu kontrollieren und weitere Reizungen zu vermeiden.
Mögliche Maßnahmen:
- Konsequenter Sonnenschutz
- Pigmentregulierende topische Therapie
- Schonende dermatologische Behandlungskonzepte
- Vermeidung weiterer Entzündungen, z. B. durch Akne- oder Ekzemtherapie
- Geduld, da die Rückbildung oft langsam erfolgt
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn nach Akne oder Entzündungen dunkle Flecken zurückbleiben
- Wenn unklar ist, ob es sich um eine Pigmentstörung oder etwas anderes handelt
- Wenn die Verfärbungen kosmetisch stark stören
- Wenn gleichzeitig weiterhin Akne, Ekzeme oder andere Entzündungen bestehen
Ist postinflammatorische Hyperpigmentierung gefährlich?
Nein. Es handelt sich um eine gutartige Folge einer abgeheilten Entzündung.
Warum bleiben nach Pickeln dunkle Flecken zurück?
Weil die Haut im Rahmen der Entzündung vermehrt Pigment bildet oder Pigment ungleichmäßig verteilt wird.
Gehen diese Flecken von allein weg?
Oft ja – aber langsam. Die Rückbildung kann Wochen bis Monate dauern.
Kann Sonne die Flecken verschlimmern?
Ja. UV-Strahlung kann die Pigmentierung verstärken und verlängern.
Ist PIH dasselbe wie Melasma?
Nein. Beim Melasma handelt es sich um eine andere, meist hormonell und UV-bedingte Pigmentstörung.
Psoriasis
Psoriasis betreuen wir individuell – von medizinischer Basispflege und entzündungshemmender Lokaltherapie bis zu modernen systemischen Therapien bei mittelschweren bis schweren Verläufen. Bei Beteiligung von Kopfhaut oder Nägeln stimmen wir die Behandlung gezielt ab und grenzen eine Nagelpsoriasis vom Nagelpilz ab.
Psoriasis, umgangssprachlich Schuppenflechte, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich Hautzellen deutlich schneller erneuern als normal. Dadurch entstehen scharf begrenzte, gerötete und schuppende Plaques, die oft mit Juckreiz, Spannungsgefühl oder Rissen einhergehen. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten und verläuft meist schubweise. Psoriasis ist nicht ansteckend. Sie betrifft nicht nur die Haut, sondern kann in manchen Fällen auch Nägel, Gelenke oder andere Bereiche des Körpers einbeziehen.
Die Psoriasis entsteht durch ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, einer fehlgesteuerten Immunreaktion und individuellen Triggerfaktoren.
Mögliche Trigger sind:
- Infekte
- Stress
- Hautreizungen oder Verletzungen
- bestimmte Medikamente
- hormonelle Veränderungen
- Rauchen und andere Lebensstilfaktoren
- Familiäre Belastung
- Frühere Psoriasis-Schübe
- chronischer Stress
- bestimmte Infekte
- Übergewicht
- Rauchen
- metabolische Begleiterkrankungen
Typisch sind:
- Scharf begrenzte rote Plaques
- silbrig-weiße Schuppung
- Juckreiz
- Spannungsgefühl
- Risse in trockenen Plaques
- Verdickte, entzündliche Hautareale
- Teilweise Beteiligung der Nägel mit Tüpfeln, Verfärbungen oder Ablösung
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung. Häufig ist das typische Hautbild bereits richtungsweisend. Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Ekzemen
- Pilzinfektionen
- seborrhoischem Ekzem
- Nagelpilz bei Nagelbeteiligung
- anderen entzündlichen Dermatosen
Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad, Lokalisation und Begleitbefunden.
Mögliche Therapiebausteine:
- Medizinische Basispflege
- Entzündungshemmende Lokaltherapie
- Schuppenlösende Behandlung
- Lichttherapie in geeigneten Fällen
- Systemische Therapie bei ausgeprägteren Verläufen
- Behandlung begleitender Nagel- oder Kopfhautbeteiligung
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei wiederkehrenden schuppenden roten Plaques
- Wenn Kopfhaut, Nägel oder Hautfalten betroffen sind
- Wenn Juckreiz, Risse oder Schmerzen auftreten
- Wenn frei verkäufliche Cremes nicht helfen
- Wenn unklar ist, ob Psoriasis, Ekzem oder Pilz vorliegt
Ist Psoriasis ansteckend?
Nein. Psoriasis ist nicht ansteckend.
Kann Psoriasis nur an den Ellenbogen auftreten?
Nein. Häufig betroffen sind zwar Ellenbogen und Knie, aber auch Kopfhaut, Nägel, Hände, Füße oder Hautfalten.
Kann man Psoriasis mit Pilz verwechseln?
Ja, insbesondere an den Füßen, Nägeln oder in Hautfalten kann eine Abgrenzung wichtig sein.
Ist Psoriasis nur eine Hautkrankheit?
Nein. Sie ist eine entzündliche Systemerkrankung und kann in manchen Fällen auch Nägel oder Gelenke betreffen.
Kann Stress Psoriasis verschlechtern?
Ja. Stress gehört zu den häufigen Triggern von Psoriasis-Schüben.
Reibeisenhaut ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Keratosis pilaris – eine harmlose, aber häufig kosmetisch störende Verhornungsstörung mit kleinen rauen Knötchen, meist an Oberarmen, Oberschenkeln oder Gesäß. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Pflege, Diagnose und Behandlung findest Du im Artikel Keratosis pilaris.
Ringelflechte ist die gebräuchliche Bezeichnung für die Tinea corporis – eine ansteckende Pilzinfektion der unbehaarten Körperhaut mit typischen ringförmigen, schuppenden und randbetonten Hautveränderungen. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Ansteckung, PCR-Pilzdiagnostik und Behandlung findest Du im Artikel Tinea corporis.
Rosacea
Rosacea ist eine der häufigsten dermatologischen Gesichtserkrankungen in der Praxis. Gerade bei dauerhaften Rötungen, sichtbaren Äderchen, brennender Haut oder einer Kombination aus Papeln und Gefäßveränderungen ist eine individuelle dermatologische Einordnung wichtig. Je nach Befund können in der Praxis verschiedene Behandlungswege kombiniert werden – zum Beispiel entzündungshemmende Therapien, medizinische Hautpflege und bei störenden Gefäßanteilen eine Laser- oder IPL-Behandlung.
Rosacea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung des Gesichts, die vor allem durch anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen, entzündliche Papeln und Pusteln sowie eine erhöhte Hautempfindlichkeit gekennzeichnet ist. Besonders häufig betroffen sind Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Die Erkrankung beginnt meist im Erwachsenenalter und verläuft oft schubweise. Rosacea ist nicht ansteckend und keine klassische Akne, wird aber wegen der roten Papeln und Pusteln häufig damit verwechselt. Je nach Ausprägung kann Rosacea kosmetisch stark belasten und mit Brennen, Stechen oder Spannungsgefühl einhergehen.
Die genaue Ursache der Rosacea ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren zusammen:
Rosacea wird häufig durch bestimmte Reize verschlechtert. Typische Trigger sind zum Beispiel Sonne und UV-Strahlung, Hitze, Sauna oder heiße Getränke, Alkohol, scharfes Essen, Stress, intensive körperliche Belastung, falsche oder reizende Hautpflege, Kortison im Gesicht sowie starke Temperaturwechsel.
- Angeborene Empfindlichkeit der Gesichtshaut
- Fehlregulation von Gefäßen und Entzündungsreaktionen
- Genetische Veranlagung
- Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen
- Beteiligung von Mikroorganismen und Immunreaktionen in einzelnen Fällen
- Helle, empfindliche Gesichtshaut
- Genetische Veranlagung
- Beginn im Erwachsenenalter
- Häufige Hitze-, Sonnen- oder Temperaturreize
- Reizende Hautpflege oder Kortison im Gesicht
Je nach Ausprägung können verschiedene Beschwerden auftreten:
- Anhaltende oder schubweise Rötungen im Gesicht
- Sichtbare erweiterte Äderchen (Teleangiektasien)
- Papeln und Pusteln
- Brennen oder Stechen der Haut
- Empfindliche, leicht reizbare Gesichtshaut
- Trockene oder gespannte Haut
- In ausgeprägteren Fällen knotige oder verdickte Hautveränderungen, insbesondere im Nasenbereich
Die Diagnose erfolgt durch die klinische dermatologische Untersuchung. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen, insbesondere:
- Perioraler Dermatitis
- Akne
- seborrhoischem Ekzem
- Kontaktallergie
- Lupus erythematodes oder anderen entzündlichen Gesichtserkrankungen in Einzelfällen
Die Behandlung richtet sich nach dem Rosacea-Typ und dem Schweregrad. Ziel ist es, Entzündungen zu kontrollieren, Rötungen zu reduzieren und die Hautbarriere zu stabilisieren.
Mögliche Therapiebausteine:
- Entzündungshemmende lokale Therapie
- Medikamente gegen Papeln und Pusteln
- Konsequenter UV-Schutz
- Triggervermeidung
- Angepasste medizinische Hautpflege
- Behandlung sichtbarer Äderchen und diffuser Rötungen mit IPL oder Gefäßlaser in geeigneten Fällen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei anhaltenden Rötungen im Gesicht
- Wenn Papeln oder Pusteln im Bereich von Nase, Wangen oder Stirn auftreten
- Wenn die Haut brennt, spannt oder sehr empfindlich geworden ist
- Wenn sich sichtbare Äderchen entwickeln
- Wenn Akne- oder Kortisonbehandlungen das Hautbild verschlechtern
Ist Rosacea dasselbe wie Akne?
Nein. Rosacea und Akne können ähnlich aussehen, unterscheiden sich aber in Ursache, Verlauf und Behandlung.
Kann Rosacea durch Sonne schlimmer werden?
Ja. UV-Strahlung gehört zu den häufigsten Triggern.
Hilft Laser bei Rosacea?
Bei sichtbaren Äderchen, diffusen Rötungen oder störenden Gefäßveränderungen kann eine IPL- oder Laserbehandlung sinnvoll sein – immer abhängig vom individuellen Befund.
Darf man bei Rosacea jede Gesichtscreme verwenden?
Nein. Reizende oder stark fettende Produkte können die Haut verschlechtern. Eine angepasste medizinische Pflege ist oft sinnvoll.
Ist Rosacea heilbar?
Rosacea ist meist chronisch, lässt sich aber oft sehr gut kontrollieren.
Röschenflechte ist die gebräuchliche Bezeichnung für Pityriasis rosea – eine meist selbstlimitierende, entzündliche Hauterkrankung mit ovalen, schuppenden Flecken am Rumpf. Die vollständige Erklärung zu Verlauf, Differenzialdiagnosen und Behandlung findest Du im Lexikonartikel Pityriasis rosea.
Schuppenflechte ist die gebräuchliche Bezeichnung für Psoriasis – eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit scharf begrenzten, schuppenden Plaques, möglicher Nagelbeteiligung und schubweisem Verlauf. Die vollständige Erklärung findest Du im Lexikonartikel Psoriasis.
Schwarzer Hautkrebs ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das maligne Melanom. Die vollständige Erklärung zu Warnzeichen, ABCDE-Regel, Hautkrebsvorsorge, Diagnose und Therapie findest Du im Artikel Melanom.
Die seborrhoische Keratose ist die medizinische Bezeichnung für die Alterswarze – eine sehr häufige, gutartige Hautveränderung, die kein Hautkrebs und keine Viruswarze ist. Je nach Befund können störende Alterswarzen schonend abgetragen werden. Die vollständige Erklärung zu Diagnose, Abgrenzung zu Hautkrebs und Entfernung findest Du im Artikel Alterswarzen.
Seborrhoisches Ekzem
Hartnäckige Rötung und Schuppung im Gesicht oder auf der Kopfhaut ordnen wir ein und grenzen das seborrhoische Ekzem zuverlässig von Rosacea, perioraler Dermatitis, Psoriasis und Pilzinfektionen ab – denn die Behandlung unterscheidet sich deutlich.
Das seborrhoische Ekzem ist eine häufige, chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die bevorzugt in talgreichen Hautarealen auftritt. Typisch sind Rötungen, fein bis fettig wirkende Schuppen und eine oft wiederkehrende Reizung der Haut. Besonders häufig betroffen sind Kopfhaut, Augenbrauen, Nasolabialfalten, Bartregion, Ohren und mitunter auch die Brustmitte. Das seborrhoische Ekzem ist nicht ansteckend, kann aber kosmetisch störend sein und wird im Gesicht häufig mit Rosacea, perioraler Dermatitis, Pilzinfektionen oder anderen Ekzemformen verwechselt.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren zusammen:
- Vermehrte Talgproduktion in bestimmten Hautarealen
- Individuelle Veranlagung
- Reaktion auf Malassezia-Hefen, die natürlicherweise auf der Haut vorkommen
- Empfindliche Hautbarriere
- Einfluss von Stress, Klima und Allgemeinzustand
- Fettigere Haut
- Stress
- Kältere Jahreszeit
- Neurologische oder internistische Begleiterkrankungen in bestimmten Konstellationen
- Geschwächte Hautbarriere
- Neigung zu wiederkehrenden Schuppungen an Kopfhaut und Gesicht
Typisch sind:
- Rötliche Hautveränderungen
- Gelblich-weiße oder fein fettige Schuppung
- Juckreiz oder Brennen
- Reizung im Bereich von Kopfhaut, Gesicht oder Brust
- Schubweiser Verlauf
- Mitunter gleichzeitige Schuppenbildung auf der Kopfhaut
Die Diagnose erfolgt durch die klinische dermatologische Untersuchung. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen, zum Beispiel:
- Rosacea
- Perioraler Dermatitis
- Psoriasis
- Pilzinfektionen
- Kontaktallergie
- atopischem Ekzem
Die Behandlung richtet sich nach Lokalisation, Ausprägung und Schweregrad.
Mögliche Therapiebausteine:
- Medizinische Hautpflege
- Antientzündliche Lokaltherapie
- Antimykotische Cremes oder Shampoos bei passender Konstellation
- Milde Reinigung und Reduktion irritierender Produkte
- Behandlung begleitender Kopfhautschuppen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Bei wiederkehrender Schuppung und Rötung im Gesicht
- Wenn die Kopfhaut dauerhaft schuppt oder juckt
- Wenn Pflegeprodukte oder frei verkäufliche Shampoos nicht helfen
- Wenn unklar ist, ob es sich um Ekzem, Pilz, Rosacea oder Psoriasis handelt
Ist ein seborrhoisches Ekzem ansteckend?
Nein. Es ist nicht ansteckend.
Ist das dasselbe wie trockene Haut?
Nein. Zwar kann die Haut schuppen, aber das seborrhoische Ekzem ist eine entzündliche Hauterkrankung.
Kann man das mit Rosacea verwechseln?
Ja, vor allem bei Rötungen im Gesicht. Deshalb ist die dermatologische Einordnung wichtig.
Warum schuppt die Kopfhaut gleichzeitig?
Kopfhaut und Gesicht sind beide typische talgreiche Areale, die beim seborrhoischen Ekzem häufig gemeinsam betroffen sind.
Geht das seborrhoische Ekzem wieder weg?
Es kann sich deutlich bessern, neigt aber zu Rückfällen.
Skabies ist die medizinische Bezeichnung für Krätze – eine ansteckende Hauterkrankung durch die Krätzmilbe mit typischerweise starkem nächtlichem Juckreiz, Papeln und Milbengängen. Die vollständige Erklärung zu Diagnose, Behandlung und Mitbehandlung von Kontaktpersonen findest Du im Artikel Krätze.
Selektive Photothermolyse Grundprinzip der Lasertherapie
Bei Laser- und Lichtbehandlungen orientieren sich unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt an diesem Grundprinzip und wählen Gerät und Parameter passend zum jeweiligen Befund und Hauttyp aus.
Die selektive Photothermolyse ist das physikalische Grundprinzip der modernen Laser- und Lichtbehandlung der Haut. Sie beschreibt, wie sich mit Licht gezielt eine bestimmte Struktur in der Haut erwärmen und zerstören lässt, ohne das umliegende Gewebe wesentlich zu schädigen. Das Konzept wurde 1983 von den Forschern Anderson und Parrish beschrieben und bildet bis heute die Grundlage vieler dermatologischer Laserbehandlungen.
Ziel der Behandlung ist ein sogenanntes Chromophor – eine farbgebende Zielstruktur in der Haut, zum Beispiel das Pigment Melanin, der rote Blutfarbstoff Hämoglobin, Wasser oder ein Tattoo-Farbpigment. Wird eine passende Wellenlänge gewählt, nimmt vor allem diese Zielstruktur das Licht auf. Das Licht wird in Wärme umgewandelt, wodurch das Ziel erhitzt und zerstört wird – während die Umgebung weitgehend geschont bleibt.
Damit die Behandlung selektiv und sicher wirkt, müssen drei Größen aufeinander abgestimmt sein:
- Wellenlänge – passend zum Absorptionsmaximum des Chromophors
- Pulsdauer – kürzer oder gleich der thermischen Relaxationszeit des Ziels (der Zeit, in der es die Hälfte der Wärme wieder abgibt)
- Energiedichte – ausreichend hoch und an die Größe der Zielstruktur angepasst
Auf diesem Prinzip beruhen unter anderem:
Werden die Parameter richtig gewählt, bleibt das umliegende Gewebe geschont. Werden sie überschritten – etwa eine zu lange Pulsdauer –, kann Wärme in die Umgebung abfließen und das Risiko für Nebenwirkungen wie Narben oder Pigmentverschiebungen steigt. Deshalb gehört die Laserbehandlung in fachkundige Hände.
Was bedeutet selektive Photothermolyse?
Die gezielte Erwärmung und Zerstörung einer bestimmten Zielstruktur in der Haut durch Licht, ohne das umliegende Gewebe wesentlich zu schädigen.
Gilt das Prinzip auch für IPL?
Ja. Auch IPL-Geräte nutzen die selektive Photothermolyse, allerdings mit breitbandigem Licht statt einer einzelnen Wellenlänge.
Warum gibt es verschiedene Laser?
Weil unterschiedliche Chromophore und Behandlungstiefen verschiedene Wellenlängen erfordern.
Sonnenallergie
Bei wiederkehrenden, juckenden Hautreaktionen nach Sonne klären wir ab, ob eine polymorphe Lichtdermatose („Sonnenallergie") oder eine andere lichtbedingte Reaktion vorliegt, und beraten ausführlich zu wirksamem Sonnenschutz und Vorbeugung.
Der Begriff Sonnenallergie wird im Alltag für verschiedene lichtbedingte Hautreaktionen verwendet. Meist ist damit die polymorphe Lichtdermatose gemeint – eine durch UV-Strahlung ausgelöste Hautreaktion, die typischerweise im Frühjahr oder zu Beginn sonniger Phasen auftritt. Betroffene entwickeln nach Sonnenkontakt juckende Papeln, kleine Bläschen, Rötungen oder fleckige Hautveränderungen an sonnenexponierten Hautstellen. Wichtig: Nicht jede „Sonnenallergie" ist eine echte Allergie im immunologischen Sinn. Häufig handelt es sich vielmehr um eine Lichtreaktion der Haut.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Vermutlich reagiert die Haut auf UV-Strahlung mit einer fehlgeleiteten Entzündungsreaktion. Oft tritt die Sonnenallergie besonders dann auf, wenn die Haut nach dem Winter wieder erstmals intensiver Sonne ausgesetzt ist.
- Heller Hauttyp
- Frühere Sonnenallergie
- Erste intensive Sonnenexposition im Frühjahr oder Urlaub
- Unzureichende Gewöhnung der Haut an UV-Strahlung
- Teilweise bestimmte Kosmetika oder Medikamente als verstärkende Faktoren
Typisch sind:
- Juckreiz
- Kleine rote Papeln oder Bläschen
- Fleckige Rötungen
- Brennen oder Spannungsgefühl
- Auftreten Stunden bis wenige Tage nach Sonnenexposition
- Wiederkehrende Beschwerden zu Beginn sonniger Phasen
Das Gesicht ist oft weniger betroffen, weil es meist ganzjährig etwas UV-gewöhnt ist.
Die Diagnose erfolgt durch die klinische Untersuchung und die typische Vorgeschichte. Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- photoallergischen Reaktionen
- Medikamentenreaktionen
- Lupus erythematodes
- Rosacea oder anderen Gesichtserkrankungen
- Ekzemen und anderen juckenden Dermatosen
Die Behandlung richtet sich nach Ausprägung und Häufigkeit der Beschwerden.
Mögliche Maßnahmen:
- Konsequenter UV-Schutz
- Lichtschutzkleidung und angepasster Sonnenschutz
- Entzündungshemmende Lokaltherapie in akuten Phasen
- Schonende Hautpflege
- Langsame Gewöhnung an Sonne
- In bestimmten Fällen prophylaktische Strategien vor sonnigen Jahreszeiten
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn nach Sonnenkontakt wiederholt juckende Hautreaktionen auftreten
- Wenn unklar ist, ob es sich wirklich um eine Sonnenallergie handelt
- Wenn frei verkäufliche Cremes nicht helfen
- Wenn starke oder großflächige Beschwerden bestehen
Ist Sonnenallergie wirklich eine Allergie?
Nicht immer. Häufig ist damit die polymorphe Lichtdermatose gemeint, also eine UV-bedingte Hautreaktion.
Warum tritt Sonnenallergie oft im Frühling oder im Urlaub auf?
Weil die Haut nach UV-armen Monaten plötzlich wieder intensiver Sonne ausgesetzt wird.
Hilft Sonnencreme gegen Sonnenallergie?
Ein guter Sonnenschutz ist sehr wichtig, verhindert aber nicht in jedem Fall alle Beschwerden.
Ist Sonnenallergie dasselbe wie ein Sonnenbrand?
Nein. Ein Sonnenbrand ist eine akute UV-Schädigung, während die Sonnenallergie eine andere Art von Hautreaktion darstellt.
Kann Sonnenallergie von allein wieder verschwinden?
Ja, die Hautreaktion klingt meist wieder ab, kann aber bei erneuter intensiver Sonnenexposition zurückkehren.
Sonnenschutz UV-Schutz · LSF · Anwendung
Wir beraten Sie zu einem passenden Sonnenschutz – besonders bei Neigung zu Pigmentflecken, nach Laser- oder Operationseingriffen, bei lichtempfindlicher Haut und im Rahmen der Hautkrebsvorsorge. Konsequenter UV-Schutz gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen, um Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen.
Als Sonnenschutz bezeichnet man alle Maßnahmen, die die Haut vor ultravioletter (UV-)Strahlung schützen. UV-B-Strahlung verursacht vor allem Sonnenbrand, UV-A-Strahlung dringt tiefer ein und trägt zu vorzeitiger Hautalterung bei – beide erhöhen das Hautkrebsrisiko und können Pigmentflecken sowie eine postinflammatorische Hyperpigmentierung verstärken. Neben Kleidung, Schatten und dem Meiden der Mittagssonne sind Sonnenschutzmittel ein zentraler Baustein.
Sonnenschutzmittel enthalten UV-Filter. Man unterscheidet zwei Grundtypen, die häufig kombiniert werden:
Mineralische Filter physikalisch
z. B. Zinkoxid, Titandioxid
- Absorbieren, streuen und reflektieren die UV-Strahlung
- Wirken in der Regel sofort nach dem Auftragen
- Gelten als gut verträglich – häufig bei empfindlicher Haut, Kindern und Sonnenallergie
- Können einen leichten weißlichen Film hinterlassen
Chemische Filter organisch
lösliche UV-Filter
- Nehmen UV-Strahlung auf und geben sie als Wärme wieder ab
- Ziehen meist gut ein, kaum Weißeln
- Voller Schutz häufig erst nach kurzer Einziehzeit
- Angenehm auch für großflächige, tägliche Anwendung
Der Lichtschutzfaktor (LSF, englisch SPF) beschreibt vor allem den Schutz vor UV-B (Sonnenbrand). Die Unterschiede sind nicht linear: LSF 30 hält rund 96,7 %, LSF 50 rund 98 % der hautrötenden UV-Strahlung ab. Wichtig ist zusätzlich ein ausgewiesener UV-A-Schutz (UVA-Zeichen im Kreis bzw. „breites Spektrum"). Empfohlen wird in der Regel mindestens LSF 30; bei heller Haut (Typ I–II), Kindern sowie in Bergen, am Wasser und im Schnee eher LSF 50+.
Die Darreichungsform wählt man nach Hautzustand und Körperregion:
- Creme: trockene Haut und das Gesicht (nicht in die Augen sprühen)
- Lotion/Milch: großflächig am Körper
- Gel/Fluid: fettige, unreine oder zu Akne neigende Haut
- Spray: große Flächen, Haaransatz und Kopfhaut
- Stick: Lippen, Nase, Ohren und Narben
- Menge: etwa 2 mg pro cm² – als Faustregel rund 4 gehäufte Esslöffel (≈ 40 ml) für den ganzen Körper eines Erwachsenen; für Gesicht und Hals etwa eine 2-Euro-Stück-große Menge. Zu wenig reduziert den Schutz erheblich.
- Rechtzeitig: etwa 20–30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auftragen.
- Nachcremen: mindestens alle 2 Stunden sowie nach Schwitzen, Baden oder Abtrocknen. Wichtig: Nachcremen erhält den Schutz, verlängert ihn aber nicht.
- Auch bei Bewölkung schützen – ein Großteil der UV-Strahlung durchdringt Wolken.
Die Eigenschutzzeit (Zeit bis zur ersten Hautrötung ohne Schutz) hängt vom Hauttyp ab (Fitzpatrick I–VI): je heller die Haut, desto kürzer. Als grobe Rechnung gilt: Eigenschutzzeit × LSF = theoretische Schutzdauer.
Wichtiger Hinweis: Diese Zeit sollte nicht ausgereizt werden – Fachstellen empfehlen, höchstens rund 60 % davon zu nutzen, da auch mit Schutz ein Teil der UV-Strahlung in die Haut gelangt. Sonnencreme ist kein Freibrief, länger in der Sonne zu bleiben.
Wir beraten Sie individuell.
- Hautkrebsvorsorge und Beratung zum passenden UV-Schutz
- Beratung bei Pigmentstörungen und nach Laser- oder OP-Eingriffen
- Einschätzung Ihres Hauttyps und geeigneter Präparate-Grundlagen
- Zu wenig Creme (die meisten tragen nur etwa ein Viertel der nötigen Menge auf)
- Zu selten nachcremen
- Sonnenschutz bei Bewölkung weglassen
- Sich allein auf Make-up mit LSF verlassen
- Den UV-A-Schutz übersehen
Reicht LSF 30 oder besser 50+?
In der Regel wird mindestens LSF 30 empfohlen. Bei heller Haut, Kindern sowie in Bergen, am Wasser oder im Schnee ist LSF 50+ sinnvoll. Da meist zu wenig aufgetragen wird, bietet ein hoher LSF eine gewisse Reserve.
Mineralisch oder chemisch – was ist besser?
Beide schützen wirksam. Mineralische Filter wirken sofort und gelten als besonders verträglich (häufig bei empfindlicher Haut und Kindern), chemische Filter ziehen besser ein und weißeln kaum. Viele Produkte kombinieren beides.
Wie oft muss ich nachcremen?
Mindestens alle 2 Stunden und zusätzlich nach Schwitzen, Baden oder Abtrocknen. Nachcremen erhält den Schutz, verlängert die mögliche Sonnenzeit aber nicht.
Schützt Sonnenschutz auch vor Hautalterung und Hautkrebs?
Konsequenter UV-Schutz kann vorzeitiger, lichtbedingter Hautalterung vorbeugen und gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Hautkrebs.
Brauche ich Sonnenschutz auch bei Bewölkung oder im Winter?
Ja. Ein Großteil der UV-Strahlung durchdringt Wolken; im Schnee und in den Bergen ist die Belastung durch Reflexion sogar erhöht.
Spider Naevus
Spider Naevi passen sehr gut in den ästhetisch-dermatologischen Bereich der Praxis, weil sie häufig im Gesicht, am Hals oder Dekolleté auftreten und dort als störend empfunden werden. In geeigneten Fällen lässt sich die Veränderung meist sehr gut mit Gefäßlaser oder IPL behandeln.
Ein Spider Naevus – auch Spinnennävus oder Spider angioma genannt – ist eine gutartige Gefäßveränderung der Haut. Typisch ist ein kleiner roter Gefäßpunkt in der Mitte, von dem feine rote Äderchen strahlenförmig nach außen abgehen – ähnlich einer kleinen Spinne. Spider Naevi sind harmlos, können aber kosmetisch störend sein, vor allem wenn sie im Gesicht oder Dekolleté auftreten.
Spider Naevi entstehen durch eine Erweiterung kleiner oberflächlicher Blutgefäße. Sie können einzeln oder mehrfach auftreten.
Mögliche Zusammenhänge:
- Normale individuelle Gefäßneigung
- Hormonelle Einflüsse, z. B. in der Schwangerschaft
- Helle, gefäßreiche Haut
- In manchen Fällen Lebererkrankungen oder hormonelle Veränderungen – vor allem bei zahlreichen Spider Naevi
Typisch sind:
- Zentraler roter Gefäßpunkt
- Feine strahlenförmige Äderchen
- Keine Schmerzen
- Keine Entzündung
- Kosmetisch störendes Gefäßbild
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische Untersuchung. Das Erscheinungsbild ist oft typisch.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Teleangiektasien
- kleinen Hämangiomen
- anderen oberflächlichen Gefäßveränderungen
Spider Naevi sind gutartig und müssen medizinisch nicht behandelt werden. Eine Entfernung kann sinnvoll sein, wenn sie kosmetisch stören.
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn eine rote Gefäßveränderung kosmetisch stört
- Wenn unklar ist, ob es sich um einen Spider Naevus oder etwas anderes handelt
- Wenn mehrere neue Gefäßveränderungen gleichzeitig auftreten
Ist ein Spider Naevus gefährlich?
Nein. Meist handelt es sich um eine harmlose Gefäßveränderung.
Kann man einen Spider Naevus entfernen?
Ja. In vielen Fällen ist eine Behandlung mit Laser oder IPL möglich.
Warum sieht ein Spider Naevus wie eine kleine Spinne aus?
Weil von einem zentralen Gefäßpunkt feine Äderchen strahlenförmig ausgehen.
Kann ein Spider Naevus von allein verschwinden?
In manchen Fällen ja, häufig bleibt er jedoch bestehen.
Ist das dasselbe wie Rosacea?
Nein. Rosacea ist eine entzündliche Gesichtserkrankung, Spider Naevi sind umschriebene Gefäßveränderungen.
Spinaliom Plattenepithelkarzinom
Das Spinaliom gehört zu den wichtigsten Formen des weißen Hautkrebses in der dermatologischen Praxis. Besonders relevant ist die frühe Erkennung chronisch lichtgeschädigter Hautareale, aktinischer Keratosen und verdächtiger, nicht heilender Hautveränderungen. Gerade bei langjähriger Sonnenbelastung und wiederkehrenden rauen, verkrusteten Stellen ist eine zeitnahe Abklärung wichtig.
Das Spinaliom, auch Plattenepithelkarzinom der Haut oder spinozelluläres Karzinom, ist eine Form des weißen Hautkrebses. Es entsteht aus Zellen der oberen Hautschichten und tritt bevorzugt an chronisch sonnenbelasteten Hautarealen auf. Das Spinaliom ist bösartig, wächst jedoch in vielen Fällen zunächst lokal. Im Vergleich zu einem Basaliom hat es – je nach Ausprägung und Stadium – ein höheres Risiko, tiefer einzuwachsen oder in seltenen Fällen zu streuen. Deshalb ist eine frühe dermatologische Diagnose und Behandlung wichtig.
Die wichtigste Ursache ist eine langjährige UV-Schädigung der Haut. Häufig entwickelt sich ein Spinaliom auf dem Boden chronischer Lichtschäden oder aus Vorstufen, insbesondere aus aktinischen Keratosen.
- Langjährige Sonnenexposition
- Heller Hauttyp
- Chronische Lichtschädigung
- Aktinische Keratosen
- Höheres Lebensalter
- Immunsuppression
- Frühere Hautkrebserkrankungen
- Berufliche UV-Belastung
Das Erscheinungsbild kann unterschiedlich sein. Mögliche Hinweise sind:
- Rauhe, schuppende oder verhornte Hautveränderung
- Geröteter, derber Knoten
- Krustige oder nicht heilende Stelle
- Wiederholt blutende Hautveränderung
- Verdickte, entzündlich wirkende Plaque
- Wunde, die nicht abheilt
Die Diagnose erfolgt durch die hautärztliche Untersuchung, häufig ergänzt durch eine Dermatoskopie. Bei Verdacht auf ein Spinaliom wird die Hautveränderung in der Regel bioptisch oder operativ entfernt und histologisch untersucht.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- aktinischen Keratosen
- Morbus Bowen
- Basaliom
- entzündlichen oder verkrusteten Hautveränderungen
Die Therapie richtet sich nach Größe, Lokalisation und Stadium des Tumors.
Mögliche Therapiebausteine:
- Operative Entfernung
- Histologische Sicherung
- Je nach Vorstufe oder Frühform auch andere dermatologische Therapiekonzepte
- Regelmäßige Nachkontrollen und Hautkrebsvorsorge
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn eine raue, verkrustete oder blutende Hautstelle nicht abheilt
- Wenn eine bekannte aktinische Keratose sich verändert
- Bei chronisch sonnengeschädigter Haut mit neuen derben Knoten oder Plaques
- Zur regelmäßigen Hautkrebsvorsorge, besonders bei heller Haut und hoher UV-Belastung
Ist ein Spinaliom Hautkrebs?
Ja. Das Spinaliom ist eine Form des weißen Hautkrebses.
Ist ein Spinaliom gefährlicher als ein Basaliom?
Ein Spinaliom hat grundsätzlich ein höheres Risiko, tiefer einzuwachsen oder in seltenen Fällen zu streuen. Deshalb ist die frühe Behandlung besonders wichtig.
Kann sich ein Spinaliom aus einer aktinischen Keratose entwickeln?
Ja. Aktinische Keratosen gelten als wichtige Vorstufen.
Wie erkennt man ein Spinaliom?
Typisch können raue, schuppige, verkrustete oder nicht heilende Hautstellen sein – häufig an chronisch sonnenbelasteten Arealen.
Muss ein Spinaliom operiert werden?
In vielen Fällen ja. Das genaue Vorgehen hängt von Befund, Größe und Lokalisation ab.
Stachelzellkrebs ist eine gebräuchliche Bezeichnung für das spinozelluläre Karzinom bzw. Plattenepithelkarzinom der Haut. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, UV-Schädigung, Vorstufen, Diagnose und Therapie findest Du im Artikel Spinaliom.
Statische Falten Alters- und Schwerkraftfalten
Ob statische Falten vorliegen und welche Möglichkeiten sinnvoll sind, beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt individuell – nach Untersuchung und Aufklärung.
Statische Falten sind dauerhaft sichtbare Falten, die auch bei völlig entspanntem Gesicht bestehen bleiben. Im Gegensatz zu mimischen Falten entstehen sie nicht in erster Linie durch Muskelbewegung, sondern durch den natürlichen Alterungsprozess der Haut sowie durch den Einfluss der Schwerkraft.
Mit zunehmendem Alter baut die Haut Kollagen und Elastin ab, verliert an Feuchtigkeit und Volumen und wird dünner und weniger elastisch. Dadurch kann sie sich nach einer Bewegung nicht mehr vollständig zurückstellen. Begünstigt wird dieser Prozess durch UV-Strahlung, Rauchen und weitere Lebensstilfaktoren. Auch lange bestehende mimische Falten können mit der Zeit in statische Falten übergehen.
Typische statische Falten treten unter anderem auf an:
Bei statischen Falten stehen weniger die Muskelbewegungen als vielmehr Volumen und Hautstruktur im Vordergrund. In geeigneten Fällen können daher Verfahren in Betracht gezogen werden, die Volumen ersetzen oder die Hautstruktur unterstützen – etwa mit Hyaluronsäure oder hauterneuernden Methoden. Eine alleinige Behandlung mit Botulinumtoxin greift hier in der Regel weniger. Welche Möglichkeiten geeignet sind, wird individuell ärztlich beurteilt.
Worin unterscheiden sich statische und mimische Falten?
Statische Falten sind auch in Ruhe sichtbar, mimische Falten zeigen sich zunächst nur bei Bewegung der Gesichtsmuskulatur.
Kann man statischen Falten vorbeugen?
Der Hautalterung lässt sich nicht vollständig vorbeugen. Sonnenschutz, Nichtrauchen und eine gute Hautpflege können sie jedoch verlangsamen.
Verschwinden statische Falten von allein?
Nein. Da sie durch strukturelle Veränderungen der Haut entstehen, bilden sie sich nicht von selbst zurück.
„Stewardessenkrankheit" ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für die periorale Dermatitis – einen entzündlichen Hautausschlag rund um Mund, Nase oder Augen. Der Name spielt auf die früher vermutete Rolle intensiver Kosmetik- und Pflegeanwendung an. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Auslösern, der wichtigen „Nulltherapie" und der Abgrenzung zu Rosacea und Akne findest Du im Artikel Periorale Dermatitis.
Stirnfalten Querfalten der Stirn
Ob und wie Stirnfalten behandelt werden können, beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt individuell – nach Untersuchung und Aufklärung.
Stirnfalten sind meist waagerecht (quer) verlaufende Falten im Bereich der Stirn. Sie entstehen vor allem durch die Bewegung des Stirnmuskels (Musculus frontalis) – etwa beim Hochziehen der Augenbrauen, beim Stirnrunzeln oder bei konzentriertem Blick. Anfangs zeigen sie sich nur bei Mimik, mit der Zeit können sie auch in Ruhe sichtbar bleiben.
Ursache ist die wiederholte Anspannung des Stirnmuskels. Da die Haut mit den Jahren an Elastizität verliert, prägen sich die zunächst nur bewegungsabhängigen Falten zunehmend ein. Aus mimischen Stirnfalten können so mit der Zeit statische Falten werden.
Wichtig ist die Abgrenzung zur Zornesfalte: Stirnfalten verlaufen in der Regel waagerecht über die Stirn, während die Zornesfalte (Glabellafalte) als meist senkrechte Falte zwischen den Augenbrauen liegt. Beide sind mimisch bedingt, entstehen aber durch unterschiedliche Muskeln.
Solange Stirnfalten überwiegend mimisch bedingt sind, kann in geeigneten Fällen eine Behandlung mit Botulinumtoxin infrage kommen. Bei bereits tiefen, statischen Furchen werden häufig ergänzende Verfahren in Betracht gezogen. Da der Stirnmuskel auch die Augenbrauen hebt, ist eine sorgfältige, individuell abgestimmte Beurteilung wichtig.
Sind Stirnfalten dasselbe wie Zornesfalten?
Nein. Stirnfalten verlaufen meist waagerecht über die Stirn, die Zornesfalte senkrecht zwischen den Augenbrauen.
Kann man Stirnfalten behandeln?
In geeigneten Fällen ja. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund ab und wird ärztlich beurteilt.
Ab wann treten Stirnfalten auf?
Sie zählen zu den Falten, die häufig relativ früh sichtbar werden, da die Stirnmuskulatur oft stark beansprucht wird.
Syringome Lidsyringome
Kleine Knötchen an den Unterlidern beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt und grenzen sie von anderen Hautveränderungen ab. Werden Syringome als störend empfunden, besprechen wir mögliche Verfahren zur schonenden Abtragung.
Syringome sind gutartige Hautveränderungen, die von den Ausführungsgängen der ekkrinen Schweißdrüsen ausgehen. Typisch sind kleine, hautfarbene bis gelbliche Knötchen, die häufig in Gruppen und bevorzugt an den Unterlidern auftreten. Sie sind harmlos, verursachen in der Regel keine Beschwerden, werden aber häufig als kosmetisch störend empfunden.
Die genaue Ursache ist nicht abschließend geklärt. Es besteht eine anlagebedingte Neigung; teils treten Syringome familiär gehäuft auf. Hormonelle Einflüsse werden diskutiert, weshalb sie häufiger bei Frauen und oft ab der Pubertät auftreten. Eine besondere, klarzellige Form kann mit einer Zuckerstoffwechselstörung (Diabetes mellitus) einhergehen.
- Kleine, meist 1–3 mm große Knötchen
- Hautfarben bis gelblich
- Häufig mehrere, in Gruppen angeordnet
- Weiche bis leicht derbe Papeln
- In der Regel ohne Beschwerden
Die Diagnose erfolgt durch die dermatologische Untersuchung, meist als Blickdiagnose, unterstützt durch die Dermatoskopie. In unklaren Fällen kann eine Gewebeprobe die Diagnose sichern. Abzugrenzen sind unter anderem Milien, Talgdrüsenhyperplasien und Xanthelasmen.
Da Syringome gutartig sind, ist eine Behandlung medizinisch nicht erforderlich und erfolgt nur bei kosmetischem Wunsch. Wegen der empfindlichen Lidhaut ist ein schonendes, individuell geplantes Vorgehen wichtig. Mögliche Verfahren:
- Abtragung mit ablativen Lasern (z. B. Erbium:YAG- oder CO₂-Laser)
- Elektrokoagulation oder Kürettage bei einzelnen Knötchen
- Kleine Exzision außerhalb der Lidregion
Da Syringome tiefer reichen können, ist ein Wiederauftreten möglich; teils sind mehrere Sitzungen sinnvoll.
- Bei neu aufgetretenen Knötchen an den Lidern oder im Gesicht
- Bei Unsicherheit, um welche Hautveränderung es sich handelt
- Wenn sich Größe, Farbe oder Form verändern
- Wenn die Knötchen kosmetisch stören und eine Entfernung gewünscht ist
Sind Syringome gefährlich?
Nein. Syringome sind gutartige Veränderungen der Schweißdrüsengänge.
Kommen Syringome nach der Entfernung wieder?
Das ist möglich, da sie tiefer reichen können. Häufig lässt sich das Hautbild dennoch verbessern.
Sind Syringome dasselbe wie Milien?
Nein. Milien sind kleine Hornzysten. Syringome gehen von den Schweißdrüsengängen aus.
Talgdrüsenhyperplasie Senile Talgdrüsenhyperplasie
Gelbliche, zentral eingedellte Knötchen im Gesicht beurteilen unsere dermatologische Fachärztin und unser Facharzt dermatoskopisch und grenzen sie sorgfältig vom weißen Hautkrebs (Basalzellkarzinom) ab. Ist der Befund eindeutig gutartig und störend, besprechen wir mögliche Verfahren zur Abtragung.
Die Talgdrüsenhyperplasie ist eine häufige, gutartige Vergrößerung einzelner Talgdrüsen. Sie zeigt sich als kleines, gelbliches Knötchen mit einer typischen Delle in der Mitte und tritt bevorzugt im Gesicht älterer Menschen sowie bei fettiger Haut auf. Die Veränderung ist harmlos, kann aber kosmetisch stören und dem weißen Hautkrebs ähneln – deshalb ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll.
Mit zunehmendem Alter und unter dem Einfluss von Hormonen (Androgenen) können sich einzelne Talgdrüsen vergrößern. Begünstigend wirken:
- Höheres Lebensalter
- Fettige Haut (Seborrhoe)
- Chronische Lichtschädigung der Gesichtshaut
- Genetische Veranlagung
- Eine Unterdrückung des Immunsystems (etwa unter bestimmten Medikamenten)
- Meist 2–5 mm große, weiche Knötchen
- Gelblich bis hautfarben
- Charakteristische Delle (Nabelung) in der Mitte
- Häufig mehrere Knötchen
- In der Regel ohne Beschwerden
Die Diagnose ist meist eine Blickdiagnose, die durch die Dermatoskopie unterstützt wird. Wichtig ist die Abgrenzung zum Basalzellkarzinom (weißer Hautkrebs), das ähnlich aussehen kann. Lässt sich ein bösartiger Befund nicht sicher ausschließen, wird die Veränderung entfernt und feingeweblich untersucht. Ebenfalls abzugrenzen sind große geschlossene Komedonen und Syringome.
Eine Behandlung ist medizinisch nur nötig, wenn ein bösartiger Befund nicht sicher ausgeschlossen werden kann; ansonsten erfolgt sie aus kosmetischen Gründen. Mögliche Verfahren:
- Abtragung mit dem Laser
- Kleine chirurgische Entfernung (bei unklarem Befund mit feingeweblicher Untersuchung)
- Vereisung (Kryotherapie) oder Elektrokoagulation
Ein Wiederauftreten ist möglich; neue Knötchen können an anderer Stelle entstehen.
- Bei neu aufgetretenen oder wachsenden Knötchen im Gesicht
- Wenn ein Knötchen blutet, verkrustet oder sich verändert
- Bei Unsicherheit, ob die Veränderung gutartig ist
- Zur Abgrenzung von weißem Hautkrebs
Ist eine Talgdrüsenhyperplasie gefährlich?
Nein. Sie ist gutartig. Wichtig ist nur die Abgrenzung zum weißen Hautkrebs, der ähnlich aussehen kann.
Woran erkennt man sie?
Typisch ist ein kleines, gelbliches Knötchen mit einer Delle in der Mitte, meist im Gesicht.
Kommen die Knötchen nach der Entfernung wieder?
An der behandelten Stelle meist nicht, es können jedoch an anderer Stelle neue entstehen.
Teleangiektasien
Teleangiektasien gehören zu den häufigsten ästhetisch-dermatologischen Anliegen im Gesicht. In der Praxis ist wichtig, ob es sich um isolierte Äderchen, eine Rosacea, einen Spider Naevus oder eine Kombination aus Gefäßveränderung und chronischer Hautreizung handelt. Gerade bei Äderchen an Nase und Wangen, sichtbarer Gefäßzeichnung im Dekolleté oder dauerhafter Rötung kann eine Laser- oder IPL-Behandlung sinnvoll sein. Entscheidend ist die dermatologische Einordnung des Befunds, damit die Behandlung zum Hauttyp, zur Gefäßstruktur und zu einer möglichen Grunderkrankung passt.
Teleangiektasien sind dauerhaft erweiterte, oberflächlich sichtbare kleine Blutgefäße der Haut. Sie erscheinen als feine rote, rötlich-violette oder netzartige Äderchen und treten besonders häufig im Gesicht, an der Nase, den Wangen oder am Dekolleté auf. Teleangiektasien sind in der Regel harmlos, werden aber häufig als kosmetisch störend empfunden. Je nach Ursache können Teleangiektasien isoliert auftreten oder im Rahmen anderer Hauterkrankungen wie Rosacea, chronischer Lichtschädigung oder anderer Gefäßveränderungen entstehen.
Teleangiektasien entstehen durch eine Erweiterung kleinster oberflächlicher Hautgefäße. Dahinter können unterschiedliche Ursachen oder begünstigende Faktoren stehen.
Mögliche Ursachen und Zusammenhänge sind:
- Rosacea
- Chronische UV-Schädigung
- Helle, empfindliche Haut
- Genetische Veranlagung
- Hautalterung
- Wiederholte Reizung oder Entzündung der Haut
- Hormonelle Einflüsse
- Langfristige Anwendung kortisonhaltiger Cremes im Gesicht
- Allgemeine Gefäßneigung
- Heller Hauttyp
- Viel Sonnenexposition
- Rosacea
- Chronische Gesichtsrötung
- Hautalterung
- Häufige Hitze- oder Temperaturreize
- Kortisonanwendung im Gesicht
- Familiäre Gefäßneigung
Typisch sind:
- Feine rote oder rötlich-violette Äderchen
- Linienförmige, netzartige oder sternförmige Gefäßzeichnung
- Meist keine Schmerzen
- Kosmetisch störendes Hautbild
- Häufig gemeinsam mit diffuser Gesichtsrötung
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch die klinische dermatologische Untersuchung. Wichtig ist dabei vor allem die Einordnung, ob die Gefäßveränderungen isoliert auftreten oder Teil einer zugrunde liegenden Hauterkrankung sind.
Wichtige Differenzialdiagnosen bzw. Zusammenhänge sind:
- Rosacea
- Spider Naevus
- diffuse UV-bedingte Gefäßschädigung
- entzündliche Gesichtserkrankungen
- in Einzelfällen andere Gefäßveränderungen
Teleangiektasien müssen medizinisch nicht zwingend behandelt werden, wenn sie harmlos und beschwerdefrei sind. Viele Betroffene wünschen jedoch eine Behandlung aus kosmetischen Gründen – insbesondere bei sichtbaren Äderchen an Nase und Wangen, chronischer Gesichtsrötung oder im Rahmen einer Rosacea. In unserer Praxis können störende Teleangiektasien je nach Befund gezielt mit Gefäßlaser oder IPL (Intense Pulsed Light) behandelt werden.
Mögliche Behandlungsbausteine sind:
- Gefäßlaser zur gezielten Behandlung einzelner oder umschriebener Gefäßveränderungen
- IPL bei flächigerer Rötung, diffuser Gefäßzeichnung oder mehreren sichtbaren Äderchen
- Behandlung einer zugrunde liegenden Rosacea, wenn entzündliche Papeln, Brennen oder chronische Gesichtsrötung hinzukommen
- Konsequenter Sonnenschutz und angepasste Hautpflege, um neue Gefäßreize zu reduzieren
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn rote Äderchen im Gesicht neu auftreten oder zunehmen
- Wenn zusätzlich Brennen, Rötung oder empfindliche Haut bestehen
- Wenn unklar ist, ob Rosacea oder eine andere Gefäßveränderung dahintersteckt
- Wenn die Äderchen kosmetisch stören und eine Behandlung gewünscht ist
Sind Teleangiektasien gefährlich?
Meist nicht. In der Regel handelt es sich um harmlose, oberflächliche Gefäßerweiterungen.
Kann man Teleangiektasien entfernen?
Ja. Je nach Befund können Gefäßlaser oder IPL eine sehr sinnvolle Behandlung sein.
Was ist besser – Laser oder IPL?
Das hängt vom Befund ab. Einzelne, klar sichtbare Gefäße lassen sich häufig gezielt mit Gefäßlaser behandeln, während flächige Rötungen oder mehrere kleine Äderchen oft gut auf IPL ansprechen.
Sind Teleangiektasien dasselbe wie Rosacea?
Nein. Teleangiektasien können Teil einer Rosacea sein, aber auch isoliert oder im Rahmen anderer Hautveränderungen auftreten.
Hilft eine Creme gegen Teleangiektasien?
Cremes können die Hautbarriere unterstützen und Reizungen reduzieren, sichtbare Gefäße aber meist nicht beseitigen. Hier kommen – je nach Befund – eher Laser oder IPL infrage.
Tinea corporis
Runde, schuppende Hautflecken werden oft lange als „trockene Haut" oder Ekzem fehlgedeutet. Wir sichern bei unklaren oder hartnäckigen Befunden die Diagnose – auch mit PCR-Pilzdiagnostik – und prüfen, ob gleichzeitig Fußpilz, Nagelpilz oder eine Ansteckungsquelle (z. B. Haustiere) vorliegt.
Tinea corporis ist in der Praxis besonders relevant, weil viele Betroffene zunächst von „trockener Haut", „Allergie" oder einem Ekzem ausgehen. Gerade runde, schuppende Flecken am Körper werden häufig lange falsch eingeordnet. Für die Behandlung ist aber entscheidend, ob tatsächlich ein Hautpilz vorliegt oder ob eine entzündliche Dermatitis dahintersteckt. In unserer Praxis ist deshalb nicht nur die klinische Einordnung, sondern bei unklaren Befunden auch eine gezielte Pilzdiagnostik einschließlich PCR wichtig. Zusätzlich prüfen wir, ob gleichzeitig Fußpilz, Nagelpilz oder eine Ansteckungsquelle im häuslichen Umfeld vorliegt – etwa über Haustiere oder wiederkehrende Kontaktquellen.
Tinea corporis ist eine Pilzinfektion der unbehaarten Haut und gehört zu den häufigsten Formen des Hautpilzes. Umgangssprachlich wird sie oft als Ringelflechte bezeichnet. Typisch sind runde oder ringförmige, gerötete und schuppende Hautveränderungen, die sich langsam nach außen ausbreiten. Häufig ist der Rand stärker betont als die Mitte, sodass ein ringförmiges Bild entsteht. Wichtig: Trotz des Namens hat die Ringelflechte nichts mit Würmern zu tun. Es handelt sich um eine ansteckende Pilzinfektion der Haut, die durch sogenannte Dermatophyten verursacht wird.
Auslöser der Tinea corporis sind meist Fadenpilze (Dermatophyten), die die oberste Hautschicht befallen. Die Ansteckung kann direkt oder indirekt erfolgen.
Mögliche Übertragungswege:
- Hautkontakt mit infizierten Personen
- Kontakt zu infizierten Haustieren
- gemeinsame Nutzung von Handtüchern, Kleidung oder Sportmatten
- Übertragung aus anderen Pilzherden, zum Beispiel von Fußpilz oder Nagelpilz
- Kontakt mit pilzhaltigen Hautschuppen
- Feucht-warmes Hautmilieu
- Starkes Schwitzen
- Enge oder wenig atmungsaktive Kleidung
- Sport und Hautkontakt in Umkleiden oder Kontaktsport
- Vorbestehender Fußpilz oder Nagelpilz
- Kontakt zu infizierten Haustieren
- Geschwächte Hautbarriere
- Immunsuppression in Einzelfällen
Typisch für die Tinea corporis sind:
Das Erscheinungsbild kann sehr unterschiedlich sein. Manche Befunde wirken nur leicht trocken und schuppig, andere deutlich entzündlich.
- Runde oder ringförmige rote Flecken
- Schuppung, vor allem am Rand
- Randbetonte Ausbreitung
- Zentrale Abblassung möglich
- Juckreiz
- Langsame Vergrößerung der betroffenen Stelle
- Teilweise mehrere Herde gleichzeitig
Tinea corporis betrifft die unbehaarte Haut und tritt häufig auf an:
Nicht dazu gehören klassischerweise Fußpilz (Tinea pedis), Nagelpilz (Tinea unguium / Onychomykose) oder Pilzinfektionen der Kopfhaut.
Die Diagnose erfolgt durch die hautärztliche Untersuchung. Gerade weil ringförmige oder schuppende Hautveränderungen häufig mit anderen Erkrankungen verwechselt werden, ist eine saubere Abklärung wichtig. Mögliche diagnostische Schritte sind die klinische dermatologische Untersuchung, eine Pilzdiagnostik bei unklaren, atypischen oder hartnäckigen Befunden, die Abgrenzung zu entzündlichen oder ekzematösen Hauterkrankungen sowie die Beurteilung, ob gleichzeitig Fußpilz, Nagelpilz oder weitere Pilzherde vorliegen. Gerade bei unklaren ringförmigen Hautveränderungen, langwierigen Verläufen, Vorbehandlungen mit Cortison oder Antimykotika oder wenn die Abgrenzung zu Ekzem, Psoriasis oder anderen entzündlichen Hauterkrankungen schwierig ist, kann eine gezielte, auch PCR-basierte Pilzdiagnostik sinnvoll sein. Sie ist besonders dann hilfreich, wenn der klinische Befund nicht eindeutig ist, bereits mehrere Therapieversuche erfolgt sind, gleichzeitig Nagelpilz oder Fußpilz vermutet werden oder eine möglichst gezielte Erregerdiagnostik gewünscht ist.
Wichtig ist die Abgrenzung zu:
Gerade wenn bereits mit Kortison oder „Ekzemcremes" behandelt wurde und sich der Befund eher verschlechtert oder nicht bessert, sollte auch an eine Pilzinfektion gedacht werden.
- Nummulärem Ekzem
- Pityriasis rosea
- Psoriasis
- Kontaktallergie oder anderen Ekzemformen
- trockenen, schuppenden Hautveränderungen anderer Ursache
Die Behandlung richtet sich nach Ausdehnung, Lokalisation und Verlauf.
Mögliche Therapiebausteine:
- Antimykotische Cremes oder Lösungen
- Behandlung über einen ausreichend langen Zeitraum
- Bei ausgedehnten oder hartnäckigen Befunden in ausgewählten Fällen systemische Therapie
- Mitbehandlung anderer Pilzherde, z. B. Fußpilz oder Nagelpilz
- Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Wiederansteckung
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn sich ein roter, schuppender Fleck ringförmig ausbreitet
- Wenn Juckreiz und Schuppung bestehen
- Wenn sich vermeintliche Ekzemstellen unter Cremebehandlung nicht bessern
- Wenn mehrere ringförmige Hautstellen gleichzeitig auftreten
- Wenn zusätzlich Fußpilz, Nagelpilz oder Kontakt zu einem möglicherweise infizierten Tier besteht
Ist Tinea corporis ansteckend?
Ja. Es handelt sich um eine ansteckende Pilzinfektion der Haut.
Ist Tinea corporis dasselbe wie Ringelflechte?
Ja. Ringelflechte ist die gebräuchliche Bezeichnung für Tinea corporis.
Ist Tinea corporis dasselbe wie „Hautpilz"?
Tinea corporis ist eine Form des Hautpilzes, nämlich die Pilzinfektion der unbehaarten Körperhaut. Der Begriff Hautpilz ist weiter gefasst und kann auch andere Pilzinfektionen der Haut umfassen.
Wann ist eine PCR-Diagnostik sinnvoll?
Vor allem bei unklaren, wiederkehrenden oder hartnäckigen Hautpilzbefunden, bei Vorbehandlungen oder wenn gleichzeitig Nagelpilz oder Fußpilz vermutet werden.
Kann man Tinea corporis mit einem Ekzem verwechseln?
Ja, sehr häufig. Gerade nummuläre Ekzeme, trockene Haut oder andere schuppende Hauterkrankungen können ähnlich aussehen.
Tinea pedis ist die medizinische Bezeichnung für Fußpilz – eine Pilzinfektion der Haut an den Füßen, häufig in den Zehenzwischenräumen, die unbehandelt chronisch werden oder auf die Nägel übergehen kann. In unserer Praxis sichern wir die Diagnose bei unklaren oder wiederkehrenden Befunden mit PCR-Pilzdiagnostik und beziehen die Nägel mit ein. Die vollständige Erklärung findest Du im Artikel Fußpilz.
Tinea unguium ist die medizinische Bezeichnung für eine Pilzinfektion des Nagels und entspricht dem Nagelpilz bzw. der Onychomykose. In unserer Praxis können verdächtige Nagelveränderungen nicht nur dermatologisch eingeordnet, sondern bei Bedarf auch mit gezielter Pilzdiagnostik einschließlich PCR abgeklärt werden – insbesondere bei unklaren, wiederkehrenden oder therapieresistenten Befunden. Die vollständige Erklärung findest Du im Artikel Nagelpilz.
Urtikaria Nesselsucht
Chronische Nesselsucht (Urtikaria) klären wir in unserer Praxis ab und begleiten die Behandlung – einschließlich der Suche nach möglichen Auslösern.
Die Urtikaria (Nesselsucht) äußert sich durch juckende Quaddeln und Schwellungen. Man unterscheidet eine akute Form, die innerhalb von bis zu sechs Wochen abklingt, und eine chronische Form, die länger als sechs Wochen besteht. Die Beschwerden können spontan oder durch bestimmte Auslöser entstehen.
Bei vielen Patienten lässt sich keine eindeutige Ursache finden.
Mögliche Auslöser:
- Autoimmunreaktionen
- Infektionen
- Medikamente
- Nahrungsmittel
- Physikalische Reize
- Autoimmunerkrankungen
- Schilddrüsenerkrankungen
- Chronische Infektionen
- Familiäre Veranlagung
- Quaddeln
- Starker Juckreiz
- Schwellungen
- Angioödeme
- Wiederkehrende Beschwerden
Die Hautveränderungen können am gesamten Körper auftreten.
Die Diagnose erfolgt anhand der Beschwerden und einer dermatologischen Untersuchung.
Zusätzlich können Blutuntersuchungen erforderlich sein.
Mögliche Therapien:
- Antihistaminika
- Kortison in Ausnahmefällen
- Biologika
- Behandlung möglicher Auslöser
- Beschwerden länger als sechs Wochen
- Wiederkehrende Schwellungen
- Starke Beeinträchtigung der Lebensqualität
Ist Urtikaria eine Allergie?
Nicht immer.
Kann Stress Urtikaria verschlechtern?
Ja.
Sind Quaddeln ansteckend?
Nein.
Können Schwellungen gefährlich werden?
Bei Beteiligung der Atemwege sollte sofort ärztliche Hilfe erfolgen.
UV-Schädigung der Haut
In der Praxis unterscheiden wir zwischen kosmetischer Lichtschädigung, entzündlicher Reizung, Hautkrebsvorstufen und echten Hauttumoren. Wir ordnen lichtgeschädigte Haut ein, klären Pigmentflecken, Rötungen, raue Stellen oder verdächtige Läsionen ab, bieten Hautkrebsvorsorge bei sonnenbelasteter Haut, behandeln aktinische Keratosen und andere UV-bedingte Vorstufen und ordnen kosmetisch störende Folgen wie Pigmentverschiebungen, Teleangiektasien oder vorzeitige Hautalterung ein.
Unter einer UV-Schädigung der Haut versteht man die langfristigen und kurzfristigen Schäden durch ultraviolette Strahlung – also vor allem durch Sonnenlicht oder künstliche UV-Quellen. UV-Strahlung kann die Haut nicht nur akut reizen oder einen Sonnenbrand verursachen, sondern auch über Jahre zu vorzeitiger Hautalterung, Pigmentstörungen, aktinischen Keratosen und Hautkrebs beitragen. Die UV-Schädigung gehört damit zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren in der Dermatologie. UV-Strahlung kann dabei unterschiedliche Strukturen der Haut schädigen: Sie verursacht DNA-Schäden in Hautzellen, beschleunigt die Hautalterung, verändert Bindegewebe und Elastin, fördert Pigmentflecken, begünstigt aktinische Keratosen und erhöht das Risiko für weißen und schwarzen Hautkrebs. Nicht jede UV-Schädigung ist sofort sichtbar – viele Veränderungen entstehen schleichend über Jahre.
- Häufige oder intensive Sonnenexposition
- Sonnenbrände – insbesondere in Kindheit und Jugend
- Heller Hauttyp
- Berufliche UV-Belastung
- Solariumnutzung
- Fehlender oder unzureichender Sonnenschutz
- Frühere Hautkrebsvorstufen oder Hautkrebserkrankungen
UV-Schäden können sich sehr unterschiedlich zeigen. Typische akute und chronische Folgen sind:
- Sonnenbrand
- Chronisch trockene, lichtgeschädigte Haut mit rauerer Hautstruktur
- Pigmentflecken und ungleichmäßiger Teint
- Erweiterte Äderchen / Teleangiektasien
- Elastizitätsverlust und vorzeitige Hautalterung
- Wiederkehrend raue, schuppige oder verhornte Hautstellen
- Aktinische Keratosen als Hautkrebsvorstufen
- Neue oder sich verändernde Flecken an stark sonnenbelasteten Arealen
UV-Schäden zeigen sich besonders häufig an chronisch lichtexponierten Hautstellen, zum Beispiel:
Die Diagnose erfolgt durch die hautärztliche Untersuchung. Entscheidend ist die Beurteilung, welche Art von UV-Schädigung vorliegt und ob bereits behandlungsbedürftige Vorstufen oder Hauttumoren bestehen.
Wichtige Fragen sind:
- Liegen nur kosmetische UV-Folgen wie Pigmentflecken, Gefäßveränderungen oder Hautalterung vor?
- Bestehen aktinische Keratosen oder andere Hautkrebsvorstufen?
- Gibt es verdächtige Hautveränderungen, die weiter abgeklärt werden müssen?
- Ist eine Hautkrebsvorsorge sinnvoll oder kurzfristig angezeigt?
Die Behandlung hängt davon ab, welche Form der UV-Schädigung vorliegt. Im Vordergrund stehen die Vermeidung weiterer Schäden und die Behandlung bereits bestehender Folgen.
Mögliche Bausteine:
- Konsequenter Sonnenschutz und Verhaltensberatung
- Medizinische Hautpflege
- Behandlung von aktinischen Keratosen und anderen Vorstufen, bei geeigneten Befunden auch mittels PDT
- Behandlung von Altersflecken oder erweiterten Äderchen mit Laser bzw. IPL in geeigneten Fällen
- Regelmäßige Hautkrebsvorsorge
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn sich an sonnenbelasteten Hautstellen raue, schuppige oder verhornte Areale entwickeln
- Wenn neue Pigmentflecken oder auffällige Hautveränderungen auftreten
- Wenn eine Hautstelle wiederholt nicht abheilt
- Wenn eine ausgeprägte chronische Lichtschädigung sichtbar ist
- Zur regelmäßigen Hautkrebsvorsorge, insbesondere bei heller Haut, vielen Sonnenjahren oder früheren Sonnenbränden
Was ist der Unterschied zwischen Sonnenbrand und chronischer UV-Schädigung?
Ein Sonnenbrand ist eine akute Hautschädigung durch UV-Strahlung. Eine chronische UV-Schädigung entsteht dagegen über Jahre durch wiederholte Sonneneinwirkung und zeigt sich oft in Form von Pigmentflecken, Hautalterung, aktinischen Keratosen oder Hautkrebs.
Kann UV-Schädigung Hautkrebs verursachen?
Ja. Langjährige UV-Belastung ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für weißen Hautkrebs, Hautkrebsvorstufen und auch für bestimmte Formen des schwarzen Hautkrebses.
Woran erkennt man lichtgeschädigte Haut?
Typische Zeichen sind Pigmentflecken, erweiterte Äderchen, raue Stellen, Falten, Elastizitätsverlust und chronisch unruhige Haut an sonnenbelasteten Arealen.
Kann man UV-Schäden behandeln?
Teilweise ja. Das hängt davon ab, ob es sich um kosmetische Veränderungen, Gefäßveränderungen, Pigmentstörungen oder Hautkrebsvorstufen handelt. Wichtig ist die dermatologische Einordnung.
Warum ist Hautkrebsvorsorge bei UV-Schäden so wichtig?
Weil chronische Lichtschädigung ein Hinweis darauf sein kann, dass die Haut bereits über Jahre UV-belastet war – und damit das Risiko für aktinische Keratosen und Hautkrebs erhöht ist.
Verrucae plantares und Verrucae palmares sind Viruswarzen an Fußsohlen bzw. Handflächen, ausgelöst durch humane Papillomaviren (HPV). An der Fußsohle werden sie durch den Druck beim Gehen nach innen gedrückt und können schmerzhaft werden – dann spricht man umgangssprachlich von einer Dornwarze. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Abgrenzung zu Hühneraugen und Behandlung findest Du im Artikel Viruswarzen.
Verruca vulgaris ist die medizinische Bezeichnung für die gewöhnliche Viruswarze. Sie tritt besonders häufig an Fingern, Händen, rund um die Nägel oder an anderen mechanisch belasteten Hautstellen auf. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Ansteckung und Behandlung findest Du im Artikel Viruswarzen.
Viruswarzen Verruca vulgaris
Warzen an Händen, Füßen oder im Nagelbereich sind häufig und oft hartnäckig. Besonders Dornwarzen an der Fußsohle werden lange mit Hühneraugen verwechselt oder selbst behandelt. Je nach Befund kann in unserer Praxis auch eine Laserbehandlung sinnvoll sein – vor allem bei schmerzhaften, kosmetisch störenden oder therapieresistenten Warzen.
Viruswarzen gehören zu den häufigen dermatologischen Befunden – sowohl an Händen als auch an Fußsohlen. Besonders Dornwarzen an der Fußsohle werden oft mit Hühneraugen verwechselt oder über lange Zeit selbst behandelt. Auch Warzen an den Händen oder im Nagelbereich können sehr hartnäckig sein. Je nach Befund kann in unserer Praxis auch eine Laserbehandlung sinnvoll sein – insbesondere bei schmerzhaften, kosmetisch störenden oder therapieresistenten Warzen.
Verruca vulgaris ist die medizinische Bezeichnung für die gewöhnliche Viruswarze. Viruswarzen gehören zu den häufigsten infektiösen Hautveränderungen und werden durch humane Papillomaviren (HPV) verursacht. Je nach Lokalisation und Wuchsform können sie sehr unterschiedlich aussehen und an Händen, Fingern, Fußsohlen oder Handflächen auftreten. Zu den häufigen Warzenformen zählen die Verruca vulgaris (klassische gewöhnliche Warze, häufig an Fingern, Händen oder rund um die Nägel), die Verruca plantaris (Viruswarze an der Fußsohle) und die Verruca palmaris (Viruswarze an der Handfläche). Die Dornwarze ist dabei meist die druckschmerzhafte Form der Verruca plantaris, die durch das Körpergewicht in die Tiefe gedrückt wird und beim Gehen oder Sport deutlich schmerzen kann.
Auslöser sind humane Papillomaviren (HPV), die über kleine Hautverletzungen oder eine gestörte Hautbarriere in die Haut eindringen. Die Ansteckung erfolgt meist über direkten Hautkontakt oder über virushaltige Hautschuppen.
Mögliche Ansteckungswege und begünstigende Faktoren:
- Hautkontakt mit infizierten Personen
- Gemeinschaftsduschen, Schwimmbäder oder Umkleiden
- kleine Hautverletzungen
- aufgeweichte oder stark belastete Haut
- Nagelkauen oder Manipulation an Warzen
- geschwächte Hautbarriere
- Kinder und Jugendliche
- Häufiger Aufenthalt in Schwimmbädern oder Sportumkleiden
- Feucht-warme Hautmilieus
- Vermehrtes Schwitzen
- Kleine Verletzungen an Händen oder Füßen
- Geschwächte Hautbarriere
Viruswarzen können sehr unterschiedlich aussehen. Typische Merkmale sind:
- Raue, verhornte oder unregelmäßige Hautveränderungen
- Hautfarbene, gelbliche oder leicht gräuliche Papeln
- Umgrenzte warzige Oberfläche
- Teilweise kleine dunkle Pünktchen innerhalb der Warze
- Einzelne oder multiple Warzen
- Bei Fußsohlenwarzen Schmerzen beim Auftreten möglich
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische dermatologische Untersuchung. Wichtig ist die Abgrenzung zu:
- Hühneraugen / Clavi
- Druckschwielen
- anderen verhornten Hautveränderungen
- seltener anderen schmerzhaften Läsionen an Hand oder Fuß
Die Behandlung richtet sich nach Lokalisation, Größe, Anzahl und Schmerzhaftigkeit der Warzen. Manche Viruswarzen verschwinden spontan, andere sind hartnäckig und störend.
Mögliche Therapiebausteine:
- Keratolytische Behandlung zur Aufweichung der Hornschicht
- Lokale Warzentherapie
- Abtragung überschüssiger Verhornung
- Verlaufskontrolle bei kleinen, wenig störenden Befunden
- Laserbehandlung in geeigneten Fällen, insbesondere bei hartnäckigen oder schmerzhaften Warzen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn eine Warze an der Fußsohle beim Gehen schmerzt
- Wenn Warzen an den Händen oder Füßen trotz Selbstbehandlung bestehen bleiben
- Wenn mehrere Warzen gleichzeitig auftreten
- Wenn unklar ist, ob es sich um eine Warze, ein Hühnerauge oder eine andere Hautveränderung handelt
Ist eine Dornwarze dasselbe wie Verruca plantaris?
Im Alltag ja meist schon: Die Dornwarze ist typischerweise die schmerzhafte, nach innen gedrückte Form einer Verruca plantaris an der Fußsohle.
Sind Verrucae plantares und palmares ansteckend?
Ja. Es handelt sich um Viruswarzen, die durch HPV verursacht werden und über Hautkontakt oder virushaltige Hautschuppen übertragen werden können.
Kann man Warzen lasern?
Ja. Bei hartnäckigen oder störenden Warzen kann eine Laserbehandlung in geeigneten Fällen sinnvoll sein.
Woran erkennt man den Unterschied zwischen Warze und Hühnerauge?
Warzen unterbrechen oft die normalen Hautlinien und können kleine dunkle Pünktchen zeigen. Hühneraugen entstehen dagegen eher druckbedingt. Die sichere Unterscheidung erfolgt durch die dermatologische Untersuchung.
Vitiligo
Wenn helle Flecken neu auftreten oder sich ausbreiten, grenzen wir die Vitiligo zuverlässig von anderen Ursachen heller Flecken ab – etwa Pityriasis versicolor oder postinflammatorischen Pigmentveränderungen. Schwerpunkt ist die Beratung zu konsequentem Sonnenschutz, Hautpflege und Camouflage der depigmentierten Areale.
Vitiligo ist in der Praxis vor allem dann relevant, wenn helle Flecken neu auftreten, sich ausbreiten oder nicht sicher von anderen Pigmentstörungen unterschieden werden können. Gerade im Gesicht oder an den Händen besteht oft ein hoher Leidensdruck. Wichtig ist die dermatologische Abgrenzung zu anderen Ursachen heller Flecken – zum Beispiel zu Pityriasis versicolor, postinflammatorischen Pigmentveränderungen oder anderen Pigmentstörungen.
Vitiligo – umgangssprachlich auch Weißfleckenkrankheit genannt – ist eine chronische Pigmentstörung der Haut, bei der es zu scharf begrenzten weißen Hautflecken kommt. Ursache ist ein Verlust oder eine Funktionsstörung der Melanozyten, also der pigmentbildenden Zellen der Haut. Dadurch fehlt in den betroffenen Arealen das Hautpigment Melanin. Vitiligo ist nicht ansteckend und keine klassische Entzündung, kann aber kosmetisch und psychisch sehr belastend sein – vor allem, wenn sichtbare Hautbereiche wie Gesicht, Hände oder Hals betroffen sind.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Vitiligo gilt als multifaktorielle Erkrankung, bei der vermutlich mehrere Mechanismen zusammenspielen. Häufig wird von einer autoimmunologischen Komponente ausgegangen, bei der pigmentbildende Zellen vom Immunsystem angegriffen werden.
Mögliche Einflussfaktoren:
- Autoimmunologische Prozesse
- Genetische Veranlagung
- Individuelle Triggerfaktoren
- Selten Zusammenhang mit anderen Autoimmunerkrankungen
- Familiäre Veranlagung
- Bestehende Autoimmunerkrankungen
- Früherer Beginn von Pigmentstörungen
- Teilweise mechanische Reize oder Hautverletzungen an betroffenen Arealen
Typisch für Vitiligo sind:
- Milchig-weiße, scharf begrenzte Hautflecken
- Unterschiedlich große depigmentierte Areale
- Häufig symmetrische Verteilung
- Keine Schuppung
- Meist keine Schmerzen oder kein Juckreiz
- Teilweise auch Aufhellung von Haaren in den betroffenen Bereichen
Vitiligo kann an fast allen Körperstellen auftreten. Häufig betroffen sind:
Die Diagnose erfolgt durch die klinische dermatologische Untersuchung. Typisch sind die scharf begrenzten depigmentierten Hautareale. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Ursachen heller Flecken.
Mögliche Differenzialdiagnosen sind:
- Pityriasis versicolor
- postinflammatorische Pigmentveränderungen
- andere Hypopigmentierungen
- selten Narben- oder Entzündungsfolgen
Die Behandlung richtet sich nach Ausdehnung, Lokalisation, Aktivität der Erkrankung und kosmetischer Belastung. Nicht jede Vitiligo verläuft gleich, und nicht jede Form spricht gleich gut auf Therapien an.
Mögliche Therapiebausteine:
- Dermatologische Verlaufskontrolle
- Entzündungshemmende lokale Therapie in geeigneten Fällen
- Lichttherapie bei ausgewählten Befunden
- Sonnenschutz für depigmentierte Areale
- Camouflage / kosmetische Strategien bei sichtbaren Stellen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn neue weiße Hautflecken auftreten
- Wenn sich bestehende depigmentierte Areale vergrößern
- Wenn unklar ist, ob es sich um Vitiligo, Pilz oder eine andere Pigmentstörung handelt
- Wenn die Hautveränderungen im Gesicht, an den Händen oder anderen sichtbaren Bereichen belasten
Ist Vitiligo ansteckend?
Nein. Vitiligo ist nicht ansteckend.
Ist Vitiligo dasselbe wie ein Hautpilz?
Nein. Vitiligo ist eine Pigmentstörung, keine Pilzinfektion. Helle Flecken sollten aber dermatologisch abgeklärt werden, weil manche Pilzinfektionen ähnlich aussehen können.
Tut Vitiligo weh oder juckt sie?
Meist nicht. Typisch sind vor allem weiße, scharf begrenzte Flecken ohne Schmerzen oder Schuppung.
Kann Vitiligo nur im Gesicht auftreten?
Ja, Vitiligo kann lokal begrenzt sein – häufig sind aber auch Hände, Hals oder andere Körperregionen betroffen.
Warum ist Sonnenschutz bei Vitiligo wichtig?
Weil depigmentierte Haut weniger natürlichen UV-Schutz hat und schneller einen Sonnenbrand entwickeln kann.
Warzen
Warzen sind ein häufiger Grund für eine Vorstellung – an Händen, Füßen oder im Genitalbereich. Wir ordnen ein, welche Warzenform vorliegt, grenzen sie von Hühneraugen und Schwielen ab und planen bei hartnäckigen oder störenden Befunden eine gezielte Behandlung, in geeigneten Fällen auch mit Laser.
Warzen gehören zu den häufigen dermatologischen Gründen für eine Vorstellung – sowohl an Händen als auch an Füßen oder im Genitalbereich. Besonders Dornwarzen werden häufig mit Hühneraugen verwechselt, und auch Warzen im Nagelbereich oder an der Hand können sehr hartnäckig sein. In unserer Praxis ist deshalb wichtig, welche Warzenform vorliegt und ob eine gezielte Behandlung – zum Beispiel auch eine Laserbehandlung – sinnvoll ist.
Warzen sind umschriebene, meist gutartige Hautveränderungen, die je nach Ursache sehr unterschiedlich aussehen können. Am häufigsten handelt es sich um Viruswarzen, die durch humane Papillomaviren (HPV) ausgelöst werden. Sie treten bevorzugt an Händen, Fingern, Fußsohlen, Handflächen oder im Genitalbereich auf. Warzen können harmlos, aber kosmetisch störend, schmerzhaft oder ansteckend sein. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt stark davon ab, um welche Warzenform es sich handelt und an welcher Stelle sie sitzt. Der Begriff Warzen ist ein Oberbegriff für mehrere virusbedingte Unterformen: die Verruca vulgaris (gewöhnliche Viruswarze, häufig an Fingern, Händen oder im Nagelbereich), die Verruca plantaris (Viruswarze an der Fußsohle, oft Dornwarze genannt), die Verruca palmaris (Viruswarze an der Handfläche) sowie Condylome bzw. Feigwarzen (Viruswarzen im Genital- und Analbereich).
Die meisten klassischen Warzen sind Viruswarzen und werden durch humane Papillomaviren (HPV) ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt über kleine Hautverletzungen, direkten Hautkontakt oder virushaltige Hautschuppen.
Begünstigende Faktoren sind zum Beispiel:
- Feucht-warmes Milieu
- Kleine Verletzungen der Haut
- Barfußlaufen in Schwimmbädern oder Gemeinschaftsduschen
- Nagelkauen oder Manipulation an Warzen
- Geschwächte Hautbarriere
- Wiederholter Hautkontakt mit infizierten Hautschuppen
Warzen können je nach Typ unterschiedlich aussehen. Mögliche Merkmale sind:
- Raue, verhornte oder warzige Oberfläche
- Hautfarbene, gelbliche oder gräuliche Papeln
- Einzelne oder multiple Warzen
- Schmerzen beim Gehen, besonders bei Dornwarzen
- Kleine dunkle Pünktchen innerhalb der Warze
- Verhornung an Händen oder Füßen
- Im Genitalbereich weichere oder gruppierte Veränderungen bei Condylomen
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische dermatologische Untersuchung. Wichtig ist vor allem die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Warzenformen und die Abgrenzung zu anderen Hautveränderungen, zum Beispiel:
- Hühneraugen / Clavi
- Druckschwielen
- anderen verhornt wirkenden Hautveränderungen
- im Genitalbereich anderen infektiösen oder entzündlichen Hautveränderungen
Die Behandlung richtet sich nach Warzentyp, Lokalisation, Größe, Anzahl und Schmerzhaftigkeit. Manche Warzen verschwinden spontan, andere bleiben sehr hartnäckig.
Mögliche Therapiebausteine:
- Keratolytische Behandlung zur Aufweichung der Hornschicht
- Lokale Warzentherapie
- Abtragung überschüssiger Verhornung
- Verlaufskontrolle bei kleinen, wenig störenden Befunden
- Laserbehandlung in geeigneten Fällen, insbesondere bei hartnäckigen, schmerzhaften oder wiederkehrenden Warzen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn eine Warze schmerzt, wächst oder kosmetisch stark stört
- Wenn Warzen an den Füßen oder Händen trotz Selbstbehandlung bestehen bleiben
- Wenn mehrere Warzen gleichzeitig auftreten
- Wenn unklar ist, ob es sich um eine Warze, ein Hühnerauge oder eine andere Hautveränderung handelt
- Bei Warzen im Genitalbereich
Sind Warzen ansteckend?
Viele Viruswarzen sind ansteckend, da sie durch HPV verursacht werden.
Ist eine Dornwarze eine normale Warze?
Ja, meist handelt es sich um eine Verruca plantaris, also eine Viruswarze an der Fußsohle.
Sind alle Warzen gleich?
Nein. Zu den häufigen Formen gehören Verruca vulgaris, Verruca plantaris, Verruca palmaris und Condylome.
Kann man Warzen lasern?
Ja. Bei hartnäckigen oder störenden Warzen kann eine Laserbehandlung sinnvoll sein.
Weißer Hautkrebs
Viele frühe Befunde von weißem Hautkrebs wirken zunächst harmlos. Gerade chronisch lichtgeschädigte Haut, raue nicht heilende Stellen oder neue Knoten im Gesicht klären wir frühzeitig ab – einschließlich der Einordnung von Vorstufen wie aktinischen Keratosen und der regelmäßigen Hautkrebsvorsorge.
Weißer Hautkrebs ist in der dermatologischen Praxis ein zentrales Thema, weil viele frühe Befunde zunächst harmlos wirken können. Gerade chronisch lichtgeschädigte Haut, raue nicht heilende Stellen oder neue Knoten im Gesicht sollten frühzeitig abgeklärt werden. Wichtig ist dabei nicht nur die Erkennung des Tumors selbst, sondern auch die Einordnung möglicher Vorstufen wie aktinischer Keratosen sowie die regelmäßige Hautkrebsvorsorge.
Der Begriff weißer Hautkrebs umfasst vor allem zwei wichtige Formen von Hautkrebs: das Basaliom bzw. Basalzellkarzinom und das Spinaliom bzw. Plattenepithelkarzinom. Beide Tumorarten entstehen meist an chronisch sonnenbelasteten Hautarealen und gehören zu den häufigsten bösartigen Hauterkrankungen. Anders als der schwarze Hautkrebs (Melanom) wächst weißer Hautkrebs häufig zunächst eher lokal, sollte aber trotzdem frühzeitig erkannt und behandelt werden. Das Basaliom ist die häufigste Form; es wächst meist lokal zerstörend, streut aber nur sehr selten. Das Spinaliom entsteht häufig auf dem Boden einer chronischen UV-Schädigung oder aus aktinischen Keratosen und kann je nach Stadium aggressiver sein. Aktinische Keratosen gelten als wichtige Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms.
Der wichtigste Risikofaktor für weißen Hautkrebs ist die langjährige UV-Belastung der Haut. Weitere Risikofaktoren sind:
- Heller Hauttyp
- Wiederholte Sonnenbrände
- Berufliche Sonnenexposition
- Solariumnutzung
- Höheres Lebensalter
- Frühere Hautkrebsvorstufen oder Hautkrebserkrankungen
- Immunsuppression
Weißer Hautkrebs kann sehr unterschiedlich aussehen. Mögliche Warnzeichen sind:
- Neue, langsam wachsende Hautveränderungen
- Nicht heilende Krusten oder Wunden
- Rauhe, schuppige oder verhornte Areale
- Wiederholt blutende Hautstellen
- Hautfarbene, rötliche oder glasig wirkende Knoten
- Verkrustete oder entzündlich wirkende Plaques
Weißer Hautkrebs entsteht besonders häufig an chronisch sonnenbelasteten Arealen, zum Beispiel:
Die Diagnose erfolgt durch die hautärztliche Untersuchung, häufig ergänzt durch eine Dermatoskopie. Verdächtige Befunde werden in der Regel bioptisch oder operativ entfernt und histologisch untersucht.
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn eine Hautstelle nicht abheilt
- Wenn eine neue Kruste, Wunde oder raue Stelle bestehen bleibt
- Wenn ein Knoten langsam wächst oder wiederholt blutet
- Wenn bereits viele UV-Schäden oder aktinische Keratosen bestehen
- Zur regelmäßigen Hautkrebsvorsorge
Was zählt zu weißem Hautkrebs?
Vor allem Basaliom und Spinaliom.
Ist weißer Hautkrebs gefährlich?
Ja, er sollte immer ernst genommen und dermatologisch behandelt werden. Die Prognose ist meist deutlich besser, wenn der Befund früh erkannt wird.
Ist weißer Hautkrebs dasselbe wie ein Melanom?
Nein. Das Melanom gehört zum schwarzen Hautkrebs und ist eine andere Tumorart.
Was ist die Vorstufe eines Spinalioms?
Vor allem die aktinische Keratose gilt als wichtige Vorstufe.
Weißfleckenkrankheit ist die gebräuchliche Bezeichnung für Vitiligo – eine chronische Pigmentstörung mit scharf begrenzten weißen Hautflecken. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, Diagnose und Behandlung findest Du im Artikel Vitiligo.
Xanthelasma
Xanthelasmen sind gutartige, an den Augenlidern aber oft kosmetisch störende Fettablagerungen. In unserer Praxis prüfen wir dermatologisch, ob tatsächlich ein Xanthelasma vorliegt und wie ausgedehnt der Befund ist, und bieten bei geeigneten Befunden die ambulante Entfernung mit dem CO₂-Laser an – gezielt und schonend in der empfindlichen Lidregion.
Xanthelasmen sind gelblich-helle, flache oder leicht erhabene Fettablagerungen im Bereich der Augenlider. Typischerweise treten sie am inneren Ober- oder Unterlid auf und zeigen sich als weiche, gelbliche Plaques in der dünnen Lidhaut. Medizinisch gehören sie zu den Xanthomen, also zu Ablagerungen von Fettbestandteilen in der Haut. Xanthelasmen sind gutartig, meist nicht schmerzhaft und verursachen in der Regel keine funktionellen Beschwerden. Da sie sich jedoch direkt im sichtbaren Bereich rund um die Augen befinden, werden sie häufig als kosmetisch störend empfunden.
Xanthelasmen entstehen durch Ablagerungen von Fettbestandteilen in der Haut. Sie können isoliert auftreten, ohne dass eine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt. In einem Teil der Fälle bestehen jedoch Zusammenhänge mit erhöhten Blutfettwerten oder Störungen des Fettstoffwechsels.
Mögliche Zusammenhänge sind:
Nicht jedes Xanthelasma bedeutet automatisch krankhaft erhöhte Cholesterinwerte. Gerade bei jüngeren Betroffenen, ausgeprägten Befunden oder familiärer Vorbelastung kann jedoch eine Abklärung der Blutfettwerte (Gesamtcholesterin, LDL, HDL, Triglyzeride) sinnvoll sein.
- Erhöhte Cholesterinwerte
- Erhöhte Triglyzeridwerte
- Familiäre Fettstoffwechselstörungen
- Individuelle Veranlagung
- Auftreten auch bei unauffälligen Blutfettwerten möglich
- Familiäre Veranlagung
- Erhöhte Cholesterin- oder Triglyzeridwerte
- Bereits bekannte Fettstoffwechselstörung
- Zunehmendes Lebensalter
- Auftreten auch ohne erkennbare Stoffwechselstörung möglich
Typisch für Xanthelasmen sind:
- Gelbliche, weiche Hautveränderungen an den Augenlidern
- Meist flache oder leicht erhabene Plaques
- Häufig symmetrisches Auftreten
- Besonders oft im inneren Lidwinkel
- Langsame Größenzunahme möglich
- In der Regel keine Schmerzen, kein Juckreiz und keine Entzündung
Xanthelasmen treten fast immer im Bereich der Augenlider auf, besonders häufig:
Die Diagnose erfolgt meist durch die klinische dermatologische Untersuchung, da das Erscheinungsbild häufig sehr typisch ist. Entscheidend ist die sichere Abgrenzung zu anderen gutartigen Hautveränderungen im Lidbereich und die Einschätzung, wie ausgeprägt der Befund ist. Wichtige Punkte sind, ob es sich tatsächlich um ein Xanthelasma handelt, wie groß und ausgedehnt der Befund ist, ob er vor allem kosmetisch stört und ob eine Abklärung der Blutfettwerte sinnvoll ist.
Xanthelasmen sind gutartig und müssen medizinisch nicht zwingend entfernt werden. Viele Betroffene wünschen sich jedoch eine Behandlung, weil die gelblichen Ablagerungen an den Augenlidern als ästhetisch störend empfunden werden. Gerade im empfindlichen Augenlidbereich ist entscheidend, ein Verfahren zu wählen, das präzise, schonend und ästhetisch passend ist. In unserer Praxis können Xanthelasmen an den Augenlidern bei geeigneten Befunden ambulant mit einem CO₂-Laser entfernt werden. Der CO₂-Laser ermöglicht eine präzise Abtragung oberflächlicher Hautveränderungen – im Bereich der sehr dünnen, empfindlichen Lidhaut ein großer Vorteil. Vor der Behandlung prüfen wir dermatologisch, wie tief und ausgedehnt die Fettablagerungen sind und ob eine ambulante CO₂-Laserbehandlung im jeweiligen Fall die passende Therapie ist.
Mögliche Vorteile der CO₂-Laserbehandlung sind:
Welche Methode im Einzelfall sinnvoll ist, hängt immer von Größe, Tiefe, Lokalisation und Hautbeschaffenheit ab.
- Gezielte und präzise Abtragung der Xanthelasmen
- Schonendes Vorgehen im empfindlichen Lidbereich
- Ambulante Behandlung in der Praxis
- Behandlung kosmetisch störender Befunde ohne klassische große Operation
- Geeignet insbesondere bei oberflächlichen bis mittelgroßen Xanthelasmen
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn gelbliche Ablagerungen an den Augenlidern neu auftreten
- Wenn die Veränderungen kosmetisch stören
- Wenn die Plaques langsam größer werden
- Wenn unklar ist, ob es sich wirklich um Xanthelasmen handelt
- Wenn zusätzlich eine Abklärung der Blutfettwerte sinnvoll erscheint
Sind Xanthelasmen gefährlich?
Nein. Xanthelasmen sind gutartige Fettablagerungen in der Haut und in der Regel nicht gefährlich.
Sind Xanthelasmen ein Zeichen für hohes Cholesterin?
Nicht zwingend. Sie können mit erhöhten Blutfettwerten zusammenhängen, treten aber auch bei normalen Cholesterinwerten auf.
Kann man Xanthelasmen entfernen?
Ja. Je nach Befund können Xanthelasmen behandelt und entfernt werden. In unserer Praxis ist bei geeigneten Befunden insbesondere die ambulante Entfernung mit CO₂-Laser möglich.
Kann man Xanthelasmen lasern?
Ja. In geeigneten Fällen können Xanthelasmen an den Augenlidern ambulant mit einem CO₂-Laser behandelt und abgetragen werden. Ob dies sinnvoll ist, hängt von Größe, Ausdehnung und Tiefe des Befundes ab.
Können Xanthelasmen wiederkommen?
Ja, das ist möglich. Auch nach erfolgreicher Entfernung können im Verlauf erneut Xanthelasmen entstehen.
Kann man Xanthelasmen mit Cremes entfernen?
In der Regel nein. Xanthelasmen sind Fettablagerungen in der Haut, die sich meist nicht mit Pflegeprodukten beseitigen lassen.
Zornesfalte
Die Zornesfalte gehört zu den häufigsten ästhetischen Anliegen im oberen Gesichtsdrittel. Viele Betroffene empfinden ihren Gesichtsausdruck als streng, angespannt oder müde. Wir beurteilen Mimik, Hautbeschaffenheit und Faltentiefe und behandeln in geeigneten Fällen mit Botulinumtoxin, um den Bereich harmonisch zu glätten.
Die Zornesfalte gehört zu den häufigsten ästhetischen Behandlungsanliegen im oberen Gesichtsdrittel. Viele Betroffene empfinden den Gesichtsausdruck als streng, angespannt oder müde, obwohl sie sich selbst gar nicht so wahrnehmen. In unserer Praxis erfolgt zunächst eine genaue Beurteilung von Mimik, Hautbeschaffenheit und Faltentiefe, um zu entscheiden, ob eine Behandlung mit Botulinumtoxin sinnvoll ist und wie der Bereich harmonisch behandelt werden kann.
Die Zornesfalte bezeichnet die meist senkrechten Falten zwischen den Augenbrauen, die besonders beim Zusammenziehen der Stirn oder beim angestrengten Blick sichtbar werden. Medizinisch handelt es sich um mimisch bedingte Falten im Bereich der Glabella, also zwischen den Augenbrauen. Anfangs zeigt sich die Zornesfalte oft nur bei Mimik, später kann sie auch in Ruhe dauerhaft sichtbar bleiben.
Die Zornesfalte entsteht vor allem durch das wiederholte Anspannen der mimischen Muskulatur zwischen den Augenbrauen. Mit zunehmender Zeit prägt sich diese Bewegung in die Haut ein.
Begünstigende Faktoren sind:
- Ausgeprägte Mimik
- Anspannung der Stirn- und Augenbrauenregion
- Hautalterung
- Nachlassende Elastizität der Haut
- Sonnenschäden / UV-Schädigung
- Individuelle Veranlagung
Typisch sind:
- Eine oder mehrere senkrechte Falten zwischen den Augenbrauen
- Teilweise zusätzlich horizontale Stirnfalten
- Verstärkung beim konzentrierten Blick oder Zusammenkneifen der Augen
- Im Verlauf auch in Ruhe sichtbare Falten
Die Diagnose erfolgt durch die klinische Beurteilung der Gesichtsanatomie und Mimik. Entscheidend ist, ob es sich überwiegend um dynamische Falten bei Bewegung oder bereits um statische, dauerhaft eingeprägte Falten handelt.
Die Behandlung richtet sich danach, wie ausgeprägt die Falte ist und ob sie vor allem mimisch oder bereits dauerhaft in Ruhe sichtbar ist. In unserer Praxis kann die Zornesfalte mit Botulinumtoxin behandelt werden. Ziel ist es, die überaktive mimische Muskulatur in diesem Bereich gezielt zu entspannen und dadurch die Falte zu glätten bzw. ihre weitere Einprägung zu reduzieren.
Je nach Ausgangsbefund kann die Behandlung sinnvoll sein bei:
- deutlich sichtbarer mimischer Zornesfalte
- dauerhaft eingeprägter Falte im Bereich der Glabella
- störendem oder „angestrengt" wirkendem Gesichtsausdruck
Wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
- Wenn die Zornesfalte als kosmetisch störend empfunden wird
- Wenn der Gesichtsausdruck dauerhaft streng oder angespannt wirkt
- Wenn sich die Falte zunehmend auch in Ruhe zeigt
- Wenn eine gezielte ästhetische Behandlung gewünscht ist
Was ist die Zornesfalte genau?
Damit sind meist die senkrechten mimischen Falten zwischen den Augenbrauen gemeint.
Kann man die Zornesfalte behandeln?
Ja. In geeigneten Fällen kann die Zornesfalte mit Botulinumtoxin behandelt werden.
Ist die Zornesfalte nur eine Altersfalte?
Nicht ausschließlich. Sie entsteht vor allem durch Mimik, wird aber durch Hautalterung und Elastizitätsverlust verstärkt.
Wann ist eine Behandlung sinnvoll?
Wenn die Falte als störend empfunden wird oder der Gesichtsausdruck dauerhaft streng wirkt.
Der Begriff Zyste wird im Alltag oft unscharf für verschiedene knotenartige oder kapselartige Hautveränderungen verwendet. Im Bereich der Haut ist damit häufig ein Atherom bzw. eine Talgzyste gemeint – eine gutartige, meist prall-elastische Erhebung unter der Haut, die sich entzünden kann. Die vollständige Erklärung zu Ursachen, typischem Erscheinungsbild, Entzündung und Entfernung findest Du im Artikel Atherom.

